Untersuchung zum Verbund zwischen eingeklebten stiftförmigen faserverstärkten Kunststoffen und Holz

Die Ergebnisse der Arbeit finden sich auf den Seiten der "kassel university press" unter dem Titel "Untersuchungen zum Verbund zwischen eingeklebten stiftförmigen faserverstärkten Kunststoffen und Holz"

Faserverbundwerkstoffe wurden in den vergangenen Jahren zunehmend in mehreren Bereichen des Bauingenieurwesens zur Verstärkung von bestehenden Tragwerken eingesetzt. Im Rahmen eigener experimenteller Untersuchungen wurden zahlreiche Verbundversuche mit verschiedenen Werkstoffen und unterschiedlichen geometrischen Randbedingungen durchgeführt. Diese Thematik findet ihren Praxisbezug unter anderem im Verstärken bzw. Ertüchtigen bestehender Holztragwerke durch nachträglich zugfestes anschließen historischer Holzverbindungen, welche im ursprünglichen Zustand im Wesentlichen nur Druckkräfte übertragen.


Aus der Wahl des Faserverbundwerkstoffes als Stabmaterial ergeben sich gegenüber dem Stahl eine einfache Handhabbarkeit im Zuschnitt und Einbau, eine hervorragende Eignung als Fügeteil in einer Klebverbindung, die Korrosionsbeständigkeit und insbesondere die sich aus den Festigkeitseigenschaften ergebenden geringen Durchmesser. Darüber hinaus verringert die geringe Wärmeleitfähigkeit die Gefahr örtlicher Kondensation. Ein nachträglich zugfester Anschluss zimmermannsmäßiger Verbindungen ist eine gezielte, knotenorientierte Maßnahme, die mit der Möglichkeit der Reversibilität eines solchen Eingriffes auch dem Grundgedanken der Denkmalverträglichkeit weitestgehend gerecht wird.

Aus den Ergebnissen konnten klare Hinweise für das Vorgehen in der Praxis abgeleitet werden. Das betrifft sowohl die Auswahl der Materialien und die zulässige Bauteilgeometrie als auch die zuverlässige Bemessung entsprechender Verstärkungsmaßnahmen.

Finanzierung durch Eigenmittel des Fachgebietes.

Ansprechpartner

Platzhalterbild Männlich
Dr.-Ing. Carsten Pörtner
ehem. Mitarbeiter