Geopolymervorsatzbeton

Geopolymervorsatzbeton - Dauerhafte Betonwaren gebunden mit zementfreien Geopolymerbindemitteln

Ziel dieses Forschungsprojektes ist die Erforschung und Entwicklung von Betonwaren auf Basis alkalisch-aktivierter Bindemittel im automatisierten Hermetikverfahren. Die Forschungsarbeit zielt auf die werkseitige Herstellung von Prototypen und das Testen auf Dauerhaftigkeit, Beständigkeit der Oberfläche auch unter ästhetischen Aspekten. Die Herstellung des Geopolymerbetons werden Hüttensanden eingesetzt und die Rezepte im Laufe des Projektes optimiert. Hierbei stehen die Dauerhaftigkeitseigenschaften im Vordergrund. Durch Variation und Kombination der Anreger (Kalium-, Natrium-, Lithium-Hydroxid und Wasserglas) sowie deren Konzentrationen kann die Festigkeit und Festigkeitsentwicklung (hohe Frühfestigkeiten) verbessert werden. Da der Ablauf der Fertigung im Rahmen der Werksmöglichkeiten angepasst werden soll, ist als ein Teilziel auch die Entwicklung von Vorsatzformulierungen, welche besonders schnell und punktgenau eine bestimmte Festigkeit erreichen, vorgesehen bzw. zu prüfen. Die Entwicklung und Optimierung von dauerhaften Vorsatzschichten in Bezug auf Abriebfestigkeit und reduzierter Ausblühneigung ist das angestrebte Ziel. Ferner gilt es aber zu prüfen, ob durch den Einsatz von Geopolymeren in Betonwaren auch für industrielle Böden geeignet wären, insbesondere für gehobene Anforderung bei mechanischer Belastbarkeit und thermischer Beständigkeit sowie Resistenz gegen Säureangriffe. Da der Frischbeton von Geopolymeren einen hohen pH-Wert aufweist, sind auch in komplett automatisierten Fertigungsverfahren besondere Arbeitssicherheitsmaßnahmen zu treffen. Um die Sicherheit des Personals und die Qualität der Eigenschaften sicher zu stellen, sollen unter Beteiligung des Fachgebietes Arbeits- und Organisationspsychologie (Uni Kassel) die Arbeitsabläufe im Werk analysiert und ein optimiertes Fertigungskonzept mit der besonderen Betrachtung des Menschen erstellt werden. Diese Arbeiten lehnen sich an den LOEWE-Schwerpunkt „Safer Materials“ an. 

 

Dieses Projekt (HA-Projekt-Nr.: 491/16-03) wird im Rahmen von Hessen Modell Projekte aus Mitteln der LOEWE – Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz, Förderlinie 3: KMU-Verbundvorhaben gefördert.

 

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Tim Schade (M.Sc.)

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