BMBF-Projekt „Kalt härtende Keramik“

Gewöhnlich werden unter Keramiken Erzeugnisse verstanden, die aus anorganischen, feinkörnigen Rohstoffen unter Wasserzugabe geformt, getrocknet und anschließend bei über 900°C gesintert werden. Keramiken zeichnen sich unter anderem durch Dichtigkeit, hohe mechanische Festigkeit, Verschleißfestigkeit, Temperaturbeständigkeit sowie Korrosionsbeständigkeit aus.

Spricht man von kalt härtenden Keramiken, so handelt es sich vorzugsweise um alkalisch aktivierte Sekundärrohstoffe. Mit Aktivatoren wie Alkalilaugen und Alkaliwassergläsern lassen sich Bindemittel herstellen, die bei Temperaturen < 100°C erhärten. Mit diesen Bindemitteln können chemisch hoch widerstandsfähig und besonders abrasionsbeständige Mörtel und Betone mit keramischen Eigenschaften herstellen werden. Kalt härtende Keramiken werden aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften speziell für Anwendungsbereiche entwickelt, die sehr starken chemischen und/oder mechanischen Angriffen ausgesetzt sind.

REM-Aufnahme (20µm)

alkalisch aktivierten Hüttensand (28d)

REM-Aufnahme (10µm)

alkalisch aktivierten Hüttensand (28d)