DFG-Projekt „Anwendungsorientierte Optimierung der UHPC-Rheologie“

Erste Anwendungen von UHPC für Betonfertigteile und die bisherigen Untersuchungen im Rahmen des SPP 1182 haben gezeigt, dass die Schalungen trotz nahezu fließfähiger Konsistenz des UHPC nicht immer homogen verfüllt wurden und/oder der Beton nicht ausreichend zu entlüften war. Die Ursachen liegen in der großen Menge an dicht gepackten, hoch dispersen Feinstoffen, in der großen Fließmittelmenge und am Mischprozess, die gemeinsam das rheologische Verhalten bestimmen. Für den Praxiseinsatz von UHPC ist es unabdingbar, das Fließ- und das Entlüftungsverhalten beim Betonentwurf individuell an die jeweiligen Bauteile und die Herstellbedingungen zielsicher anzupassen. Dazu müssen die bisherigen, überwiegend an Standardmischungen gewonnenen Teilerkenntnisse zusammengeführt, auf eine breitere stoffliche Basis gestellt und schließlich über praxisgeeignete Prüfverfahren mit den verschiedenen Anwendungen verknüpft werden. Bislang sind in jedem Einzelfall aufwendige Mischungsuntersuchungen nötig, was zeitintensiv, teuer und nicht immer erfolgreich ist. Am Ende soll ein Klassifizierungssystem für den Frischbeton stehen, das es ermöglicht, wie bei Normalbeton und SVB die Verarbeitungseigenschaften in der Eignungsprüfung anhand objektiver Kennwerte einzustellen und bei der Herstellung zu überwachen.

 

Pumpbare Konsistenz erweitert das Anwendungsspektrum von UHPC erheblich