LOEWE - Safer Materials

Safer Materials - Sichere und zuverlässige Werkstoffe

Struktur des Loewe-Schwerpunktes "Safer Materials"

Die Werkstoffforschung hat sich in der Vergangenheit vor allem auf eine hohe Funktionsdichte sowie mechanische Höchstleistungen konzentriert, damit Hochlohnländer konkurrenzfähige Produkte auf dem Weltmarkt anbieten können. In vielen High-Tech-Anwendungen und auch im Rahmen der Energiewende zur Ressourcenschonung und zur Entwicklung nachhaltiger Technologien spielen Hochleistungswerkstoffe eine wichtige Rolle. Diese Werkstoffe stellen bereits bei der Auswahl der Rohstoffe sowie bei der Herstellung des Werkstoffeigenschaftsprofils sehr hohe Anforderungen an den einzelnen Mitarbeiter. In den letzten Jahren ist es gerade im Bereich des menschlichen Einflusses vermehrt festzustellen, dass es zu unvorhersehbarem Versagen solcher Werkstoffe kommen kann. Folgen davon waren u. a. katastrophale Unfälle oder hohe wirtschaftliche Schäden. Die Gründe dafür sind vielfältig und hängen von besonderen stofflichen Eigenschaften der Hochleistungswerkstoffe und von den Belastungen des Werkstoffs ab. Insbesondere bleibt bislang jedoch der Einfluss des Menschen auf die werkstofflichen Eigenschaften und damit auf die Sicherheit und Zuverlässigkeit sowie die Akzeptanz eines Werkstoffs in der Gesellschaft unberücksichtigt.
Zukünftig wird die beschriebene Problematik von steigender Bedeutung sein, da die Anzahl an Hochleistungswerkstoffen zunimmt und viele Einflussfaktoren durch die Globalisierung an Bedeutung gewinnen. Hier ist u. a. die Herkunft von Rohstoffen zu nennen. Demzufolge soll eine neue einzigartige Teildisziplin im Bereich der Werkstoffforschung an der Universität Kassel entstehen, die ganzheitlich

  • Methoden und technisches Know-How schafft, damit Werkstoffe auch im Bereich ihrer Leistungsgrenzen sowie unter diversen äußeren Einflüssen sicher und zuverlässig sind,
  •  Wechselwirkungen zwischen menschlichem Handeln und Werkstoffeigenschaften erfasst und
  • die zukünftige Verfügbarkeit und gesellschaftliche Akzeptanz von Werkstoffen mitberücksichtigt.

Unter Federführung und von Herrn Prof. Heim (FB 15, Kunstofftechnik) sind in diesem vom Land Hessen geförderten LOEWE-Schwerpunktes ferner die Arbeitsgruppen von Frau Prof. Brückner-Foit (FB 15, FG Qualität und Zuverlässigkeit), Prof. Scholtes (FB 15, FG Metallische Werkstoffe), Prof. Ricoeur (FB 15, FG Technische Mechanik/Kontinuumsmechanik) und Prof. Sträter (FB 15, FG Arbeits- und Organisationspsychologie)  beteiligt.

Vom Fachgebiet WdBB werden zwei Teilprojekte bearbeitet:

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