Thermisch stabile Hochleistungsbetone

Thermisch stabile Hochleistungswerkstoffe

Die Untersuchung des Materialverhaltens von Hochleistungsbetonen (HPC und UHPC) im für viele Anwendungen interessanten und relevanten Temperaturbereich bis 500°C steht im Fokus dieses Teilprojektes. Aufgrund ihrer hohen Resistenz gegen äußere chemische Einflüsse und ihrer hohen Festigkeiten sind Hochleitungsbetone insbesondere für Anwendungen mit außergewöhnlichen Expositionen prädestiniert. Bis dato werden hochfeste- und ultrahochfeste Betone nahezu ausschließlich im konstruktiven Bereich eingesetzt. Interessant sind diese Betone aber auch für Einsätze als Konstruktionsbaustoffe in der chemischen Industrie, dem Kraftwerks- und Schornsteinbau, sowie für Spezialanwendungen im Bereich des Maschinenbaues, wo Temperaturen bis 500°C und dynamische Beanspruchungen parallel auftreten können. Hieraus ergeben sich neue Fragestellungen, wie z. B. der Veränderung des Gefüges unter dauerhafter und/oder zyklischer thermischer Beanspruchung im Temperaturbereich bis 500°C. Außerdem ist unbekannt, welche Auswirkungen diese Temperaturbeaufschlagung auf die Haltbarkeit und Festigkeit der Betone in Abhängigkeit der Zeit hat. Zudem sind auch werkstoffstoffliche Entwicklungen zur Verbesserung der Temperaturbeständigkeit von Hochleistungsbetonen unter Beibehaltung der sehr guten Dauerhaftigkeits- und Festigkeitseigenschaften zu erörtern. In dem Projekt sollen neue Lösungsstrategien erarbeitet werden, wobei innovative Werkstoffkomponenten und/oder Werkstoffkombinationen zum Einsatz kommen. Ferner werden die thermisch induzierten Schadenmechanismen untersucht, die letztendlich die Basis für sichere und zuverlässige Konstruktionen darstellen.

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