Forschung

Forschungskonzept

Die Lösung von Wasserqualitätsproblemen und eine Verbesserung der Modelltheorie gehen im Fachgebiet Hand in Hand (siehe Abbildung rechts). So erfordern konkrete Wasserqualitätsprobleme oft eine Verbesserung der Modelltheorie, falls existierende Modelle die Prozesse nicht adäquat beschreiben können. Die neuen Modelle können dann wiederum zur Lösung der Probleme beitragen. Daher steht die Entwicklung und Anwendung neuer Modelle durch eine Nutzung alternativer Modellkonzepte oder für neuartige Spurenstoffe im Mittelpunkt der Forschung. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Simulation des Umweltverhaltens von Pflanzenschutzmitteln und deren Transformationsprodukten.

Die in Wasserqualitätsmodellen implementierten Prozessbeschreibungen sind immer starke Vereinfachungen der natürlichen Umweltprozesse. Daher ist bei jedem Modell von Modellfehlern und Unsicherheiten auszugehen. Um diese Fehler zu analysieren wird im Fachgebiet für neu entwickelte Modelle jeweils eine umfangreiche Unsicherheitsanalyse durchgeführt.

Forschungsmethoden

  • Konzeptionelle und flächendetaillierte Modellierung des reaktiven Stofftransports auf Einzugsgebietsebene, insbesondere
    • Hydrologie
    • Erosion und Sedimenttransport
    • Pestizide und Transformationsprodukte
    • Phosphor aus der Landwirtschaft
  • Unsicherheitsanalysen für reaktive Stofftransportmodelle
  • Szenariomodellierung und -bewertung
  • Simulation der Abdrift von Pestiziden bei der Ausbringung
  • Raum-zeitliche Analyse der Wasserquantität und -qualität
  • Bewertung potentieller Schadstoffquellen in Einzugsgebieten mittels GIS