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Information und Stellungnahme zum Besuch des bayerischen BIO-TECH-Mobils in Hessen im Januar/Februar 1998 |
Das Konzept MobiLab entstand aus einer Lehrerfortbildungsveranstaltung der Abt. Genetik an der Universität Kassel im September/Oktober 1996 (LehrerLab). Dabei zeigte sich der Bedarf und der Wunsch von Lehrern an regionalen Schulen, den Unterricht in moderner Biologie effektiver, praktischer und anschaulicher zu gestalten. Gleichzeitig wurde deutlich, daß Ausbildung und/oder Fortbildung von Lehrern dazu oft nicht ausreicht und die Ausstattung von Schulen (sowohl mit Geräten als auch mit Verbrauchsmitteln) unzureichend ist, um selbst einfache Versuche der Molekularbiologie durchzuführen. Dadurch entstehen Defizite in Kenntnissen, praktischen Erfahrungen und solider Kritikfähigkeit in einem Bereich, der nicht nur im Zentrum der öffentlichen Diskussion steht, sondern auch eine wichtige Rolle in der wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands spielt.
Das Konzept "MobiLab" versucht eine Lösung durch Integration der Bereiche Forschung, Lehrerausbildung, Lehrerfortbildung, Schülenausbildung und öffentlicher Information.
Das Projekt soll durch die folgenden Maßnahmen realisiert werden:
Zur Realisierung dieser Maßnahmen wurde ein Förderantrag an die Bund-Länder-Kommission (BLK) gestellt, der hauptsächlich Personalkosten und Verbrauchsmittel sichern soll (derzeitiger Stand). Für die Ausstattung des Labors und das Fahrzeug werden zur Zeit Sponsoren gesucht. Die Universität Kassel stellt ein angemessenes Labor zur Verfügung, das Staatsexamenskandidaten und dem Leiter des MobiLabs für die Ausarbeitung und Entwicklung von Schulversuchen dient. Weiterhin stellt die Universität eine Basisfinanzierung für die Geräteausstattung zur Verfügung. Organisatorisch kann das MobiLab auf die Resourcen von HILF zurückgreifen.
Die Abteilung Genetik ist entschlossen, das Projekt, unabhängig von externen Förderungen, im möglichen Rahmen durchzuführen. Der Effekt kann ohne ausreichende Finanzierung jedoch nur punktuell sein und beispielsweise die Situation an ein bis zwei Schulen der Region teilweise verbessern. Dies wird teilweise durch den idealistischen Einsatz von einzelnen Lehrer und von Mitarbeitern der Abteilung Genetik möglich sein.
Das MobiLab-Konzept ist zunächst als Nordhessische Initiative zu sehen, wir haben jedoch bereits jetzt mit einer überregionalen Einbindung begonnen. Neben der Zusammenarbeit mit HILF bestehen Kontakte
Bei ausreichender Förderung erwarten wir mittelfristig eine Koordination und Zusammenfassung der regionalen Initiativen über die Grenzen von Bundesländern hinaus. Das Ziel des MobiLabs und der erwarteten Folgeentwicklungen ist einerseits einerseits eine allgemeine Verbesserung des öffentlichen Informationsstandes im Bereich der Molekularbiologie/Gentechnik, andererseits ein Beitrag zur Ausbildung qualifizierter Fachkräfte für Schule und Forschung.
Langfristig sollte eine Übertragung des Konzepts auf andere naturwissenschaftliche Fächer angestrebt werden.
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zurück zum Anfang Stand: 14.02.1998 |
Trotz aller positiver Beurteilung hat sich jetzt gezeigt, daß eine Finanzierung des MobiLab über die Bund-Länder-Kommission (BLK) nicht erfolgen kann. Die wesentlichen Gründe dafür liegen m.E.:
Damit war eine Förderung des MobiLab (trotz großer Unterstützung durch das Hessische Kultusministerium) aussichtslos.
Wir sind jedoch nach wie vor entschlossen, das unser Projekt, wenn auch in kleinstem Rahmen und gewissermaßen gegen den Willen der Expertengruppe (siehe Punkt 3), durchzuführen. Dazu bieten wir im Herbst 1998 ein kombiniertes Laborpraktikum für Lehrer und Lehramtskandidaten an. Wir können den Teilnehmern dieses Praktikums voraussichtlich eine PCR-Maschine leihweise für Schulversuche zur Verfügung stellen (Sonderfinanzierung durch die Universität GhK) und haben bis zum Herbst hoffentlich auch ein oder mehrere "BlueGenes Koffer" für gentechnische Experimente in der Schule.
Der im MobiLab geplante umfangreiche Service durch geschultes Personal sowie ein größerer Gerätepark, um die Schulen gut zu bedienen, wird allerdings nicht möglich sein. Wir hoffen nach wie vor auf finanzielle Unterstützung und bemühen uns, entsprechende Sponsoren zu finden.
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Kassel FB19 Biologie/Chemie - AG Genetik Prof. Dr. Wolfgang Nellen Heinrich-Plett-Straße 40 34132 Kassel |
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