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informieren über die Zeitschrift für Sozialreform bis Ende
2003. Hier geht es zur aktuellen Seite der ZSR.Zeitsch Ihren Anfang nahm die Zeitschrift für Sozialreform als sozialrechtliche Fachzeitschrift, die den Aufbau des bundesrepublikanischen Sozialstaates kritisch begleitete. Offen für Grundsatzdebatten und interdisziplinäre Diskussionen war sie doch vor allem der juristischen Dimension der Sozialpolitik verbunden. Die Beiträge des Begründers der ZSR, Harry Rohwer-Kahlmann, zur Vorbereitung der verfassungsrechtlichen Anerkennung des eigentumsähnlichen Charakters von Ansprüchen an die gesetzliche Rentenversicherung sind unvergessen. Seit Ende der 70er Jahre etablierte die Sozialpolitik sich zunehmend auch als sozialwissenschaftliche akademische Disziplin. Die ZSR hat sich dieser Entwicklung geöffnet, ohne ihre sozialrechtlichen Ursprünge aus dem Auge zu verlieren. Sie begann, sich zu einem Forum sozialwissenschaftlicher Sozialpolitikdiskussion zu wandeln, in dem die Auseinandersetzungen um die sozialpolitischen Konturen eines geeinten Europas, um die neue Armut und den demographischen Wandel, aber auch das neu erwachte Interesse an den historischen Traditionen der Disziplin ihre Öffentlichkeit fanden. Die ZSR wurde auch zum offiziellen Organ der Sektion Sozialpolitik der Deutschen Gesellschaft für Soziologie geworden, deren Jahrestagungen sie seit 1987 in Doppelheften dokumentierte. Ab 2001 - fast ein halbes Jahrhundert nach ihrem ersten
Erscheinen–
war es an der Zeit, dem veränderten Charakter der Zeitschrift auch
durch
ein geändertes Publikationskonzept Rechnung zu tragen. Die ZSR
erschien nunmehr im Zweimonatsabstand. Das ermöglichte
eine sorgfältigere Auswahl und gründlichere Durcharbeitung
der
Beiträge. Vier reguläre Hefte (Januar, März, Juli,
September)
wurden durch zwei Tagungsbände (Doppelhefte Mai und November)
ergänzt.
Die ZSR steht also künftig einem weiteren Tagungsband neben dem
der
Sektion Sozialpolitik offen. Damit wollten wir der Tatsache Rechnung
tragen,
dass neue und grundsätzliche sozialpolitische Probleme heute
zunehmend
auf Kongressen und Symposien komprimiert bearbeitet werden. Die
Tagungsbände sollten hier ein Forum der Dokumentation schaffen. Herausgeber war bis Ende 2003 Prof. Dr. Florian Tennstedt, Kassel unter Mitwirkung von: Prof. Dr. Gertrud Backes, KasselProf. Dr. Stephan Leibfried, Bremen Prof. Dr. Christoph Sachße, Kassel Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt, Köln Prof. Dr. Klaus Sieveking, Bremen Prof. Dr. Georg Vobruba, Leipzig
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