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Fachbereich 7 - Wirtschaftswissenschaften | Fachgebiet: Öffentliches Recht | Fachkonferenz am 13.12.2007

 

Überblick

Die Fachkonferenz vermittelt aktuelle Ergebnisse der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten Projekte aus dem Bereich der rechtssicheren elektronischen Archivierung. Zu dieser Fachkonferenz werden etwa 250 Teilnehmer erwartet.

In Unternehmen und Verwaltungen sowie im Gesundheitswesen werden immer mehr Geschäftsprozesse elektronisch abgewickelt. Dazu gehören unter anderem auch die Dokumentation, Verwaltung, Bearbeitung und Archivierung von Informationen. Dabei ist es im Interesse eines wirtschaftlichen Vorgehens unvermeidbar, Papierdokumente zu scannen und elektronische Dokumente in neue elektronische Formate zu überführen. Die Unterlagen müssen aufgrund rechtlicher Vorgaben, aus organisatorischen und inhaltlichen Gründen oder zur Beweissicherung für einen späteren Rechtsstreit teilweise über sehr lange Zeiträume von bis zu 30 Jahren und mehr aufbewahrt werden. Diese Aufgabenstellung, die alle Branchen betrifft, ist zentraler Gegenstand der Fachkonferenz.

Papierdokumente erlangen Beweissicherheit durch die eigenhändige Unterschrift, elektronische Dokumente durch den Einsatz qualifizierter elektronischer Signaturen. Allerdings verlieren diese technischen Sicherungsmittel durch die Transformation ihren Sicherungswert. Die Aufbewahrung der Originaldokumente stößt jedoch insbesondere bei Papierdokumenten gegenüber der elektronischen Archivierung zu wirtschaftlichen, organisatorischen und praktischen Nachteilen. Zu diesem Problem wurde erstmals in dem vom BMWi geförderten Forschungsprojekt „TransiDoc − Rechtssichere Transformation signierter Dokumente“ eine wirtschaftliche, performante, automatisierte, datenschutzgerechte und beweiswerterhaltende Lösung entwickelt und erprobt.

Logo ScateSchwerpunkte der Konferenz sind Einführungsvorträge zum Stand des rechnerunterstützten Dokumentenmanagements und der digitalen Archivierung unter besonderer Berücksichtigung der Dokumententransformation einschließlich der rechtlichen Anforderungen. Weiterhin werden die Ergebnisse des Verbundprojektes TransiDoc sowie der ebenfalls vom BMWi geförderten Studie „Scate − Scannen: Anforderungen, Trends, Empfehlungen“ präsentiert.

Logo AtlasDes Weiteren wird ein Handlungsleitfaden zur Aufbewahrung elektronischer und elektronisch signierter Dokumente vorgestellt, der auf den Erkenntnissen aus der von der Projektgruppe verfassungsverträgliche Technikgestaltung (provet) an der Universität Kassel durchgeführten Studie „ATLA§ − Anforderungen und Trends der langfristigen Aufbewahrung“ beruht.

Weitere Vorträge beschäftigen sich mit dem Stand und den künftigen Entwicklungen der Scanner- und Konvertierungstechnologie sowie mit Transformationen im Gesundheitswesen, im E-Government, in der privaten Wirtschaft und in der Archivpraxis. Die Fachkonferenz liefert langfristig erwartete Empfehlungen für die rechtssichere elektronische Archivierung. Das Programm wird ausreichend Zeit für Diskussionen bieten. Nach dem Vortragsprogramm stehen die Referenten für weitere Erörterungen und Einzelgespräche zur Verfügung.

Zielgruppe:

Die Fachkonferenz wird von großem Interesse für Hersteller und Anbieter von Archivierungslösungen sein. Weiterhin richtet sie sich an Juristen, Betriebswirte, Verwaltungswissenschaftler, Behördenmitarbeiter und Informatiker sowie andere im Bereich der Informatik Tätige, die als IT-Leiter, IT-Verantwortliche, Software-Entwickler, Berater, Projektmanager, Systemintegratoren und -betreuer, Archivare oder in den Bereichen Geschäftsführung, Marketing, Vertrieb und Rechenzentren arbeiten. Für alle Branchen werden Anforderungen, Konzepte, Problemlösungen, Erprobungsberichte und Empfehlungen vorgestellt.

 
  Letzte Änderung: 2007-10-18
Christoph Schäfer