Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben: Integration von Naturschutzzielen in den Ökologischen Landbau

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"Die Integration von Naturschutzzielen in den Ökologischen Landbau am Beispiel der Hessischen Staatsdomäne Frankenhausen".

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Eine multifunktionale Landwirtschaft der Zukunft steht vor der Herausforderung, nicht nur gesunde Lebensmittel zu produzieren, sondern darüber hinaus die Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten in den historisch gewachsenen Kulturlandschaften zu erhalten. Durch den Verzicht auf Herbizide, Pestizide und leichtlösliche Handelsdünger und vielfältigere Fruchtfolgen und eine standortangepasste Tierhaltung bietet der Ökologische Landbau hierzu gute Voraussetzungen. Doch auch hier gibt es aufgrund ökonomischer Zwänge Zielkonflikte zwischen Landnutzung und Naturschutz — und Verbesserungsmöglichkeiten aus Naturschutzsicht.

 

Hier setzt das Entwicklungs- und Erprobungsvorhaben an, in dem zahlreiche Maßnahmen umgesetzt und untersucht werden, durch die sich die Auswirkungen der Bewirtschaftung auf die Natur verbessern lassen. Der Schwerpunkt liegt auf Maßnahmen in der bewirtschafteten Fläche, die beispielsweise durch ein spezielles Mahdregime im Feldfutter Feldvögel fördern oder auf den Ackerflächen zur Re-Etablierung einer standortgemäßen Ackerwildkrautvegetation führen, deren Artenspektrum durch jahrzehntelangen Herbizideinsatz verarmt ist. Die Auswirkungen der Maßnahmen werden nicht nur naturschutzfachlich, sondern auch ökonomisch bewertet — Ziel ist die Quantifizierung der betrieblichen und gesellschaftlichen Kosten, die die naturgerechte Bewirtschaftung eines Hochertragsstandortes verursacht.

 

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Daneben erfolgt eine umfangreiche Sanierung des Fließgewässersystems, das die Domäne durchzieht, sowie die Aufwertung der ausgeräumten Landschaft durch Strukturelemente, deren Einbeziehung in den Wirtschaftsbetrieb durch verschiedene Nutzungen angestrebt wird.

 

In dem Vorhaben wird ein partizipativer Entwicklungsprozess angestrebt, in den möglichst viele Akteure eingebunden sind. Die Projektlaufzeit beträgt vier Jahre (2006 – 2009).

Logo Bundesamt für Naturschutz

Dieses Projekt wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.