Im Zuge der Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge und damit einhergehend die Einführung von Modulen
(deren Bestehen neben Noten auch mit der Vergabe von Credit-Points bewertet wird), rückte die Frage nach der Arbeitszeit
(Workload) der Studierenden in den Fokus der StudiengangsplanerInnen.
Dabei gibt es durch die KMK die Vorgabe, dass 30 Arbeitsstunden durch
einen Credit-Point ausgewiesen werden, was 900 Stunden im Semester entspricht.
Die Fokussierung hin zur studentischen Arbeitszeit war in Deutschland neu, weshalb es bei
der Entwicklung der neuen Studiengänge keine aussagekräftigen Daten zum Workload von Studierenden gab.
Dementsprechend beruhen viele Berechnungen von Studiengängen auf Annahmen, die nicht immer der Realität
entsprechen und nun nach 10 Jahren Bologna-Reform an vielen Stellen überdacht werden müssen.
Verstärkt wird die Frage, ob die BA- und MA-Studiengänge auf einer richtigen Workloadberechnung basieren,
durch die Studierendenproteste. An vielen Stellen zeigte und zeigt sich, dass eine Nachbesserung der Bologna-Reform notwendig ist,
was auch die neue KMK-Richtlinie von 2010 verdeutlicht.
Darüber hinaus stehen viele Studiengänge vor der Reakkreditierung, bei der die Themen angemessener Workload, Prüfungslast und die Studierfähigkeit
von Studiengängen allgemein bedeutsam werden.
Es handelt sich also um ein Thema, das in den nächsten Jahren noch stärker alle Hochschulen betreffen
wird. Umso wichtiger erschien es eine Diskussion zu diesen Themen zu starten, dessen Anfang im Rahmen der
5. Jahrestagung der Gesellschaft für Hochschulforschung gemacht wurde. An dieser beteiligten sich ForscherInnen,
die an verschiedenen Universitäten und in verschiedenen Projekten die Arbeitslast von Studierenden untersucht haben und noch untersuchen. Im Einzelnen sind dies:
Aufgrund der starken Beteiligung über die HoFoNa hinausgehend und sehr
regen Diskussion über dieses Thema wurde gewünscht im Herbst 2010 einen Workshop in
Frankfurt am Main abzuhalten, rund um die Themen Workload, Studienanforderungen, Studiengangsgestaltung.
Call for Papers für den Workshop Studierbarkeit nach Bologna: Qualitätssicherung und -entwicklung der Studiengänge und Studienbedingungen 11. – 12. November 2010 in Frankfurt am Main
InteressentInnen wenden sich bitte an Isabel Steinhardt (steinhardt [at] em.uni-frankfurt.de).
Nähere Informationen zu Ort, Datum und Inhalten werden zu gegebener Zeit hier veröffentlicht und über den HoFoNa E-Mail-Verteiler bekannt gegeben.