Stellenangebot


Wiss. Mitarbeiter/-in (EG 13 TV-H) - im Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften - Fachgebiet Management in der internationalen Ernährungswirtschaft - in Verbindung mit der Hochschule Fulda - baldmöglichst


Kennziffer: 31093

Im Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften - Fachgebiet Management in der internationalen Ernährungswirtschaft (Prof. Dr. Herzig) - in Verbindung mit der Hochschule Fulda ist baldmöglichst die folgende Stelle zur personellen Ergänzung der kooperativen Promotionsplattform „Ernährungswirtschaft und Technologie“ zu besetzen:

Wiss. Mitarbeiter/-in (EG 13 TV-H), befristet, Teilzeit

mit der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit einer/eines Vollzeitbeschäftigten (derzeit 20 Wochenstunden). Die Stelle ist zunächst für 3 Jahre befristet (Qualifikationsstelle gem. § 65 HHG i. V. mit § 2 Abs. 1 Satz 1 WissZeitVG). Die Möglichkeit zur Promotion ist gegeben.

Aufgabenprofil:

Wir suchen eine/n Mitarbeiter/in, die/der sich in ihrer/seiner Promotionsarbeit mit dem folgenden Thema auseinandersetzen möchte:

Strategisches Framing von Lebensmittelsicherheit und -risiko im Bereich der neuen CRISPR/ Cas-Züchtungs-Technologie

CRISPR/Cas ist eine neue molekularbiologische Methode, mit der gezielt in die DNA, den Träger von Erbinformationen, von Pflanzen, Tieren oder Mikroorganismen eingegriffen werden kann. Die punktuellen Veränderungen der DNA („Genome Editing“) können relativ einfach, kostengünstig und effektiv vorgenommen werden. Allerdings werden die mit der neuen Züchtungsmethode möglicherweise verbundenen Risiken für Mensch, Tier und Umwelt seit einigen Jahren verstärkt und kontrovers diskutiert. Eine besonders intensive Diskussion ist hierzu in der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft entfacht, da die Biobranche die Gentechnik bislang kategorisch abgelehnt hat. Aber auch hier gibt es vereinzelt Stimmen, die gegen eine generelle Ablehnung und für eine sorgfältige Einzelprüfung der Technologie sind. Hilft die neue Züchtungstechnologie den Öko-Landwirten und darf mit ihr in die natürlichen Wechselwirkungen zwischen Pflanzen, Tieren und Umwelt durch die Steuerung von Genen eingegriffen werden? Die Promotionsarbeit untersucht hierzu, wie betroffene Akteure (z.B. Bio-Verbände, Saatgutindustrie, Pflanzenforschung und Politik) Lebens­mittel­sicherheit und -risiken strategisch rahmen. Gleichzeitig soll die Risikobewertung und –kommunikation auf nationaler sowie europäischer Ebene mit in den Diskurs einbezogen werden. Es soll eine Argument- und Frameanalyse der Diskussion über CRISPR/Cas (z.B. anhand von Medienberichten und Positionspapieren) vorgenommen werden, um herauszufinden, mit welchen Rahmungsstrategien Akteure den öffentlichen Diskurs beeinflussen und wie sie moralische Argumentationsweisen zur Legitimierung von Standpunkten in den Diskurs über Lebensmittelsicherheit und -risiko integrieren.

Die weiteren Aufgaben der zu besetzenden Stelle umfassen die selbständige Durchführung von Lehrveranstaltungen (2 SWS) sowie die Mitwirkung bei der Organisation des Promotionskollegs.

Die Promotionsarbeit wird von Professor Dr. Christian Herzig (Universität Kassel) und Professor Dr. Marc Birringer (Hochschule Fulda) betreut

Anforderungsprofil:

Bewerber/_innen sollten über ein mit mindestens gut abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium sowie über gute Englischkenntnisse verfügen. Die/der Promovierende wird am Standort der Universität Kassel in Witzenhausen ansässig sein. Eine Teilnahme an strukturierten Qualifizierungsangeboten sowie Präsenz in Kassel/Witzenhausen und Fulda z.B. im Rahmen der vom Promotionskolleg organisierten Veranstaltungen werden erwartet.

Bitte fügen Sie Ihren Bewerbungsunterlagen folgende Unterlagen bei:

  • vollständiger Lebenslauf
  • ein maximal zweiseitiges Motivationsschreiben
  • akademische Zeugnisse und andere relevante Unterlagen

Für weitere Rückfragen steht Prof. Dr. Christian Herzig, E-Mail: herzig@uni-kassel.de, zur Verfügung. Weitere Informationen zum Promotionskolleg finden Sie unter: http://www.uni-kassel.de/go/ewt.


Bewerbungsfrist: 16.02.2018

Die Universität Kassel ist im Sinne der Chancengleichheit bestrebt, Frauen und Männern die gleichen Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten und bestehenden Nachteilen entgegenzuwirken. Angestrebt wird eine deutliche Erhöhung des Anteils von Frauen in Forschung und Lehre. Qualifizierte Frauen werden deshalb ausdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben. Schwerbehinderte Bewerber/-innen  erhalten bei gleicher Eignung und Befähigung den Vorzug. Vollzeitstellen sind grundsätzlich teilbar. Bitte reichen Sie uns Ihre Bewerbungsunterlagen nur in Kopie (keine Mappen) ein, da diese nach Abschluss des Auswahlverfahrens nicht zurückgesandt werden können; sie werden unter Beachtung datenschutzrechtlicher Bestimmungen vernichtet. Bewerbungen mit aussagekräftigen Unterlagen sind unter Angabe der Kennziffer, gern auch in elektronischer Form, an den Präsidenten der Universität Kassel, 34109 Kassel bzw. bewerbungen@uni-kassel.de, zu richten.

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