Was sind die Aufgaben eines Brandschutzhelfers?

Aufgaben des Brandschutzhelfers

Die Ausbildung der Brandschutzhelfer ist durch die ASR A2.2 geregelt und erfolgt nach der BGI/GUV-I 5182.

Rechtsgrundlage ist das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) § 10.

Ziel der Ausbildung:

Der sichere Umgang mit und der Einsatz von Feuerlöscheinrichtungen zur Bekämpfung von Entstehungsbränden ohne Eigengefährdung und zur Sicherstellung des selbständigen Verlassens (Flucht) der Beschäftigten.

Zu den Aufgaben des Brandschutzhelfers zählen:

  1. Unterstützung des Brandschutzbeauftragten
  2. Unterstützung im vorbeugender Brandschutz z.B. durch Kontrollgänge
  3. Unterstützung bei der Gebäuderäumung und Evakuierung
  4. Brandbekämpfung bei Entstehungsbränden ohne Eigengefährdung
  5. Bedienung von Brandschutzeinrichtungen (Wandhydranten, Rauch-  und Wärmeabzüge, halbstationäre Löschanlagen etc.)
  6. Einweisen der eintreffenden Feuerwehr


Anzahl der Brandschutzhelfer:

  • In der Regel ist ein Anteil von 5% der Beschäftigten bei normaler Brandgefährdung (z.B. Büronutzung) ausreichend.
  • Bei Einrichtungen mit erhöhter Brandgefährdung (Labore, Werkstätten) und Bereiche mit erhöhtem Personenaufkommen (Mitarbeiter, betriebsfremde Personen, Personen mit eingeschränkter Mobilität) ist eine deutliche Erhöhung der Ausbildungsquote sinnvoll, mindestens jedoch 10% der Beschäftigten.
  • Verteilt sich die Belegschaft über mehrere Standorte, so ist die Anzahl der Brandschutzhelfer gemäß der ermittelten Brandgefährdung je Standort vorzuhalten.

Die Ausbildung und Vorhaltung von Brandschutzhelfern entbindet den Unternehmer nicht von der Verpflichtung die Beschäftigten regelmäßig (mindestens einmal jährlich) über die in ihrem Arbeitsbereich vorhandenen Brandgefahren und Brandschutzeinrichtungen sowie das Verhalten im Gefahrenfall zu unterweisen.