Arbeitsmedizinische Vorsorge

Arbeitsmedizinische Vorsorge dient der Früherkennung bzw. Vorbeugung arbeitsbedingter Erkrankungen oder Berufskrankheiten. Gemäß Arbeitsschutzgesetz ist jeder Arbeitgeber zur gesundheitlichen Fürsorge gegenüber seinen Mitarbeitern verpflichtet. Dazu gehört auch die arbeitsmedizinische Vorsorge, die aus der detaillierten Beurteilung der Arbeitsbedingungen fachliche Empfehlungen herleitet.

Die betriebsärztlichen Aufgabenschwerpunkte liegen in der Beratung zum Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz sowie bei der Gesundheitsförderung.
Das Betreuungsangebot umfasst sowohl arbeitsmedizinische Vorsorge und Arbeitsplatzbegehungen, als auch individuelle Beratung bei persönlichen Anliegen im Zusammenhang mit dem Arbeitsplatz, bei Fragen des Mutterschutzes oder bei einer Wiedereingliederung nach längerem Krankenstand.

Im Rahmen von Auslandsdienstreisen führt der Medical Airport Service (MAS) eine arbeitsmedizinische Beratung zu Impfungen sowie ggf. auch entsprechende Impfungen durch. Bitte vereinbaren Sie frühzeitig einen Termin mit dem MAS und geben als Untersuchungskürzel "G35" an. Die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes  (http://www.auswaertiges-amt.de) für das zu bereisende Land sind entsprechend zu beachten.

Betriebsärztliche Tätigkeit unterliegt selbstverständlich der Schweigepflicht.


Beurteilungsbogen arbeitsmedizinische Vorsorge

Für die Ermittlung des Bedarfs an Arbeitsmedizinischer Vorsorge haben wir den Beurteilungsbogen für arbeitsmedizinische Vorsorge entwickelt. Mit ihm können Sie die Tätigkeiten der Mitarbeiter im Hinblick auf die erforderliche Vorsorge gezielt und rechtssicher erfassen.


Vorsorgekartei

Arbeitsmedizinische Vorsorge wird zentral in einer Vorsorgekartei erfasst. Dies ist gesetzliche Vorschrift. In der Vorsorgekartei werden lediglich Anlass und Termin der Untersuchung und der nächste Termin für die Arbeitsmedizinische Vorsorge erfasst.
Untersuchungsergebnisse werden dem Arbeitsgeber nicht bekannt gegeben und somit auch nicht gespeichert!
Mit Hilfe der Vorsorgekartei erfolgt über die Abteilung III – Personal und Organisation, Gruppe III E die Veranlassung und Terminierung von arbeitsmedizinischer Vorsorge. Die Beschäftigen werden angeschrieben und an Ihren nächsten Vorsorgetermin erinnert.


Wer stellt den Betriebsarzt an der Universität Kassel?

Die Universitäten und Fachhochschulen in Hessen werden nicht durch eigene Betriebsärzte betreut. Nach Auflösung des Arbeitssicherheitstechnischen Dienstes (ASTD) bei den Regierungspräsidien wird die sicherheitstechnische Betreuung der Landesdienststellen einschließlich der Hochschulen seit 2005 von der Medical Airport Service GmbH übernommen.


Mutterschutz - Anzeige einer Schwangerschaft

Die Beschäftigte erhält folgende Unterlagen von Gruppe Arbeitssicherheit und Umweltschutz :

a. Schema für den Ablauf bei Meldung einer Schwangerschaft
b. Beurteilungsbogen zur Gefährdungsermittlung werdender bzw. stillender Mütter

Beratung bei der Betriebsärztin
Die Beschäftigte soll folgende Unterlagen in Kopie bei der Beratung vorlegen:

  • Den Beurteilungsbogen zur Gefährdungsermittlung Mutterschutz,
  • die Gefährdungsbeurteilung oder falls noch nicht vorhanden,
  • eine detaillierte Beschreibung der Tätigkeit im Sinne einer Tätigkeitsaufnahme im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung*.

*Arbeitsbereiche z.B. Büro, Labor, Werkstatt und Tätigkeiten z.B. Dateneingabe, Fahrzeugführen, Umgang mit Gefahrstoffen (Art, Menge, Häufigkeit), Maschinen, Schweißen etc.


Informationen zum Ablauf der arbeitsmedizinischen Vorsorge

Angebotsvorsorge

Unabhängig davon, ob Sie in den letzten Jahren eine arbeitsmedizinische Vorsorge in Anspruch genommen haben, möchten wir Sie auf die Möglichkeit der Angebotsvorsorge hinweisen und Ihnen diese anbieten!

Wenn Sie dieses Angebot annehmen, wenden Sie sich bitte per E-Mail an die Personalabteilung, Frau Kastler (akastler(at)uni-kassel.de).

Mehrmals im Jahr bietet die Betriebsärztin Frau Dr. Martin auch "vor-Ort"-Termine an verschiedenen Universitätsstandorten an. Informationen hierzu gibt es in den "Vorsorge News".

Zur Beurteilung der Arbeitsbedingungen und sich daraus ergebender Untersuchungsanlässe kann eine vorlaufende Arbeitsplatzbegehung hilfreich sein. Bei Bedarf wenden Sie sich bitte an die Gruppe Arbeitssicherheit und Umweltschutz (VC) oder die Fachkräfte für Arbeitssicherheit.

Nachfolgend erhalten Sie Informationen und Unterlagen zum Ablauf der arbeitsmedizischen Vorsorge an der Universität Kassel:


1. Neueinstellungen

Die/der neue Beschäftigte erhält folgende Unterlagen von Abteilung III – Personal, III E1:

 - Naturwissenschaftlich/Technische Bereiche:

a. Information zur Arbeitsmedizischen Vorsorge Universität Kassel
b. Beurteilungsbogen für arbeitsmedizinische Vorsorge
c. Bei Umgang mit offenen radioaktiven Stoffen: Anlage 9: Musterformblatt Strahlenexposition

 - Geisteswissenschaftlich/Verwaltung:

d. Verzichtserklärung zur Bildschirmplatz-Untersuchung (G37)

Die/der neue Beschäftigte hat die Unterlagen 1b. bis 1d. im Original (1b. mit Unterschriften) III E1, Frau Kastler, zur Aufnahme in die Personalakte vorzulegen.


2. Wiederholungsvorsorge lt. Gesundheitskartei

Die/der Beschäftigte erhält folgende Unterlagen von Abteilung III – Personal, III E1:

 a. Aufforderung zur Vorsorge und Terminvereinbarung über III E1


3. Vorsorge bei der Betriebsärztin nach 1. und 2.

Die/der Beschäftigte erhält folgende Unterlagen von Medical airport service bei der Vorsorge:

 a. Gesundheitsfragebogen medical airport service GmbH

Die/der Beschäftigte hat folgende Unterlagen in Kopie bei der Vorsorge der Betriebsärztin vorzulegen:

  • Die Unterlagen 1b. bis 1d. sind in Kopie vorzulegen.
  • die Gefährdungsbeurteilung oder falls noch nicht vorhanden,
  • eine detaillierte Beschreibung der Tätigkeit im Sinne einer Tätigkeitsaufnahme im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung*

*Arbeitsbereiche z.B. Büro, Labor, Werkstatt und Tätigkeiten z.B. Dateneingabe, Fahrzeugführen, Umgang mit Gefahrstoffen (Art, Menge, Häufigkeit), Maschinen, Schweißen etc.


4. Rücklauf der Ärztlichen Bescheinigungen

Seit der Novellierung der ArbMedVV im Oktober 2013 werden im Anschluss an eine Vorsorge drei Bescheinigungen ausgestellt:

  • Teilnahmebescheinigung: diese geht direkt an die Personalabteilung der Universität und bestätigt die Teilnahme mit Vorsorgeart, Datum und empfohlenem Folgetermin ohne Untersuchungsergebnis
  • Persönliche Bescheinigung: diese geht direkt an die/den Bedienstete/n oder in einem verschlossenem Umschlag an die Personalabteilung, die den verschlossenen Umschlag per Haupost an die/den Bediensteten weiterleitet. Sie enthält zu allen durchgeführten Vorsorgearten eine ärztliche Beurteilung ("vertraulich - persönlich")
  • Zur Vorlage beim Arbeitgeber: Diese Bescheinigung geht direkt an die/den Bediensteten oder in einem verschlossenen Umschlag per Hauspost an die Personalabteilung, die den verschlossenen Umschlag per Hauspost an die/den Bedienstene/n weiterleitet. Sie enthält lediglich ein Ergebnis zu Eignungsuntersuchungen. Wunsch-, Angebots- und Pflichtvorsorgen werden mit "Teilgenommen" bescheinigt. Aus dieser Neuerung ergibt sich die Konsequenz, dass die Bediensteten diese Bescheinigung insbesondere bei Pflicht- aber auch bei Angebotsvorsorge selbstständig an den Arbeitgeber, in diesem Fall die Personalabteilung, III E1, Frau Kastler weitergeben müssen.


5. Anpassen der Gesundheitskartei

  • Die ggf. erforderliche Anpassung der Gesundheitskartei nach der betriebsärztlichen Vorsorge (Untersuchungsgrundsätze, Untersuchungstermine) erfolgt durch Abteilung III – Personal, III E1.
  • Wiederholungsvorsorge gemäß 2.