Verantwortung im Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz

Graphik mit einer Gruppe von Personen

Die Universität Kassel hat mit der „Richtlinie zur Organisation des Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzes (AGU-Richtlinie)“ einen Überblick über die universitätsinternen Strukturen und Akteure im Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz erstellt und die sich aus der Binnendifferenzierung ergebenden Pflichten konkret definiert.

Die Richtlinie, die mit Schreiben des Kanzlers vom 25.09.2013 eingeführt wurde, zeigt die Zuständigkeiten und Verantwortung der Beschäftigten in ihren verschiedenen Funktionen im Bereich des Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzes auf und verdeutlicht die Pflichten, Aufgaben sowie Rechte und Befugnisse von Vorgesetzten und Beschäftigten für Ihren jeweiligen Kompetenz- und Aufgabenbereich.


Übertragung von Aufgaben an nachgeordnete MitarbeiterInnen

Die einer Führungskraft obliegende Gesamtverantwortung bedeutet jedoch nicht, dass die Fachgebiets- oder Abteilungsleitung alles selbst erledigen muss.

Im Regelfall werden nachgeordnete Beschäftigte einzelne Aufgaben oder „Aufgabenpakete“ übernehmen. Die damit verbundenen Aufgaben im AGU und die zugehörige (Teil-)Verantwortung können den Beschäftigten übertragen werden (Verantwortungsdelegation).

Eine Pflichtenübertragung kann sich bereits aus dem Arbeitsvertrag ergeben.Ist dies nicht der Fall, schafft die schriftliche Pflichtenübertragung Klarheit, wer welche Aufgaben zu erledigen hat. Dabei gilt es zu beachten, dass die Organisations-, Auswahl- und Kontrollverantwortung unabhängig von der erfolgten Delegation beim übertragenden Verantwortlichen bestehen bleibt!


Der Sicherheitskoordinator

Der Sicherheitskoordinator besitzt eine koordinierende Funktion und unterstützt einerseits die Fachbereichs- oder Einrichtungsleitungen bei sicherheitsrelevanten Fragestellungen innerhalb Ihrer Einrichtung und fungiert andererseits als Ansprechpartner gegenüber der Universitätsverwaltung und Externen sowie als Vertreter im Arbeitsschutzausschuss (ASA).

Die Aufgaben und die rechtliche Stellung des Sicherheitskoordinators orientieren sich an § 22 SGB VII und § 20 GUV-V A 1 der gesetzlichen Unfallversicherung, wodurch mit der Ausübung der Funktion keine persönliche Haftung verbunden ist.