Informationen für Lehrende

Professuren und Juniorprofessuren


Beauftragsverfahren für Vertretungs- und Gastprofessoren sowie Gastdozenten/-wissenschaftler

Allgemeine Hinweise

Um den Fachbereichen frühzeitig die für die Semestervorbereitungen erforderliche Planungssicherheit geben zu können, wird für jedes Sommersemester und jedes Wintersemester eine entsprechende Semesterplanung für Vertretungs- und Gastprofessoren erstellt und im Präsidium mit entsprechenden zeitlichen Vorlauf abschließend beraten.

Die Anträge der Fachbereiche sind jeweils bis zum 10.05 eines Jahres für das Wintersemester und bis zum 10.11 eines Jahres für das Sommersemester an den Präsidenten zu stellen. Dem Antrag ist eine Begründung beizufügen, aus der ersichtlich wird, ob es sich bei der Beantragung um eine Vertretungs- oder Gastprofessur handelt.

Bei einem Antrag zur Vergabe einer Vertretungsprofessur muss beachtet werden, dass die freien – nicht vertretenen – Professorenstellen eines Fachbereichs bei der Vergabe der Lehrauftragsmittel Berücksichtigung finden. Hierbei wird ein Betrag von 7.500 € jährlich (pro Semester 3.750 €) je freie Professorenstelle zugewiesen.

Vertretungsprofessuren

Vertretungsprofessuren dienen zur Wahrnehmung einer vakanten Professorenstelle in Forschung, Lehre, Studienberatung und Prüfung. Von einer Vertretungsprofessur kann Gebrauch gemacht werden, wenn die Aufgaben vom vorhandenen Personal oder durch Lehraufträge nicht erfüllt werden können.

Die mit einer Vertretungsprofessur Beauftragten müssen die Einstellungsvoraussetzungen nach § 62 des Hessischen Hochschulgesetzes erfüllen.

Die Beauftragung für die Vertreterinnen und Vertreter einer Professur kann für maximal 4 Semester ausgesprochen werden. Die Beauftragung erfolgt in der Regel für die Vorlesungszeit eines Semesters.

Die übernommene Lehrverpflichtung entspricht der einer Professorin/ eines Professors gemäß der jeweils geltenden Lehrverpflichtungsverordnung an Hochschulen des Landes.

Gastprofessuren

Die Gastprofessuren dienen zur Ergänzung des Lehrangebotes. Die Beauftragten müssen die Einstellungsvoraussetzungen nach § 62 des Hessischen Hochschulgesetzes erfüllen. Die Beauftragung erfolgt in der Regel für die Vorlesungszeit eines Semesters.

Die übernommene Lehrverpflichtung entspricht der einer Professorin/ eines Professors gemäß der jeweils geltenden Lehrverpflichtungsverordnung an Hochschulen des Landes.

Gastdozenten/-wissenschaftler/-professoren (Ausland)

Das Präsidium stellt für ausländische Gastdozenten/-wissenschaftler finanzielle Mittel bereit. Anträge sind an die Abteilung für Entwicklungsplanung, Referat für Internationalisierung und Internationale Kooperationen zu stellen. Nach dortiger Prüfung werden die benannten Personen angeschrieben und an die Universität Kassel eingeladen. Voraussetzung ist eine Einbindung der Gastdozenten/  wissenschaftler in die Lehre mit einem Umfang von mindestens 6 Semesterwochenstunden für die Dauer des Aufenthaltes. 

Anträge für Gastprofessoren, die zu Lehr- und Forschungsaufenthalten im International Center for Development and Decent Work (ICDD) mit einer Förderung durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) an die Universität Kassel eingeladen werden sollen, sind an das ICDD zu richten.  Nach entsprechender Prüfung werden die benannten Personen eingeladen. Hierbei ist im Vorfeld zu beachten, dass eine Arbeitsaufnahme an der Universität Kassel erst mit Erteilung eines entsprechenden Visums mit einer Arbeitsgenehmigung als Gastwissenschaftler erfolgen kann. Die Visaerteilung ist zwingend vor Einreise nach Deutschland mit einer deutschen Auslandsvertretung abzuklären.

Beauftragungsverfahren

Bei der Benennung einer Person für eine Vertretungs- oder Gastprofessur sind folgende Unterlagen beizufügen:

  • Begründeter Antrag
  • Lebenslauf mit wissenschaftlichen Werdegang und entsprechenden Nachweisen
  • Publikationsverzeichnis
  • Lehrverzeichnis
  • Heimatanschrift
  • Dienststellung

Der Vorschlag ist auf dem Dienstweg einzureichen. 

Höhe der Vergütung

Die Vertretungs- und Gastprofessoren erhalten eine Bruttopauschalvergütung in Höhe von 4.500 € (für eine Beauftragung mit vollem Lehrdeputat). Bei Beauftragung mit geringerem Lehrdeputat wird die Vergütung entsprechend angepasst.

Die Vergütung ist in der Regel steuer- und sozialversicherungspflichtig. Im Rahmen einer Einzelfallprüfung kann das Vorliegen von Ausnahmetatbeständen (z.B. Abkommen zur Vermeidung von Doppelbesteuerung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Heimatland der zu beauftragenden Person) geklärt werden.

Ergänzt wird diese Vergütung um die Zahlung einer allgemeinen Entfernungspauschale, die sich nach der Entfernung des Hauptwohnsitzes der beauftragten Person zum Dienstort bemisst. Die Pauschale staffelt sich nach folgenden Beträgen:

  • 0 bis 49 km: 0 €
  • 50 bis 149 km: 160 €
  • 150 bis 249 km: 260 €
  • über 250 km: 360 €

Die Entfernungspauschale ist wie die Vergütung sozialversicherungspflichtig. Bei sämtlichen Vergütungen sind die Nebenkosten mit der Pauschalvergütung abgegolten, so dass kein Anspruch auf die Zahlung von Reisekosten bzw. Trennungsgeld mehr besteht.


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Dennis Reinold

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