Barrierefreiheit

Barrierefreiheit ist ... zunächst eine Selbstverständlichkeit, eine gesetzliche Vorgabe und nicht immer ganz einfach einzuhalten.

Rein formal geht es um den Zugang der Inhalte. Diese sollen unabhängig vom Ausgabegerät, den motorischen oder relevanten sensorischen Fähigkeiten der Nutzenden verfügbar sein. Da jedoch eins der wichtigsten Merkmale von barrierefreien Webseiten die Umsetzung nach Standards ist, profitieren alle von entsprechend optimierten Seiten.

Allerdings: Barrierefreiheit ist keineswegs ausschließlich eine technische Aufgabenstellung. Vielmehr müssen die Redakteurinnen und Redakteure mit jedem neuen Inhalt darum ringen.

Mehr zur Barrierefreiheit finden Sie in der Linksammlung.
Als Beispiel hier nur drei Hinweise zu den wichtigsten Aspekten im Rahmen der täglichen redaktionellen Arbeit:

  • Redundante Inhalte
    Für jede Audio- oder Bildinformation sollte ein vergleichbarer Inhalt, der mit einem anderen Sinnesorgan wahrgenommen werden kann, zur Verfügung stehen. Inhaltstragende Bilder werden demnach immer mit einem bildbeschreibenden alt-Attribut versehen.

  • Überschriften-Hierachie
    Längerer Texte sollten unbedingt mit Zwischenüberschriften gegliedert sein. Blinde und stark sehbehinderte Menschen „hangeln“ sich mit speziellen Vorlesegeräten von Überschrift zu Überschrift umd den Inhalt einer Seite besser erfassen zu können. Eine gute Strukturierung eines Textes erleichtert diese Orientierungsarbeit ungemein.

  • Fremdsprachige Wörter und Abkürzungen
    Vorlesegeräte (Screenreader) können fremdsprachige Wörter in deutschen Texten in der jeweiligen Sprache vorlesen, wenn diese Wörter entsprechend vorher gekennzeichnet wurden. Geschieht dies nicht, wird das Wort in jener Sprache ausgesprochen, die standardmäßig in den Metadaten der Webseite definiert ist – i.d.R. eben die deutsche Sprache. Ähnliches gilt für Abkürzungen, die beim ersten Auftreten erläutert werden müssen. Screenreader lesen diese bei Kleinschreibung der Buchstaben teilweise in einem Wort vor – für blinde und sehbehinderte Menschen wird die Abkürzung damit unverständlich.