Aktuelles

Treffen des Arbeitskreises Naturfaserverstärkte Kunststoffe der AVK e. V. mit einem Vortrag über Bioverbundwerkstoffe im Fachgebiet Kunststofftechnik

 „Naturfaserverstärkte Kunststoffe nehmen auch im Sichtbereich des automobilen Innenraums zunehmend Einzug (Stichwort: Visible Nature)“, so die Aussage eines Industrievertreters beim Arbeitskreistreffen. Der Arbeitskreis „Naturfaserverstärkte Kunststoffe“ der AVK (Industrievereinigung faserverstärkte Kunststoffe), der sich in den vergangenen Jahren vornehmlich mit Automobilanwendungen beschäftigt hat, trifft sich zweimal jährlich, tauscht Wissen aus und diskutiert über aktuelle Entwicklungen. Dr. Maik Feldmann berichtete den ca. 25 Teilnehmern in seinem Vortrag über vergangene und aktuelle Themen im Bereich der Naturfaserverbundwerkstoffe im Fachgebiet. Neben diesem Vortrag gab es zwei weitere Vorträge von Industrievertretern zur Anlagentechnik und zur Bewertung der ganzheitlichen Nachhaltigkeit von kenaffaserverstärkten Kunststoffen.


Antec 2018 in Orlando, Florida

Christian Kahl (links) und Jan-Christoph Zarges (rechts)

In diesem Jahr fand vom 07.05. – 10.05.2018 mit der „Antec“ eine der größten Kunststofftagungen weltweit im Orange County Convention Center in Orlando, Florida, parallel zur Kunststoffmesse NPE statt. Im Rahmen der Tagung wurden über 600 Vorträge aus Industrie und Forschung gehalten. Unter den Teilnehmern befanden sich Herr Dipl.-Ing. Jan-Christoph Zarges und Dipl.-Ing. Christian Kahl vom Fachgebiet Kunststofftechnik des Institutes für Werkstofftechnik. Herr Zarges hielt einen Vortrag zum Thema „Influence of the Fiber-Matrix-Interaction on the Fracture Behavior of Regenerated Cellulose Fiber reinforced Polypropylene” und Herr Kahl einen Vortrag zum Thema “Inline UV Light Irradiation of Cellulose and Glass Fibers in Pultrusion of Thermoplastic Composites”.


Erfolgreiche Hochschulkooperation: Fünf Jahre Kunststoffzentrum UNIpace

Die Stimmung war bestens, bei allen Beteiligten. Und das war auch kein Wunder. Vor fünf Jahren haben B. Braun und die Universität Kassel gemeinsam das Kunststoffanwendungszentrum UNIpace ins Leben gerufen. Am Donnerstag, 26. April 2018, wurde beim 54. Management Jour Fixe eine Zwischenbilanz gezogen – und die fiel rundum positiv aus. Eine „Win-win-win-Situation“ sei die Kooperation, sagte Dr. Oliver Grönlund, Vice President Development Center CoE IV Systems, der die Veranstaltung mit rund 130 Teilnehmern in der Melsunger Kulturfabrik moderierte. B. Braun habe Zugang zu einer richtungweisenden Technologie bekommen, die Hochschule ein neues Fachgebiet und die Studierenden die Möglichkeit, praxisorientiert zu lernen.

Prof. Dr. Hans-Peter Heim, Leiter des Fachgebiets Kunststofftechnik an der Uni Kassel, und UNIpace-Geschäftsführer Dr. Ralf-Urs Giesen stellten die Arbeit des Zentrums vor. Im Mittelpunkt stehe die Grundlagen- und Anwendungsforschung für einen Werkstoff, der wegen seiner Eigenschaften für die Medizintechnik besonders interessant ist: Flüssigsilikonkautschuk. Denn er ist weichmacherfrei, beständig gegen Hitze, Chemikalien und Umwelteinflüsse und nicht zuletzt: physiologisch unbedenklich. Und er mache es möglich, die aufwendige manuelle Montage von Bauteilen – etwa bei Infusionspumpen – durch ein automatisches Spritzverfahren zu ersetzen.

Rund 1,3 Millionen Euro wurden in das UNIpace bereits investiert. „Wir haben da Labore stehen, die weltweit einmalig sind in dieser Konzentration“, berichtete Prof. Heim. Zumindest in Deutschland gibt es keine vergleichbare Forschungseinrichtung. Genau das, sagte Juergen Stihl, Group Senior Vice President CoE IV Systems, sei auch der Grund gewesen, warum man die Silikon-Forschung zum Inhalt der strategischen Partnerschaft gemacht hat: „Wir wollten eine Exzellenzinitiative in diesem Bereich starten.“ Und man wollte nicht nur im eigenen Saft schmoren, sondern bewusst den Austausch mit anderen Unternehmen suchen, die ebenfalls mit UNIpace zusammenarbeiten. B. Braun-Vorstandsmitglied Markus Strotmann sprach von einer „Chance für B. Braun, anders an Dinge heranzugehen und Input von außen zu bekommen“. Das habe sich sehr bewährt.

Während B. Braun bei anderen Kunststoffbauteilen rund 90 Prozent selbst herstellt, stammt von den mehr als 80 derzeit verwendeten Silikonkomponenten erst ein einziges Teil aus eigener Produktion. Mithilfe der Forschung von UNIpace könnte sich das bald ändern. „Unser Ziel ist Insourcing“, sagte Michael Selk, Senior Vice President CoE Pain Control & CVC. „Die sehr erfolgreiche und sehr wertschöpfende Arbeit des Anwendungszentrums hat uns dabei einen Riesenschritt vorangebracht.“ So könnte bei der nächsten Generation der Infusionspumpe Easypump eine im UNIpace entwickelte Silikon-Spritzguss-Technologie zum Einsatz kommen, die die Zahl der Baugruppen massiv verringert. Und auch in anderen Bereichen könnten mit dieser Technik mehrere Funktionen in einem Bauteil verbunden werden – ein entscheidender Vorteil, wie Dr. Andreas Herold, Leiter des B. Braun Technology Center, betonte. „Das hilft uns, günstiger zu produzieren.“ Die erfolgreiche Kooperation mit UNIpace soll deshalb noch mindestens fünf Jahre weiterlaufen.


UNIpace & KCN auf der DKT 2018 in Nürnberg

Das Anwendungszentrum Kunststoffverarbeitung UNIpace und das Netzwerk Kunststoff Cluster Nordhessen, KCN, sind auf der diesjährigen Deutschen Kautschuk-Tagung vom 2. bis 5. Juli 2018 in Nürnberg präsent.

Weitere Informationen zur Tagung finden Sie hier.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in Halle 12 - Stand 356.


Workshop: Einführung in die Silikonverarbeitung

Am 08. Februar 2018 veranstalten das Netzwerk Kunststoff Cluster Nordhessen und das Anwendungszentrum UNIpace, einen Workshop zum Thema Einführung in die Silikonverarbeitung.

Herr Dr.-Ing. Ralf-Urs Giesen, der Geschäftsführer des UNIpace, und Kollegen werden innerhalb des Workshops über die Eigenschaften von Silikonen und deren Anwendungen, Verarbeitungstechniken-Spritzgießverfahren und Extrusionsverfahren - und über geeignete Prüfmethoden berichten. Das ausführliche Progamm finden Sie hier.

Eine Besichtigung der Labore und der vorhandenen technischen Ausstattung sowie ein Imbiss mit ausreichend Gelegenheit zum Informationsaustausch runden die Veranstaltung ab.

Die Kosten für die Teilnahme am Workshop betragen 150,-€/Person zzgl.Mehrwertsteuer. Darin enthalten sind die Verpflegung während der Veranstaltung sowie die Vortragsinhalte in digitaler Form.

Der Workshop findet in den Räumlichkeiten des Anwendungszentrums UNIpace statt - die Besuchsadresse finden Sie hier.

Für Fragen oder Anmeldungen zum Workshop steht Ihnen Herr Kevin Klier gern zur Verfügung.