Aktuelles

Schwarzheider Kunststoffkolloquium

Bild: Dr.-Ing. Jan-Christoph Zarges und Dr.-Ing. Johannes Fuchs

Zukünftige Herausforderungen in der Kunststofftechnik, Infrastruktur für Spritzguss und Compoundierung sowie Biopolymere Kreislaufwirtschaft waren nur einige der Themen, zu denen beim 17. Schwarzheider Kunststoffkolloquium präsentiert und diskutiert wurde. Im Rahmen dieser vom Kunststoff-Verbund Berlin Brandenburg (KuVBB) und dem Cluster Kunststoffe und Chemie Brandenburg organisierten Veranstaltung hielt auch Herr Dr.-Ing. Jan-Christoph Zarges vom Fachgebiet Kunststofftechnik einen Vortrag mit dem Thema „Cellulosefaser-verstärktes Polypropylen - Beschreibung des Bruchverhaltens mit Hilfe der Strukturcharakterisierung“.

Das Schwarzheider Kunststoffkolloquium fand am 24. und 25.09.2019 im Kulturhaus der BASF Schwarzheide statt und bot den ca. 70 Teilnehmern neben interessanten Vorträgen und Diskussion auch die Möglichkeit, die Compoundieranlage für PA und PBT zu besichtigen.


BPS 2019 in Vilnius, Litauen

Bild: Claudia von Boyneburgk, M.Sc.

Mit etwa 100 Teilnehmern aus 11 Ländern fand das 19. Baltic Polymer Symposium vom 18.09.2019 bis zum 20.09.2019 in Vilnius, Litauen, statt. Ausrichter waren in diesem Jahr die Vilnius University, die Kaunas University of Technology und die Lithuanian Chemical Society. In 30 Vorträgen sowie auf mehr als 60 Postern wurden Themen wie Polymersynthese, Polymerverarbeitung, Polymerrecycling, Composite sowie Nanotechnologie anschaulich präsentiert und diskutiert.

Das Fachgebiet Kunststofftechnik wurde dabei von Claudia von Boyneburgk, M.Sc. mit einem Vortrag unter dem Titel „Influence of the Adhesion on the Mechanical Characteristics of Self-Reinforced Polymer-Veneer-Composites“ vertreten. Des Weiteren stellte sie ein Poster von Marco Klute, M.Sc. mit dem Titel „Blending CA with PBS to Increase the Bonding Strength in Two-Component Injection Molding“ vor.


Studierendenexkursion nach Köln

Teilnehmer der Studierendenexkursion nach Köln
Einblicke in die Produktion der Firma M+S Silicon

Das FG Kunststofftechnik des Instituts für Werkstofftechnik organisierte im Sommersemester 2019 für interessierte Studierende eine Exkursion nach Köln. Die 25 Teilnehmer besuchten auf der Hinfahrt die Firma M+S Silicon in Dortmund (Foto). Neben einem sehr interessanten Vortrag über die Möglichkeiten und Entwicklungen der Silikonverarbeitung wurden sämtliche Produktionsanlagen des Standorts besichtigt. Hierzu gehörten unter anderem Profilextrusionsanlagen für Feststoffsilikonen, Pultrusionsanlagen für Textilschäuche und Walzwerke zum Aufbereiten der Silikonwerkstoffe.

Nachdem am zweiten Tag eine ausführliche Führung durch den Hohen Dom zu Köln und dessen Schatzkammer durchgeführt wurde, gab es ein ausgiebiges gemeinsames Mittagessen, das vom Innovationszentrum Kunststofftechnik e.V. gesponsort wurde. Hierbei und auch im Anschluss gab es reichlich Zeit, sich untereinander besser kennenzulernen und den Studierenden die aktuellen Themen am Institut näherzubringen. Ein Teil der Gruppe unternahm außerdem eine Virtual Reality Tour durch das Köln im Jahre 1900.

Das Programm der Exkursion wurde am dritten Tag durch einen Besuch des Chemparks in Leverkusen abgerundet. Neben einer geführten Busfahrt über das gesamte Gelände wurde hier das PUR-Technikum der Firma Covestro besichtigt. Dort wurde den Exkursionsteilnehmern ein Einblick in die Materialentwicklung, sowie die Herstellung und Analyse von PUR-Schäumen vorgestellt.

Organisiert und Begleitet wurde die Exkursion von Herrn Kevin Klier und Herrn Marco Klute, die sich an dieser Stelle auch im Namen des Instituts herzlich bei M+S Silicon, Covestro, dem Innovationszentrum Kunststofftechnik e.V. und dem Fachbereich 15 der Universität Kassel für die Möglichkeit der Durchführung der Exkursion bedanken möchten.


Workshop „Bio-Resist“

Im Rahmen der vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft durch die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) geförderten Studie zur „(Langzeit-) Beständigkeit von Biokunststoffen und Bioverbundwerkstoffen (Bio-Resist)“ fand am 25.06.2019 ein Workshop statt. Das Teilnehmerfeld setzte sich aus geladenen Expertinnen und Experten aus Industrie und Forschung zusammen. Moderiert wurde die Veranstaltung durch zwei Mitarbeiterinnen des Karlsruher Instituts für Technologie. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten während des Workshops die zu ergreifenden Maßnahmen, um insbesondere technische Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe beständiger und somit auch für kunststoffverarbeitende Unternehmen interessanter zu machen. Hierzu wurden beispielsweise gemeinsam Roadmaps entwickelt, welche die zukünftig benötigten Forschungsaktivitäten aufzeigen sollen.


Hessentag 2019 in Bad Hersfeld

Bild: Direktoriums-Sprecher des Netzwerks der LOEWE-Forschungsvorhaben ProLOEWE Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Heim sowie Staatssekretärin des Hessichen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst Ayse Asar

Bei dem Hessentag 2019 in Bad Hersfeld stellte sich der LOEWE-Schwerpunkt Allegro vor. Das Forschungsprojekt, bei dem es sich um eine Kooperation mit der Universität Darmstadt handelt, beschäftigt sich mit hochfestem Aluminium und deren Herstellungsprozessen in der Zukunft.

Zu Besuch waren der Direktoriums-Sprecher des Netzwerks der LOEWE-Forschungsvorhaben ProLOEWE Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Heim sowie die Staatssekretärin des Hessichen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst Ayse Asar, die sich über den aktuellen Stand der Forschung informierten. 

 

 


Weitere Informationen zum Forschungsprojekt TETHOK sind unter www.baukunsterfinden.org/en/research/projects/textile-tectonics-for-wood-construction/ zu finden.

Forschungsverbund TETHOK auf der LIGNA 2019

Mit über 1.500 Ausstellern auf 132.000 m² Fläche und über 90.000 Besuchern zeigte die LIGNA in Hannover, die Weltleitmesse für Werkzeuge, Maschinen und Anlagen zur Holzbearbeitung und Holz-verarbeitung vom 27. bis 31. Mai 2019 Innovationen und Anwendungen für die gesamte Branche. Mit dabei war in diesem Jahr auch der Forschungsverbund TETHOK – Textile Tektonik für den Holzbau, der Universität Kassel. Der aktuell von sechs Instituten der Universität gebildete Verbund präsentierte auf einem eigens angefertigten Messestand die aktuell laufenden Forschungsarbeiten des von der Programmlinie Zukunft der Universität Kassel geförderten Projekts. Basis für die Untersuchungen bildet der Rohstoff Weide, welcher innerhalb verschiedener Ansätze und Prozesse betrachtet und verarbeitet wird. Für das Institut für Werkstofftechnik, Kunststofftechnik, war Frau Claudia von Boyneburgk, M. Sc., vor Ort, um ihre Arbeiten zur Einbettung von Weidengeweben in thermoplastische Kunststoffe zu präsentieren und mit interessierten Messebesuchern zu diskutieren.

 

 


Thermografie-Workshop

Bild: Dr. Ralf-Urs Giesen und Herr Kipp (v.l.n.r.)

Möglichkeiten und Grenzen der Thermografie

Am 22. März 2019 luden das Netzwerk Kunststoff Cluster Nordhessen, KCN, in Kooperation mit dem Unternehmen INFRATEC und dem Anwendungszentrum UNIPACE des Fachgebietes Kunststofftechnik zu einem Workshop im Themenbereich der Thermografie ein. Der Workshop sollte Gelegenheit bieten, einen Eindruck über die Technologie zu gewinnen und mehr über die Möglichkeiten der Thermografie zu erfahren.

Herr Dr. Giesen vom Anwendungszentrum UNIPACE und Herr Kipp von der Firma INFRATEC konnten gemeinsam 22 Teilnehmer aus Industrie und Wissenschaft begrüßen.

Herr Kipp informierte die Anwesenden über die Themen-bereiche Allgemeines zur Thermografie, über Infrarot Systeme und über besondere Thermografie-Anwendungen.

Hierbei wurden die aktive und passive Thermografie angesprochen, strahlungsphysikalische Besonderheiten erläutert sowie gekühlte und nicht gekühlte „High-End-Thermo-grafie Systeme“ vorgestellt.

Im Themenfeld der Anwendungen wurden fertigungstechnische Aspekte angesprochen, die Kunststofftechnik im Allgemeinen sowie die Nutzung der Thermografie in der Fügetechnik. Der Bereich Wissenschaft, Forschung und Entwicklung, zerstörungsfreie Werkstoffprüfung und die Aktivthermografie wurden thematisiert ebenso wie die Mikro- und High-Speed-Thermografie.

  


Treffen der WAK-Nachwuchsforscher an der Universität Duisburg-Essen

Teilnehmer des WAK-Nachwuchsforschertreffens bei einem Besuch der Covestro AG in Leverkusen

Im Rahmen des WAK-Nachwuchsforschertreffens tauschen sich etwa halbjährlich Vertreter der Universitätsprofessoren und anderer Forschungseinrichtungen des wissenschaftlichen Arbeitskreises Kunststoffe (WAK) über Neuigkeiten und Entwicklungen an den Instituten aus und besichtigen das jeweils einladende Institut. Am 6. und 7. Dezember 2018 lud das Institut für Produkt Engineering durch den Oberingenieur Jens Siepmann, M.Sc. zu einem Besuch an der Universität Duisburg-Essen ein. Das Institut für Werkstofftechnik der Universität Kassel war durch Dr.-Ing. Jan-Christoph Zarges vertreten.

Am ersten Tag erfolgte nach einer kurzen Vorstellungsrunde zunächst eine Vorstellung des Instituts für Produkt Engineering mit einem anschließenden Rundgang durch das Verarbeitungstechnikum und am Nachmittag ein Besuch der Covestro AG in Leverkusen (siehe Foto) mit einer sehr interessanten Führung durch das moderne Anwendungstechnikum. Mit einem gemeinsamen Abendessen am Duisburger Innenhafen fand der Tag einen schönen Abschluss.

Der zweite Tag begann mit einem regen Austausch der sieben Teilnehmer über aktuelle Themen und Entwicklungen an den Instituten und einem anschließenden Vortrag über die Auslegung und automatisierte Optimierung von Extrusionswerkzeugen. Aufgrund der langen Tradition der Stahlverarbeitung in Duisburg hatte Herr Siegmann im Anschluss eine Werksbesichtigung der Hüttenwerke Krupp Mannesmann organisiert, in der den Teilnehmern die beeindruckenden Dimensionen und Produktionsmengen von einem der führenden europäischen Roheisen- und Stahlproduzenten dargestellt wurden


Fachsymposium - Naro.tech 2018 in Rudolstadt

Bild: Nicole Gemmeke M.Sc. und Prof Dr.-Ing. Hans-Peter Heim

Die Naro.tech 2018 fand nach einer längeren Pause dieses Jahr am 22.11.2018 in Rudolstadt statt. Das Statusseminar wurde von der Forschungsvereinigung Werkstoffe aus nachhaltigen Rohstoffen e.V. (Rudolstadt), der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (Jena) und dem Thüringischen Instituts für Textil- und Kunststoff-Forschung Rudolstadt e.V. ausgerichtet. Im Mittelpunkt stand die stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe, die im Rahmen von 12 Fachvorträgen beleuchtet wurde. Das Fachgebiet Kunststofftechnik, der Universität Kassel war durch Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Heim und Nicole Gemmeke M.Sc. vertreten. Frau Gemmeke berichtete über die Anwendungen und Potentiale von flammgeschützten cellulosefaserverstärkten PBT und PTT Compounds in Elektro und Elektronikanwendungen in ihrem Vortrag.


Cellmat 2018

Bild: Dipl.-Ing. Mike Tromm auf der Cellmat 2018

Vom 26. bis zum 28. Oktober 2018 fand im Bildungszentrum Kloster Banz in Bad Staffelstein die 5. Cellmat Conference statt. Dort wurden den 110 Teilnehmern ca. 80 Fachvorträge und 19 Poster über verschiedene zellulare Materialien geboten.

Seitens des Institutes für Werkstofftechnik - Fachgebiet Kunststofftechnik hat Herr Dipl.-Ing. Mike Tromm mit einen Vortrag zum Thema „Mechanismus und aktive Kontrolle der Zellformation im Schaumspritzguß" hierzu beigetragen. Frau Svenja Marl M.Sc. hat einen Vortrag über die „Herstellung und Analyse von Schäumen aus Flüssigsilikonkautschuk und expandierbaren Mikrosphären" gehalten.

Zusätzlich gab es aus dem Fachgebiet Metallische Werkstoffe einen Vortrag von Herrn Tizian Arold M.Sc. über „das mechanische Verhalten und die Deformationscharakteristiken von additiv gefertigten, zellularen Strukturen“.


PPS Americas

Bild: Dr.-Ing. Johannes Fuchs

Die PPS Americas fand vom 05.-09.11.2018 in Boston (USA) statt. Die Tagung mit ca. 200 Teilnehmern wurde in diesem Jahr von der University of Massachusetts Lowell organisiert. Die Vortrags- und Posterthemen waren sehr breit angesiedelt und beinhalteten unter anderem die Schwerpunkte Verarbeitung (Spritzguss, Extrusion etc.), Blends, Beständigkeit oder auch den 3D-Druck. Das Fachgebiet Kunststofftechnik wurde durch den Abteilungsleiter Materialentwicklung und Verbundwerkstoffe Herrn Dr.-Ing. Johannes Fuchs vertreten, der in seinem Keynote-Vortrag mit dem Titel „Starch Blends with PLA: Modification of Starch Granules and Influence of Particle Geometry“ aktuelle Ergebnisse zu seinen Arbeiten im Bereich der Stärkeblends vorstellte.


Röchling Preis des WAK 2018 geht an Mohammad Ali Nikousaleh

Bild 1: v.l.n.r. Prof. Dr.-Ing. Michael Gehde (TU Chemnitz), Mohammad Ali Nikousaleh M. Sc., Dr.-Ing. Axel Höfter (Röchling)
Bild 2: v.l.n.r. Michael Hartung M. Sc. (Betreuer und wiss, Mitarbeiter FG Kst/UNIpace, Mohammad Ali Nikousaleh M. Sc, Dr.-Ing. Ralf-Urs Giesen (Geschäftsführer UNIpace)

Der Röchling – Preis 2018 für neue hybride Werkstoffe, Systeme und Prozesstechniken auf Basis von Kunststoffen, der durch den Wissenschaftliche Arbeitskreis der Universitäts-Professoren der Kunststofftechnik (WAK) für herausragende Masterarbeiten verliehen wird geht dieses Jahr an Mohammad Ali Nikousaleh von der Universität Kassel – Institut für Werkstofftechnik. Herr Nikousaleh konnte mit seiner Arbeit zum Thema: „Untersuchung der UVC-Bestrahlung als Oberflächenaktivierungsmethode für Bisphenol A Polycarbonate zur Erzeugung von Haftung zu Flüssigsilikonkautschuken“ die Jury überzeugen. Der Preis ist mit 3500 € dotiert. Herr Nikousaleh verfasste die Masterarbeit im Anwendungszentrum UNIpace des Fachgebietes Kunststofftechnik, welches unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Heim steht.

Herr Nikousaleh hat in seiner Masterarbeit grundlegende Untersuchungen zur Auswirkung von zwei unterschiedlichen Quecksilberniederdruckstrahler mit Wellenlängen von ausschließlich 254 nm (ozonfrei) und in Kombination mit 185 nm (ozonerzeugend) zur Aktivierung von Polycarbonaten  unternommen. Im ersten Teil der Arbeit untersuchte er die Strahlungsintensitäten der Lampen sowie den Einfluss von Ozon auf die Oberfläche von Polycarbonaten. Mithilfe von FTIR, Kontaktwinkel und Laser-Scanning Mikroskopie wurde im Kontext zur wissenschaftlichen Literatur, die chemischen Umlagerungsprozesse erkannt und diskutiert. Im zweiten Teil der Arbeit wurden Mehrkomponentenprüfkörper nach der Richtlinie VDI 2019 aus PC und LSR hergestellt. Hierbei wurde aufgezeigt welche Strahlungsintensitäten zu einer definierten Haftung führen. Es wurde aber auch erkannt, dass eine Überdosis an Strahlen negative Effekte auf den Haftverbund haben. Die Ergebnisse der Arbeit tragen dazu bei eine neue Materialkombination, PC im Verbund mit LSR, in industrielle Anwendungen zu bringen.


Gelungene Erstsemestereinführung: Frühstück mit Profs

Dipl.-Ing. Lucas Bogedale, Dr.-Ing. Johannes Fuchs, Dominik Bergener und Nicole Gemmeke M.Sc. (v.l.n.r)

Im Rahmen der „welcomING days“ für Erstsemester fand am 16.10.2018 im Foyer des Campuscenters ein „Frühstück mit Profs“ statt. Die Veranstaltung sollte den neuen Studentinnen und Studenten die Gelegenheit zur persönlichen Kontaktaufnahme mit ihren künftigen Lehrenden sowie Einblicke in die einzelnen Fachgebiete am Fachbereich Maschinenbau geben. Das Fachgebiet Kunststofftechnik zeigte auf einem Poster die aktuellen Themenschwerpunkte und demonstrierte anhand eines Mini-Extruders den Ablauf einer Folienextrusion von biobasiertem Polyethylen. Die Studentinnen und Studenten zeigten großes Interesse, wobei insbesondere die praktische Vorführung der Folienherstellung für Begeisterung bei den angehenden Ingenieurinnen und Ingenieuren sorgte. Viele Fragen rund um die Kunststofftechnik wurden hierbei gestellt und von den Mitarbeitern vor Ort beantwortet.


BPS 2018 in Jurmala, Lettland

Bild: Claudia von Boyneburgk M.Sc.

Das Baltic Polymer Symposium wird im jährlichen Turnus in den drei baltischen Staaten Lettland, Litauen und Estland ausgerichtet. Die diesjährige Konferenz fand vom 12.-14. September etwa 20 km von Riga entfernt in Jurmala, Lettland, in direkter Nähe zur Ostsee statt. Ausrichter waren das Institute of Polymer Materials und das Institute of Technical Physics der Riga Technical University (RTU) sowie das Latvian State Institute of Wood Chemistry. Die etwa 120 Teilnehmer reisten, neben den bereits genannten Staaten, unter anderem aus Russland, Polen, Schweden, Spanien und sogar Taiwan zur diesjährigen 18. Konferenz an. In 33 Vorträgen und auf über 70 Postern wurden Themen aus dem Bereich der Kunststofftechnik anschaulich dargestellt.

Das Fachgebiet Kunststofftechnik wurde dabei von Claudia von Boyneburgk, M.Sc mit einem Vortrag unter dem Titel „Self-Reinforced Polymer-Veneer-Composites – Characteristics under Impact Load“ vertreten.


Das Land Hessen feiert

Das Land Hessen feierte am 24.08.2018 im Rahmen eines Festakts an der Goethe Universität in Frankfurt das 10jährige Jubiläum des Forschungsförderprogramms LOEWE (Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz). Zu diesem Anlass waren auch der LOEWE-Schwerpunkt „Safer Materials“ der Universität Kassel mit seinem Sprecher Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Heim und dem Geschäftsführer Dr.-Ing. Jan-Christoph Zarges eingeladen und erhielten dort die Möglichkeit, den anwesenden Mitgliedern der Landesregierung sowie den Vertreterinnen und Vertretern weiterer LOEWE-Projekte und -Schwerpunkte die Inhalte und Ergebnisse des Schwerpunkts zu präsentieren.

Neben Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier, dem Wissenschaftsminister Boris Rhein und dem ehemaligen Ministerpräsidenten Roland Koch unterstrich auch der Vorsitzende des LOEWE-Programmbeirats, Prof. Dr. Karl Max Einhäupl (Vorstandsvorsitzender Charité Berlin),in seiner Rede die Notwendigkeit und den Erfolg des Förderprogramms in den vergangenen zehn Jahren.

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.hessen.de/presse/pressemitteilung/land-hessen-feiert-zehn-jahre-loewe-0


Verleihung der Sophie-Henschel-Medaille an Prof. Dr. Hans-Peter Fink

Prof. Dr. habil. Hans-Peter Fink und Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Heim (v.l.n.r.)

Im Rahmen einer feierlichen Zusammenkunft im Institut für Werkstofftechnik wurde am 3. Juli 2018 Herrn Prof. Dr. habil. Hans-Peter Fink die Sophie-Henschel-Medaille verliehen. Diese Auszeichnung vergibt das Institut für Werkstofftechnik an Persönlichkeiten, die das Institut in besonderer Weise gefördert und sich in Lehre und Forschung verdient gemacht haben. Die Medaille ist, wie auch das Institutsgebäude, nach Sophie Henschel (1841-1915) benannt, die über sechzehn Jahre die Firma Henschel und Sohn leitete und sich in großem Maße auch für die sozialen Belange der Stadt Kassel engagierte.

Mit der Sophie-Henschel-Medaille werden die langjährigen Verdienste von Prof. Fink um die Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Werkstofftechnik und dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung (IAP) in Potsdam-Golm auf dem Gebiet der Biopolymerwerkstoffe gewürdigt. Die fruchtbare Zusammenarbeit begann bereits in den 1990er Jahren durch gegenseitige Unterstützung bei Promotionsarbeiten und erste gemeinsame Forschungsarbeiten. Als Institutsleiter des Fraunhofer IAP (2006-2015) hatte er wesentlichen Anteil an der Intensivierung dieser Kooperation, die bis zum heutigen Tage besteht und viele gemeinsame Forschungsprojekte sowie interessante Veröffentlichungen ermöglichte. Schon früh bereicherte Prof. Fink auch die Lehre der Universität Kassel durch Beiträge in Seminaren und Einzelvorlesungen. Dies führte schließlich zu seiner Berufung als Honorarprofessor durch die Universität Kassel und einer Vorlesung zum Thema „Strukturcharakterisierung von biobasierten Polymerwerkstoffen“, die seit 2007 jährlich am IfW angeboten wird.

Wir danken Herrn Prof. Dr. Hans-Peter Fink herzlich für sein großes Engagement und die hervorragende Zusammenarbeit in den letzten 25 Jahren und wünschen ihm für die Zukunft weiterhin alles Gute.


Promotion von Dipl.-Ing. Jan-Christoph Zarges

v. l. n. r. Prof. Dr. rer. nat. Bernhard Middendorf, Prof. Dr.-Ing. habil. Berthold Scholtes, Prof. Dr. habil. Hans-Peter Fink, Dipl.-Ing. Jan-Christoph Zarges, Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Heim

Als Abschluss des Promotionsverfahrens von Dipl.-Ing. Jan-Christoph Zarges fand am 03.07.2018 die Disputation statt. Die Dissertation trägt den Titel "Charakterisierung des Bruchverhaltens von Polypropylen-Celluloseregeneratfaser-Verbunden“ und entstand im Rahmen des LOEWE-Forschungsschwerpunktes Safer Materials. Herr Zarges wird nach seiner Promotion neuen Herausforderungen am Institut für Werkstofftechnik – Kunststofftechnik entgegentreten.


Promotion von Dipl.-Ing. Johannes Fuchs zum Thema Stärkeblends

v. l. n. r. Prof. Dr.-Ing. Jens Hesselbach, Prof. Dr.-Ing. habil. Berthold Scholtes, Dipl.-Ing. Johannes Fuchs, Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Heim, Herrn Prof. Dr. habil. Hans-Peter Fink

Herr Dipl.-Ing. Johannes Fuchs schloss am Montag, den 25.06.2018, sein Promotionsverfahren mit der Disputation ab. Der Titel seiner Arbeit lautet “Blends aus Stärke und PLA – Prozessintegrierte Trocknung und Vernetzung - Struktur - Eigenschaften“. Die Arbeit entstand im Rahmen seiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Werkstofftechnik – Kunststofftechnik. Herr Fuchs bleibt dem Institut für Werkstofftechnik – Kunststofftechnik auch nach der Promotion in einer neuen Position erhalten.


Auszeichnung für das Fachgebiet Kunststofftechnik mit dem PPS Best Poster Award

Verleihung des Poster-Awards durch den Präsidenten der PPS Professor M. Cengiz Altan (links) an Philipp Sälzer (rechts)

Claudia von Boyneburgk M.Sc. zeigte bei der 34. Konferenz der Polymer Processing Society, dass es nicht immer ein Vortrag sein muss, um ein wissenschaftliches Thema nachhaltig zu präsentieren. Ihr Posterbeitrag mit dem Titel “Characteristics of Self-Reinforced Polymer-Veneer-Composites under Impact Stress” überzeugte das Komitee der PPS und erhielt einen der begehrten Best Poster Awards.

Das Poster stellt die Kombination zweier im Fachgebiet Kunststofftechnik relevanter Themenbereiche dar, nämlich das Verpressen eigenverstärkter Kunststoffgewebe mit Furnierholz. Dadurch ergeben sich vielfältige neue Anwendungsmöglichkeiten für die beiden Werkstoffe bei gleichzeitig sehr guten mechanischen Eigenschaften. Insbesondere die Impact-Eigenschaften konnten im Vergleich zu herkömmlichen Furnierprodukten signifikant verbessert werden.

Nach einer sehr gut besuchten Poster-Session, die von fachlichen Diskussionen und interessanten Gesprächen geprägt war, wurden in der Abschlusszeremonie am letzten Tag der Konferenz die besten Poster ausgezeichnet. Der Präsident der PPS, Professor M. Cengiz Altan, überreichte den Best Poster Award, der stellvertretend von Philipp Sälzer entgegengenommen wurde.


Messeauftritt ein voller Erfolg

Messeauftritt des Anwendungszentrums UNIpace auf der DKT 2018 in Nürnberg

Das Anwendungszentrum Kunststoffverarbeitung UNIpace und das Netzwerk Kunststoff Cluster Nordhessen, KCN, waren auf der diesjährigen Deutschen Kautschuk-Tagung mit einem eigenen Messestand vertreten.

Auf dem Messegelände in Nürnberg trifft sich alle drei Jahre das „Who is Who“ der Kautschuk-Branche. Als Schwerpunkte des diesjährigen Tagungsprogramms, welches parallel zur Fachausstellung stattfindet, waren unter anderem die Themen Nachhaltigkeit, Neue Technologien und Märkte, die Simulation sowie die Verarbeitung von Kautschuk und Elastomeren. Hier steuerte UNIpace ein Poster zum Thema „Analyse des Mischprozess von Festsilikonkautschuk“ bei.

Das Anwendungszentrum UNIpace zeigte als Messeanwendung ein geschäumtes Bauteil aus Flüssigsilikonkautschuk: Mit Hilfe von thermoplastischen Mikrosphären der Firma Akzo Nobel konnte das Silastic LTC 9400-50 von Dow Silicones mit nahezu 50 % Gewichtseinsparung realisiert werden. Der Ohrstopfen wurde auf einer Babyplast-Spritzgießmaschine mit Hilfe eines selbstentwickelten Werkzeuges verarbeitet.


Erste Promotion zum Thema Silikonkautschuk

Von links nach rechts: Prof. Dr.-Ing. Angela Ries, Prof. Dr.-Ing. Daniel Paßmann (FH Bielefeld), Herr Dipl.-Ing. Christof Schlitt, Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Heim und Prof. Dr.-Ing. Michael Fister

Herr Dipl.-Ing. Christof Schlitt schloss am Montag, den 18.06.2018, sein Promotionsverfahren mit der Disputation ab. Er fertigte seine Doktorarbeit neben seiner Tätigkeit als Projektingenieur bei der B.Braun Melsungen AG an. Sein Thema lautet: „Verbunde aus Thermoplasten und Flüssigsilikonen mit unterschiedlichen Mechanismen zur Initiierung der Vernetzung hergestellt im Mehrkomponenten-Spritzgießverfahren“.

Wir gratulieren dir auf diesem Weg sehr herzlich und wünschen dir für deine berufliche Zukunft viel Erfolg.


Wissenschaftlicher Arbeitskreis Kunststofftechnik (WAK) - Nachwuchstreffen an der TU Clausthal

Mitglieder des wissenschaftlichen Arbeitskreises Kunststofftechnik

„Glück Auf“ war das inoffizielle Motto des letzten WAK-Nachwuchstreffens am 21. und 22.6. an der TU Clausthal, das durch den Oberingenieur des dortigen Institutes (PuK) Dr. Leif Steuernagel sowie seinen Mitarbeiter Alexej Kusmin organisiert wurde. Das Institut für Werkstofftechnik der Universität Kassel war durch Dr. Maik Feldmann vertreten. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde mit Institutsleiter Prof. Dr.-Ing. D. Meiners war ein Fachvortrag über den Einfluss von nanoskaligen Additiven bei der Fasertränkung angesetzt. Nach anschließender Diskussion erfuhren die neun Vertreter des WAKs Geschichtliches über den Bergbau in der Harzregion (siehe Foto). Traditionell wurde am zweiten Tag ein regionales Unternahmen besucht. Im Hinblick auf Metall-Kunststoff-Hybride werden auch zunehmend klassische Metallfügeverfahren interessant für die Kunststofftechnik. Das Unternehmen Eckold bot den Wissenschaftlern einen interessanten Einblick in die Umform- und Fügeverfahren sowie deren Anlagenfertigung. Motiviert durch die Gespräche am Vorabend wurde neben dem Austausch von Neuigkeiten an den Instituten in der Abschlussdiskussion intensiv über die Themen Datensicherung und -speicherung sowie Urheberrecht diskutiert. Diese Diskussion soll beim nächsten Treffen fortgesetzt werden, da diese Themen im Wissenschaftsmanagement in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen werden.


Treffen des Arbeitskreises Naturfaserverstärkte Kunststoffe der AVK e. V. mit einem Vortrag über Bioverbundwerkstoffe im Fachgebiet Kunststofftechnik

 „Naturfaserverstärkte Kunststoffe nehmen auch im Sichtbereich des automobilen Innenraums zunehmend Einzug (Stichwort: Visible Nature)“, so die Aussage eines Industrievertreters beim Arbeitskreistreffen. Der Arbeitskreis „Naturfaserverstärkte Kunststoffe“ der AVK (Industrievereinigung faserverstärkte Kunststoffe), der sich in den vergangenen Jahren vornehmlich mit Automobilanwendungen beschäftigt hat, trifft sich zweimal jährlich, tauscht Wissen aus und diskutiert über aktuelle Entwicklungen. Dr. Maik Feldmann berichtete den ca. 25 Teilnehmern in seinem Vortrag über vergangene und aktuelle Themen im Bereich der Naturfaserverbundwerkstoffe im Fachgebiet. Neben diesem Vortrag gab es zwei weitere Vorträge von Industrievertretern zur Anlagentechnik und zur Bewertung der ganzheitlichen Nachhaltigkeit von kenaffaserverstärkten Kunststoffen.


PPS 2018 in Taipeh, Taiwan

Ralf-Urs Giesen (links) und Philipp Sälzer (rechts)

Die jährliche internationale Konferenz der Polymer Processing Society, die in diesem Jahr zum 34. Mal stattfand, wurde von der Chang Gung University vom 21.-25. Mai in Taipeh ausgerichtet. Die etwa 500 Teilnehmer aus aller Welt präsentieren über 320 Vorträge sowie weitere 160 Poster in insgesamt 23 verschiedenen Themengebieten.

Das Fachgebiet Kunststofftechnik wurde dabei von Dr.-Ing. Ralf-Urs Giesen und Dipl.-Ing. Philipp Sälzer vertreten. Herr Giesen hielt im Symposium “Rubber and elastomers“ einen Vortrag mit dem Titel “Injection Moulding of Liquid Silicone Rubber Foams“ und Herr Sälzer war im Symposium “Polymer composites” mit einem Vortrag zum Thema “Correlation between Processing and Mechanical Properties of Composites with Organic Fillers“ vertreten.

Ergänzt wurden die Vorträge außerdem durch einen Posterbeitrag von Claudia von Boyneburgk (M.Sc.) mit dem Thema “Characteristics of Self-Reinforced Polymer-Veneer-Composites under Impact Stress“. Ebenso wie die Vorträge war auch die Poster-Session sehr gut besucht, sodass es zu vielen interessanten Diskussionen und fachlichen Gesprächen kam. Umso mehr freut es uns, dass der Posterbeitrag von Frau von Boyneburgk von der Jury der Polymer Processing Society mit einem der begehrten Best Poster Awards ausgezeichnet wurde.


Antec 2018 in Orlando, Florida

Christian Kahl (links) und Jan-Christoph Zarges (rechts)

In diesem Jahr fand vom 07.05. – 10.05.2018 mit der „Antec“ eine der größten Kunststofftagungen weltweit im Orange County Convention Center in Orlando, Florida, parallel zur Kunststoffmesse NPE statt. Im Rahmen der Tagung wurden über 600 Vorträge aus Industrie und Forschung gehalten. Unter den Teilnehmern befanden sich Herr Dipl.-Ing. Jan-Christoph Zarges und Dipl.-Ing. Christian Kahl vom Fachgebiet Kunststofftechnik des Institutes für Werkstofftechnik. Herr Zarges hielt einen Vortrag zum Thema „Influence of the Fiber-Matrix-Interaction on the Fracture Behavior of Regenerated Cellulose Fiber reinforced Polypropylene” und Herr Kahl einen Vortrag zum Thema “Inline UV Light Irradiation of Cellulose and Glass Fibers in Pultrusion of Thermoplastic Composites”.


Erfolgreiche Hochschulkooperation: Fünf Jahre Kunststoffzentrum UNIpace

Die Stimmung war bestens, bei allen Beteiligten. Und das war auch kein Wunder. Vor fünf Jahren haben B. Braun und die Universität Kassel gemeinsam das Kunststoffanwendungszentrum UNIpace ins Leben gerufen. Am Donnerstag, 26. April 2018, wurde beim 54. Management Jour Fixe eine Zwischenbilanz gezogen – und die fiel rundum positiv aus. Eine „Win-win-win-Situation“ sei die Kooperation, sagte Dr. Oliver Grönlund, Vice President Development Center CoE IV Systems, der die Veranstaltung mit rund 130 Teilnehmern in der Melsunger Kulturfabrik moderierte. B. Braun habe Zugang zu einer richtungweisenden Technologie bekommen, die Hochschule ein neues Fachgebiet und die Studierenden die Möglichkeit, praxisorientiert zu lernen.

Prof. Dr. Hans-Peter Heim, Leiter des Fachgebiets Kunststofftechnik an der Uni Kassel, und UNIpace-Geschäftsführer Dr. Ralf-Urs Giesen stellten die Arbeit des Zentrums vor. Im Mittelpunkt stehe die Grundlagen- und Anwendungsforschung für einen Werkstoff, der wegen seiner Eigenschaften für die Medizintechnik besonders interessant ist: Flüssigsilikonkautschuk. Denn er ist weichmacherfrei, beständig gegen Hitze, Chemikalien und Umwelteinflüsse und nicht zuletzt: physiologisch unbedenklich. Und er mache es möglich, die aufwendige manuelle Montage von Bauteilen – etwa bei Infusionspumpen – durch ein automatisches Spritzverfahren zu ersetzen.

Rund 1,3 Millionen Euro wurden in das UNIpace bereits investiert. „Wir haben da Labore stehen, die weltweit einmalig sind in dieser Konzentration“, berichtete Prof. Heim. Zumindest in Deutschland gibt es keine vergleichbare Forschungseinrichtung. Genau das, sagte Juergen Stihl, Group Senior Vice President CoE IV Systems, sei auch der Grund gewesen, warum man die Silikon-Forschung zum Inhalt der strategischen Partnerschaft gemacht hat: „Wir wollten eine Exzellenzinitiative in diesem Bereich starten.“ Und man wollte nicht nur im eigenen Saft schmoren, sondern bewusst den Austausch mit anderen Unternehmen suchen, die ebenfalls mit UNIpace zusammenarbeiten. B. Braun-Vorstandsmitglied Markus Strotmann sprach von einer „Chance für B. Braun, anders an Dinge heranzugehen und Input von außen zu bekommen“. Das habe sich sehr bewährt.

Während B. Braun bei anderen Kunststoffbauteilen rund 90 Prozent selbst herstellt, stammt von den mehr als 80 derzeit verwendeten Silikonkomponenten erst ein einziges Teil aus eigener Produktion. Mithilfe der Forschung von UNIpace könnte sich das bald ändern. „Unser Ziel ist Insourcing“, sagte Michael Selk, Senior Vice President CoE Pain Control & CVC. „Die sehr erfolgreiche und sehr wertschöpfende Arbeit des Anwendungszentrums hat uns dabei einen Riesenschritt vorangebracht.“ So könnte bei der nächsten Generation der Infusionspumpe Easypump eine im UNIpace entwickelte Silikon-Spritzguss-Technologie zum Einsatz kommen, die die Zahl der Baugruppen massiv verringert. Und auch in anderen Bereichen könnten mit dieser Technik mehrere Funktionen in einem Bauteil verbunden werden – ein entscheidender Vorteil, wie Dr. Andreas Herold, Leiter des B. Braun Technology Center, betonte. „Das hilft uns, günstiger zu produzieren.“ Die erfolgreiche Kooperation mit UNIpace soll deshalb noch mindestens fünf Jahre weiterlaufen.


UNIpace & KCN auf der DKT 2018 in Nürnberg

Das Anwendungszentrum Kunststoffverarbeitung UNIpace und das Netzwerk Kunststoff Cluster Nordhessen, KCN, sind auf der diesjährigen Deutschen Kautschuk-Tagung vom 2. bis 5. Juli 2018 in Nürnberg präsent.

Weitere Informationen zur Tagung finden Sie hier.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in Halle 12 - Stand 356.


Workshop: Einführung in die Silikonverarbeitung

Am 08. Februar 2018 veranstalten das Netzwerk Kunststoff Cluster Nordhessen und das Anwendungszentrum UNIpace, einen Workshop zum Thema Einführung in die Silikonverarbeitung.

Herr Dr.-Ing. Ralf-Urs Giesen, der Geschäftsführer des UNIpace, und Kollegen werden innerhalb des Workshops über die Eigenschaften von Silikonen und deren Anwendungen, Verarbeitungstechniken-Spritzgießverfahren und Extrusionsverfahren - und über geeignete Prüfmethoden berichten. Das ausführliche Progamm finden Sie hier.

Eine Besichtigung der Labore und der vorhandenen technischen Ausstattung sowie ein Imbiss mit ausreichend Gelegenheit zum Informationsaustausch runden die Veranstaltung ab.

Die Kosten für die Teilnahme am Workshop betragen 150,-€/Person zzgl.Mehrwertsteuer. Darin enthalten sind die Verpflegung während der Veranstaltung sowie die Vortragsinhalte in digitaler Form.

Der Workshop findet in den Räumlichkeiten des Anwendungszentrums UNIpace statt - die Besuchsadresse finden Sie hier.

Für Fragen oder Anmeldungen zum Workshop steht Ihnen Herr Kevin Klier gern zur Verfügung.