2013

Nachwuchsforschertreffen des WAK an der Uni Erlangen-Nürnberg

v.l.: Roman Schöldgen (Aachen), Joachim Kuschta (LSP Erlangen), Nathalie Rudolph (Fraunhofer ICT), Sascha Englich (Chemnitz), Thomas Erb (Stuttgart), Thomas Neumeyer (Bayreuth), Lena Josch (Kaiserslautern), Andreas Seefried (LKT Erlangen), Viola Sauer (Kassel), Tobias Hallmann (Paderborn)

Am 12. und 13. Dezember 2013 fand an der Universität Erlangen-Nürnberg das Nachwuchsforschertreffen des Wissenschaftlichen Arbeitskreises der Universitätsprofessoren der Kunststofftechnik (WAK) statt. In diesem Rahmen treffen sich etwa halbjährlich Vertreter der Universitätsprofessoren und anderer Forschungseinrichtungen mit dem Themenschwerpunkt Kunststoffe, um sich in entspannter Atmosphäre über Neuigkeiten und Entwicklungen an den Instituten auszutauschen und jeweils das einladende Institut zu besichtigen. Gastgeber war dieses Jahr Dipl.-Ing. Andreas Seefried vom Institut für Kunststofftechnik (LKT, unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Dietmar Drummer). Als Vertreterin des IfW nahm Dipl.-Ing. Viola Sauer an der Veranstaltung teil. Am ersten Tag wurden die Neue Materialien Fürth GmbH, einer Landesforschungseinrichtung des Freistaates Bayern, und der Lehrstuhl für Polymerwerkstoffe (LSP, ebenfalls Universität Erlangen-Nürnberg) besichtigt und der Tag mit einem Besuch des Christkindlmarkts in Nürnberg abgerundet. Am zweiten Tag folgte zunächst die Vorstellung des LKT mit anschließender Führung und einem Fachvortrag, bevor das Treffen mit der eigentlichen Arbeitssitzung abgeschlossen wurde.


Institut mit wandlungsfähiger Fertigungsanlage auf der K-2013 vertreten

  • Der Messestand der Fachgruppe Kunststsofftechnik der Universität Kassel.
  • Der Messestand der Fachgruppe Kunststsofftechnik der Universität Kassel.

Die Universität Kassel hat auf der K Messe 2013 vom 16. bis 24. Oktober gemeinsam mit der Firma Fischer Kunststoff-Schweißtechnik GmbH eine modulare Pilotanlage vorgestellt. Sie zeigte, wie ein wandlungsfähiges Produktionssystem in der Kunststoffverarbeitung umgesetzt werden kann. Die ausgestellte Vibrationsschweißmaschine der Fischer Kunststoff-Schweißtechnik GmbH, welche über einen Roboter bestückt wurde, war in ihrem Funktionsumfang nicht auf Standardschweißprozesse beschränkt. Durch die automatische Aufnahme eines Infrarotstrahlers der Firma Heraeus Nobelight mittels des Roboters konnte sowohl das Schweißen mit einem Vorwärmschritt, wie es oft zur Vermeidung von Partikelbildung zum Einsatz kommt, als auch ein reines Infrarotschweißen gezeigt werden. Bei letzterem wurde lediglich der Schweißhub durch die Zirkularschweißmaschine ausgeführt. Diese hohe Variabilität wurde durch die Zerlegung der Prozesse in einzelne Schritte erreicht, welche dann, je nach gewünschtem Verfahrensablauf, in einem Editor zu einem Ablaufplan kombiniert werden konnten.

Durch das Austauschen des Schweißkopfes inklusive seines Antriebs über eine standardisierte Schnittstelle, konnte zusätzlich, wiederum durch Einsatz des Roboters, ein schneller vollautomatischer Wechsel zwischen verschiedenen Schweißverfahren realisiert werden.

Zahlreiche Besucher begutachteten das Exponat mit großem Interesse und ließen den Messeauftritt zu einem Erfolg werden.


Nachwuchsforschertreffen des WAK an der TU Clausthal

Gruppenfoto der Teilnehmer Andreas Seefried (Erlangen), Thomas Erb (Stuttgart), Viola Sauer (Kassel), Lena Josch (Kaiserslautern), Thomas Neumeyer (Bayreuth), Leif Steuernagel (Clausthal), Tobias Hallmann (Paderborn), Falk Rohnstock (Berlin)
v.l.: Andreas Seefried (Erlangen), Thomas Erb (Stuttgart), Viola Sauer (Kassel), Lena Josch (Kaiserslautern), Thomas Neumeyer (Bayreuth), Leif Steuernagel (Clausthal), Tobias Hallmann (Paderborn), Falk Rohnstock (Berlin)

Am 12. und 13. August 2013 fand an der TU Clausthal das Nachwuchsforschertreffen des Wissenschaftlichen Arbeitskreises der Universitätsprofessoren der Kunststofftechnik (WAK) statt. In diesem Rahmen treffen sich etwa halbjährlich Vertreter der 30 Universitätsprofessoren um sich "auf dem kurzen Dienstweg" über Neuigkeiten und Entwicklungen an den Instituten auszutauschen und jeweils das einladende Institut zu besichtigen. Gastgeber war dieses Jahr Dr. Leif Steuernagel vom Institut für Polymerwerkstoffe und Kunststofftechnik an der TU Clausthal, als Vertreterin des IfW nahm Dipl.-Ing. Viola Sauer an der Veranstaltung teil. Am ersten Tag wurden die zwei ortsansässigen Firmen SincoTec Test Systems GmbH (Prüfsysteme) und Sympatec GmbH (Partikelmesssysteme) besichtigt. Am zweiten Tag folgte zunächst die Vorstellung des Instituts mit Führung und der Fachvortrag Nano@Mikropartikel von Gabriella-Paula Brunotte, bevor das Treffen mit der eigentlichen Arbeitssitzung abgeschlossen wurde.


Disputation Aline Desjean

Prof. Dr.-Ing. Stefan Böhm (Institut für Produktionstechnik und Logistik, Universität Kassel), Prof. Dr. Hans-Peter Fink (Fraunhofer IAP), Dipl.-Ing. Aline Desjean, Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Heim (Institut für Werkstofftechnik, Universität Kassel), Prof. Dr.-Ing. Olaf Wünsch (Dekan Fachbereich Maschinenbau, Universität Kassel) vor dem Sophie-Henschel-Haus.
Prof. Dr.-Ing. Stefan Böhm (Institut für Produktionstechnik und Logistik, Universität Kassel), Prof. Dr. Hans-Peter Fink (Fraunhofer IAP), Dipl.-Ing. Aline Desjean, Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Heim (Institut für Werkstofftechnik, Universität Kassel), Prof. Dr.-Ing. Olaf Wünsch (Dekan Fachbereich Maschinenbau, Universität Kassel)

Als Abschluss des Promotionsverfahrens von Dipl.-Ing. Aline Desjean fand am 30.09.2013 die Disputation statt. Die Arbeit mit dem Titel "Charakterisierung, Beurteilung und Modellierung des Langzeitverhaltens einer elektrochromen Kunststoffverscheibung" beschäftigt sich mit Kunststoffscheiben für die Automobilindustrie, die in ihrer Transparenz einstellbar sind. Ein elektrochromes System besteht aus einem Mehrschichtverbund (ähnlich einem Lithium-Polymer Akku), das zwischen zwei transparenten Substraten integriert ist. Besonders Umwelteinflüsse und mechanische Belastungen können zu einem frühzeitigen Versagen des Mehrschichtverbundes führen. Die Arbeit von Frau Desjean befasste sich mit den Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Schichten, die durch die vorgenannten Einflüsse eintreten. Frau Desjean arbeitet seit Mitte diesen Jahres im Bereich der Spiegelentwicklung bei der Daimler AG.


Strategische Partnerschaft mit B.Braun Melsungen AG

Die Universität Kassel und die BBraun Melsungen AG haben am Montag, den 24.06.2013 offiziell eine strategische Partnerschaft mit den Schwerpunkten Forschung und Entwicklung, Personalentwicklung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses beschlossen. Im Rahmen dieser Partnerschaft wurde das Anwendungszentrum Kunststoffverarbeitung gegründet, das bereits seit Januar 2013 in den Räumen der Universität Kassel seine Arbeit aufgenommen hat. Das Upscalen von Laborversuchen, die Integration neuer Fertigungsprozesse und die Optimierung von Verarbeitungsverfahren gehören zu den Hauptarbeitsgebieten des Anwendungszentrums. Im vierten Quartal diesen Jahres soll bereits ein Großteil der Kunststoffverarbeitungsmaschinen und die entsprechenden Prüfgeräte in den Laboren den Betrieb aufnehmen. Die regionale Tageszeitung HNA und der Hessische Rundfunk berichteten.

Ein Beitrag in der HNA zum Anwendungszentrum


Biopolymere auf dem Hessentag

Auf dem Hessentag 2013 in Kassel (14.06.13 bis 23.06.13) präsentierte sich die Uni Kassel mit wechselnden Ausstellungen bzw. Vorführungen unterschiedlicher Fachbereiche als Teil der "Straße der Wissenschaft".

An den ersten beiden Tagen war das Fachgebiet Kunststofftechnik mit einem Informationsstand sowie Produktionsvorführungen vertreten. Interessierte Besucher konnten sich hier u.A. über Biopolymere informieren und bei der Verarbeitung dieser zu einem Stiftkreisel zusehen. Dieses beliebte Giveaway aus biobasiertem Polyethylen wurde auf einer kleinen, horizontalen Spritzgussmaschine in Form gebracht.

Am 15.06.13 wurde die "Wissensstraße" offiziell durch die hessische Wissenschaftsministerin Frau Eva Kühne Hörmann und Frau Prof. Dr. Claudia Brinker-von der Heyde, Vize-Präsidentin der Uni Kassel, eröffnet.


Neue Compoundier-Linie mit Leistritz-Doppelschneckenextruder am Institut für Werkstofftechnik-Kunststofftechnik der Universität Kassel

Neben dem im Technikum des Instituts für Werkstofftechnik der Universität Kassel betriebenen 25mm - Doppelschneckenextruder der Firma Haake, ergänzt nun ein als Leihgabe der Firma Leistritz zur Verfügung gestellter Doppelschneckenextruder die Maschinenausstattung im Bereich der Materialentwicklung. Die neue Extrusionslinie, zur der auch ein gravimetrisches Dosiersystem der Firma Brabender sowie ein Kühlbad, ein Abzugsband und ein Granulierer der Firma Scheer gehören, wurden kürzlich eingeweiht.

Bei dem Doppelschneckenextruder (DSE) handelt es sich um das Modell ZSE 18 HPe mit einem Schneckendurchmesser von 18mm. Der DSE dient mit Durchsätzen von 200g/h bis 40 kg/h der Herstellung von Kleinchargen und eignet sich dadurch sehr gut für die Materialentwicklung. Die modular aufgebauten und somit individuell auf das Anwendungsgebiet anpassbaren Schnecken- und Zylinderelemente lassen ein breites Spektrum der Compoundierung zu. Durch die mögliche Verfahrenslänge von 25-60D lassen sich produktionsähnliche Bedingungen für verschiedenste Materialien schaffen. Dabei dient der Sidefeeder LSB 17 dem Zumischen von Natur- oder Glasfasern genauso wie von Additiven oder anderen Füll- bzw. Verstärkungsstoffen. Durch offene Zylinderlemente und eine integrierte Vakuumpumpe kann eine effektive Entgasung der Schmelze erfolgen.

Um eine für die Materialentwicklung besonders wichtige Konstanz bei der Dosierung der einzelnen Bestandteile des Compounds realisieren zu können, wurden drei gravimetrische Dosierer der Firma Brabender Technologie beschafft. Die beiden Einschneckendosierer dienen dem Dosieren von Granulat und Fasern während der Doppelschneckendosierer für pulverförmige Bestandteile wie Additive oder Füllstoffe geeignet ist. Eine Anpassung an die jeweiligen materialspezifischen Anforderungen kann durch das umfangreiche Zubehör jederzeit erfolgen. Hierbei liegt ein Schwerpunkt u. a. auf der Dosierung von schlecht rieselfähigen Fasern (z. B. Natur- und Celluloseregeneratfasern).

Die beiden am Institut entworfenen und gebauten Folgeeinheiten, das Wasserbad und das Abzugsband, dienen der Strangkühlung vor der Granulierung. Das Abzugsband mit der Möglichkeit zur Kühlung durch Druckluftdüsen kann dabei für hydrophile Compounds sowie Kunststoffen mit geringer Schmelzefestigkeit verwendet werden. Feuchtigkeitsunempfindliche Compounds oder Compounds mit hohen Verarbeitungstemperaturen können im Wasserbad gekühlt werden, bevor mit Hilfe von Luftdüsen eine Strangtrocknung erfolgt.

Der Granulierer der Firma Scheer bietet durch zwei separat regelbare Motoren eine von der Einzugsgeschwindigkeit entkoppelte Schnittgeschwindigkeit. Dadurch lassen sich die Stränge in unterschiedlicher Länge granulieren.

Ansprechpartner:

Dr.-Ing. Maik Feldmann

Dipl.-Ing. Jan-Christoph Zarges


Exkursion München

Vom 8. Bis zum 10. April 2013 führte eine Gruppe aus Studenten und Mitarbeitern der Arbeitsgruppe Kunststofftechnik des IfW eine Exkursion nach München durch. Auf dem Hinweg wurde die Geobra Brandstätter GmbH & Co. KG in Dietenhofen, den meisten bekannt für ihre Marke Playmobil, besucht. Dort durfte die Gruppe bei einer Werksführung nicht nur die Herstellung vieler Bauteile im Spritzgussverfahren beobachten, sondern auch die Veredelung mittels Tampondruck, die Verpackung und das große Lager besichtigen. Anschließend ging die Fahrt weiter nach München, wo am nächsten Tag ein Besuch des Deutschen Museums, dem größten naturwissenschaftlich-technischen Museum der Welt, anstand. Bevor am Mittwoch der Rückweg nach Kassel angetreten wurde, wurde noch einer der führenden Hersteller von Maschinen für die Kunststoff- und Kautschuk verarbeitende Industrie, Krauss Maffei Technologies, besucht. Am Standort in München wurde der Gruppe der Uni Kassel in einer Werksführung die Herstellung von Spritzgießmaschinen und Extrudern verschiedenster Größen und Varianten nahegebracht. Besonders interessant war dabei nicht nur die Endmontage der teilweise mehrere Meter hohen Maschinen, sondern auch die Herstellung eines der Kernelemente der Kunststoffverarbeitenden Maschinen – der Schnecken. Somit haben die Studenten und Mitarbeiter während der Exkursion die gesamte Prozesskette der Kunststoffverarbeitung, vom Halbzeug für die Schneckenherstellung bis zur Palette mit den konfektionierten und verpackten Spielzeugbauteilen, verfolgen können! Finanziell unterstützt wurde die Veranstaltung vom Innovationszentrum Kunststoff- und Recyclingtechnik e. V. und dem Fachbereich Maschinenbau.


15. Workshop "Geruch und Emissionen bei Kunststoffen"

Am 18. und 19. März haben sich zum 15. Mal Vertreter aus Industrie und Forschung an der Uni Kassel getroffen, um sich über aktuelle Themen aus dem Bereich Geruch und Emissionen von Kunststoffen zu informieren und auszutauschen. Der vom Fachgebiet Kunststofftechnik ausgerichtete Workshop "Odour and Emissions of Plastic Materials" findet seit 1999 regelmäßig statt und richtet sich an ein internationales Fachpublikum.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Universität Kassel:

http://www.uni-kassel.de/uni/universitaet/pressekommunikation/publik-online/transfer/transfer-details/article/internationaler-geruchsworkshop-an-der-uni-kassel.html


SAMPE Europe, 34th International Technical Conference and Forum

11th – 12th March 2013, Paris, France
and JEC Composites Show
12th – 14th March 2013, Paris, France

Die 34te SAMPE Europe – Konferenz ist eine der größten internationalen Tagungen für Ingenieure und Wissenschaftler im Themenbereich der Mechanik von Faserverbundwerkstoffen mit rund 160 internationalen Teilnehmern aus Industrie und Forschung. Die jährlich stattfindende Konferenz bot dieses Jahr eine gut aufgestellte Vortragsreihe mit insgesamt 11 wissenschaftlichen Themenfeldern in zwei laufenden Parallelsektionen.

Der Lehrstuhl für Kunststofftechnik wurde von Nicole Saleski mit einem Vortrag über "Examination of the Machining Behaviour of Self-reinforced, Thermo-mechanically Graded Polypropylene Composites" (D. Biermann, H.-P. Heim, B. Rohde, M. Tiffe, A. Ries, A. Zabel) vertreten. Aktuelle Forschungsergebnisse über das spannende Bearbeiten von eigenverstärkten thermo-mechanisch gradierten Kunststoffen konnte somit dem Fachpublikum vorgestellt werden.

Zeitgleich wurde die Tagungsteilnahme auch mit dem Messebesuch der JEC Composites Show im Exhibition Center "Porte de Versailles" verbunden. Die größte Faserverbundmesse Europas findet jährlich statt. An insgesamt 1.100 Messeständen konnten sich die 35.000 Besucher über die neusten Entwicklungen in der Faserverbundbranche erkundigen oder in angebotenen Forumsvorträgen interessanten Fachdiskussionen folgen.


BioKunststoffe 2013 - 06.-07. März 2013 in Duisburg

Am 06. und 07. März fand zum 6. Mal die "BioKunststoffe"-Tagung unter der Leitung von Prof. Wortberg (Universität Duisburg-Essen) und Prof. Endres (Hochschule Hannover) statt. Die Tagung mit rund 75 Teilnehmern, überwiegend aus der Industrie, thematisierte vor allem die industrielle Anwendung und Verwertung von Biokunststoffen. Ergänzt wurden die Vorträge der Industrie durch Beiträge von Forschungseinrichtungen. 

Der Lehrstuhl für Kunststofftechnik war mit einem Vortrag über "Konstruktionsschäume auf Stärkebasis" beteiligt. In seinem Vortag präsentierte der wissenschaftliche Mitarbeiter Johannes Fuchs seine aktuellen Forschungsergebnisse. Schwerpunkte waren die Compoundierung und der Schaumspritzguss von Stärkeblends.


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