2014

Firmenforum bei Alfred Pracht Lichttechnik GmbH

Der Verein Innovationszentrum Kunststofftechnik e. V. und das Kunststoff Cluster Nordhessen hatten am 08. September 2014 zum 2. Firmenforum des Jahres eingeladen. Gastgeber der Veranstaltung war die Firma Alfred Pracht Lichttechnik GmbH in Dautphetal-Buchenau. 30 Teilnehmer aus kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie ein Vetreter der IHK Lahn-Dill nahmen an der Veranstaltung teil.

Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch Herrn Professor Hans-Peter Heim, Inhaber des Lehrstuhls Kunststofftechnik im Institut für Werkstofftechnik der Universität Kassel und Vorsitzender des Vereins Innovationszentrum Kunststofftechnik e. V., stellte Herrn Professor Friedhelm Pracht als Inhaber der Unternehmensgruppe PRACHTGROUP in Dautphetal-Buchenau das Unternehmen vor. Den Grundstein der heutigen PRACHTGROUP legte Elektromeister Ludwig Pracht, der im Jahr 1923 in dem kleinen Dorf nahe der Universitätsstadt Marburg ein Elektroinstallationsunternehmen gründete und sich durch seine Zuverlässigkeit einen hevorragenden Ruf erarbeitete, so dass sein Unternehmen stetig wachsen konnte. Grundlage für dieses Wachstum war die große Kompetenz in der Erstellung von Anlagen in besonders schwierigen Anwendungsgebieten der damals weithin bekannten Gießereiindustrien an der oberen Lahn. Das Prinzip - individuelle Problemlösungen zu entwickeln - prägt noch heute die Denk- und Produktkultur des noch immer inhabergeführten Unternehmens PRACHT. Die Philosophie des Unternehmens ist die stetige Innovation nah am Kunden sowie eine hohe Flexibilität und eine hohe Qualität und Produktverantwortung im Sinne bestmöglicher Nachhaltigkeit.

Herr Prof. Pracht betonte, dass die Leidenschaft, neue Produkte zu entwickeln, seit über 50 Jahren das wichtigste Standbein der Firma ist. Die Erschaffung von Neuem für die Zukunft, mit den Erfahrungen der Vergangenheit sei etwas Besonderes und das Herz des Unternehmens.

Im Jahr 2011 trat Herrn Jonathan Pracht, Sohn des heutigen Inhabers, in die PRACHTGROUP ein, so dass auch zukünftig ein Fortbestand des inhabergeführten Unternehmens sichergestellt ist.

Im Hinblick auf die Arbeit des Vereins Innovationszentrum Kunststofftechnik e. V. und zukünftig auch auf die Philosophie des Kunststoff Cluster Nordhessen hob Herr Professor Friedhelm Pracht die gute Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl Kunststofftechnik sowie weitere Kooperationen des Lehrstuhls mit kleinen und mittelständischen Unternehmen der Region hervor.

Im Anschluss an die Vorstellung der PRACHTGROUP berichtete Herr Professor Heim über die Zusammenhänge der Umbenennung des Clusters und über die zukünftige Einbindung des Kunststoff Cluster Nordhessen in die Struktur des Lehrstuhls und des Vereins Innovationszentrum Kunststofftechnik e.V.

Anschließend referierte Herr Florian Mieth, M. Sc. im Lehrstuhl Kunststofftechnik, über wärmeleitfähige Kunststoffe. Hier wurde u. a. die Erhöhung der Wärmeleitfähigkeit bei Kunststoffen angesprochen, welche beispielsweise über die Zugabe unterschiedlicher keramischen und metallischer Füllstoffe erreicht werden kann. Exemplarisch wurden zwei Projekte im Themenbereich angesprochen. Das Projekt SoLaSys beinhaltet Recherchen und Untersuchungen zu alternativen Materialien für Rohre und Schläuche in Wärmeüberträgern. In einem weiteren Projekt im Themenbereich der wärmeleitfähigen Kunststoffe soll ein wandlungsfähiges Thermomanagement von LED-Leuchten entwickelt werden.

Zum Abschluss der Veranstaltung nahmen viele Teilnehmer die Möglichkeit einer Besichtigung der Produktausstellung wahr. Der abschließende Imbiss wurde als Gelegenheit zum regen Informationsaustausch untereinander genutzt.

Das nächste Firmenforum findet bei der Firma Horn & Bauer GmbH & Co. KG
im November 2014 statt.

Weitere Informationen hierzu erhalten Sie unter:

Innovationszentrum Kunststofftechnik e. V.
Kunststoff Cluster Nordhessen


Universität Kassel
Institut für Werkstofftechnik
Mönchebergstr. 3
34125 Kassel

Dipl.-Ing. Karsten Erdmann
Tel.: +49 561 804 3685

Dipl.-Ing. Susanne Wolff
Tel.: +49 561 804 3687


www.innovationszentrum-kunststofftechnik.eu

E-Mail: kcn@uni-kassel.de

 

 


International VDI Conference - Plastic Waste Recycling

Vom 21.10.2014 - 22.10.2014 findet die, vom VDI organisierte, Tagung "Plastic Waste Recycling" in Frankfurt am Main statt. Internationale Eperten werden dabei unter anderem Vorträge aus den Bereichen Ökoeffizienz, Recycling von Biokunststoffen oder Abfallbewirtschaffung halten.


11. internationale Tagung für Elektrochromie (IME)

Viola Sauer und Kai Faulhaber

In dem Zeitraum vom 31.08 – 04.09.2014 fand die 11. internationale Tagung für Elektrochromie (IME) an der National Taiwan University in Taipei statt.
Die Tagung wird in einem zwei Jahresrhythmus abgehalten und wurde nach 2010 und 2012 nun zum dritten Mal durch das IfW besucht. Während der Konferenz wurden dem interessierten Publikum aus Industrie und Hochschule 25 Fachbeiträge, 7 Keynote- und 3 Plenar-Vorträge vorgestellt, zuzüglich einer umfangreichen Posterpräsentation.


Das Fachgebiet für Kunststofftechnik wurde durch die wissenschaftlichen Mitarbeiter Viola Sauer (links) und Kai Faulhaber (rechts) vertreten.
Kai Faulhaber berichtete in seinem Vortrag über den Einfluss der UV/Ozon-Bestrahlung auf die Verbesserung der Benetzungsfähigkeit eines mit ITO beschichteten Kunststoffsubstrates ("The Effects of UV-ozone Treatment on the Improvment of the Wettability of ITO-coated Plastic").


Tagungsbericht: Abschlusstreffen des Forschungsverbundes "Biopolymere- Biokunststoffe zur stofflichen Verwertung von Biomasse"

Am 28.08.2014 fand am Fraunhofer IAP in Potsdam-Golm das Abschlusstreffen, des von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V., geförderten Forschungsverbundes "Biopolymere – Biokunststoffe zur stofflichen Verwertung von Biomasse" statt.

Der Forschungsverbund, der vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung (IAP) koordiniert wird, startete im Juni 2009 seine Arbeit. Ziel war es, neuartige Biokunststoffe und Biowerkstoffe sowohl aus natürlichen Biopolymeren wie Stärke, Cellulose und Lignin als auch aus synthetischen Biopolymeren, die fermentativ oder chemisch aus nachwachsenden Ressourcen gewonnen werden, herzustellen. Deren zukünftige Einsatzbereiche reichen von Verpackungsmitteln über Konstruktionsschäume bis hin zu Faserschichten, Baustoffen und Filmen. Dabei wurden sowohl duroplastische als auch thermoplastische Biokunststoffe entwickelt. Nach der positiven Zwischenbilanz wurde die Förderung des Forschungsverbunds durch das BMELV verlängert. Damit konnten die wissenschaftlichen Institute und ihre 17 Industriepartner ihre Arbeiten zur Entwicklung neuer Biokunststoffe und Biowerkstoffe bis Mai 2014 fortsetzen und neue Verfahrensprozesse zur Herstellung von biobasierten Materialien entwerfen. Insgesamt förderte das BMELV den Forschungsverbund mit etwa 4,8 Mio.€.

Die Projektkoordinatoren Dr.-Ing. Abdullah Al Mamun und Dipl.-Ing. Johannes Fuchs stellten in ihren Vorträgen "Prozess- und Materialoptimierung von Biopolymeren und -compositen durch den Einsatz von innovativen biobasierten Additiven (FKZ 22026608)" und "Entwicklung von Konstruktionsschäumen auf Stärkebasis - Prozessentwicklung hydrophober Stärken für die Verarbeitung durch Mikroverschäumung (FKZ 22026408)" die in den vergangenen 5 Jahren gesammelten Ergebnisse vor. Der Lehrstuhl für Kunststofftechnik war im Forschungsverbund des Weiteren mit den Teilvorhaben "Duromere und faserverstärkte Komposite mit Lignin aus einheimischer Schwarzlauge (FKZ 22025908)" sowie "Energieeffiziente Verarbeitung von innovativen Konstruktionswerkstoffen auf Basis von Cellulosefaser verstärktem biobasiertem Polyamid - Eigenschafts- und Prozessoptimierung von Naturfaser verstärktem biobasiertem PA (FKZ 22026108)", die durch Dipl.-Ing. Jan-Christoph Zarges und Dipl.-Ing. Christian Berger betreut wurden. Begleitet wurden die wissenschaftlichen Mitarbeiter durch den Lehrstuhlinhaber Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Heim sowie den Leiter der Abteilung Materialentwicklung und Verbundwerkstoffe Dr.-Ing. Maik Feldmann.

Projektübersicht (IfW)

  • Entwicklung von Konstruktionsschäumen auf Stärkebasis Prozessentwicklung hydrophober Stärken für die Verarbeitung durch Mikroverschäumung

  • Duromere und faserverstärkte Komposite mit Lignin aus einheimischer Schwarzlauge

  • Energieeffiziente Verarbeitung von innovativen Konstruktionswerkstoffen auf Basis von Cellulosefaser verstärktem biobasiertem Polyamid- Eigenschafts- und Prozessoptimierung von Naturfaser verstärktem biobasiertem PA

  • Prozess- und Materialoptimierung von Biopolymeren und -compositen durch den Einsatz von innovativen biobasierten Additiven


Disputation Martin Rohleder

Als Abschluss des Promotionsverfahrens von Dipl.-Ing. Martin Rohleder fand am 27.06.14 die Disputation statt. Im Rahmen seiner Tätigkeit am Institut forschte Herr Rohleder insbesondere im Bereich der Polycarbonatschäume und setzte damit die Forschung von Herrn Dr. Kirschling und Frau Dr. Kühn-Gadjzik fort. Im EU Projekt "NanCore" beschäftigte er sich mit mikrozelluaren Schäumen als Kernmaterial für Sandwichkonstruktionen.

Die Dissertation trägt den Titel "Dynamisches Lastverhalten von mikrozellularen Polycarbonatschäumen - Morphologie, Energieabsorption und Temperatureinfluss" und kann beim Institut erworben werden.


LOEWE-Schwerpunkt "Safer Materials"

Als neue Teildisziplin der Werkstofftechnik wird das LOEWE-Projekt "Safer Materials" mit rund 3,9 Mio. Euro gefördert. Es treibt in den kommenden drei Jahren an der Universität Kassel die Entwicklung sicherer Werkstoffe voran. Die Universität besetzt damit ein wichtiges Zukunftsthema. Im Rahmen des Projekts werden neuartige Werkstoffe – vor allem Hochleistungsbeton, Biokunststoffe und andere innovative Kunststoffe sowie sogenannte gradierte Metalle – entwickelt und auf ihre Eigenschaften hin untersucht. Die Forschungs-gruppe will dabei Methoden und technisches Know-How schaffen, um Werkstoffe auch im Bereich ihrer Leistungsgrenzen sowie unter diversen äußeren Einflüssen sicher und zuverlässig zu machen. Mehrere Fachgebiete der der Universität Kassel sind direkt beteiligt.

weitere Informationen:

http://www.uni-kassel.de/uni/nc/universitaet/nachrichten/article/werkstofftechnik-und-bildungsforschung-neue-loewe-schwerpunkte-an-der-uni-kassel.html

 

Kontakt:

Dr.-Ing. Maik Feldmann
Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Heim
Institut für Werkstofftechnik, Universität Kassel
Mönchebergstraße 3 34125 Kassel
feldmann@uni-kassel.de
heim@uni-kassel.de


30. internationale PPS-Konferenz in Cleveland (Ohio), USA

Ralf-Urs Giesen und Jan-Christoph Zarges vor einem Poster der PPS-Konferenz.

In der Zeit von 08.-12.06.2014 fand die 30. internationale PPS-Konferenz in Cleveland (Ohio) statt, die von der Polymer Processing Society ausgerichtet wurde. Während der diesjährigen Tagung wurden den Teilnehmern ca. 400 Fachvorträge, 53 Keynote- und 6 Plenar-Vorträge sowie eine Posterausstellung aus 17 Themenbereichen der Kunststofftechnik geboten.

Die wissenschaftlichen Mitarbeiter Ralf-Urs Giesen (links) und Jan-Christoph Zarges (rechts) vertraten Fachgebiet Kunststofftechnik mit jeweils einem Vortrag, in dem sie die aktuellen Ergebnisse Ihrer Forschungsprojekte präsentierten. Ralf-Urs Giesen berichtete über die Herstellung von dielektrischen elektroaktiven Polymeren unter Verwendung von thermoplastischen Elastomeren und leitfähigen Polymeren ("Manufacturing dielectric electroactive polymers (DEAP) by using thermoplastic elastomers (TPE) and conductive polymers"). Jan-Christoph Zarges stellte den Einfluss des Compoundier-Prozesses auf die Eigenschaften von cellulosefaserverstärkten biobasierten Polyamiden vor ("Influence of the compounding process on bio-based polyamides with cellulosic fibers").


B. Braun und Universität Kassel eröffnen Anwendungszentrum Kunststoffverarbeitung UNIpace

Das Institut für Werkstofftechnik der Universität Kassel und die B. Braun Melsungen AG arbeiten gemeinsam an der Entwicklung neuartiger Prozesse zur Kunststoffverarbeitung. Universität-Präsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep und B. Braun-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Heinz-Walter Große weihten das gemeinsame Anwendungszentrum Kunststoffverarbeitung UNIpace am Montag, 26. Mai 2014, offiziell ein. Verbunden damit sind Investitionen von rund 2,6 Mio. Euro.

Das Anwendungszentrum ist Teil einer strategischen Partnerschaft, die die nordhessische Hochschule und der Medizintechnik-Hersteller im Juni 2013 geschlossen hatten. Ziel des Anwendungszentrums ist es, die wissenschaftliche Forschung im Bereich der Kunststoffverarbeitung mit der in der Praxis angewandten Fertigung in der Medizintechnik zu verknüpfen. Wissenschaftlicher Leiter ist Prof. Dr.-Ing Hans-Peter Heim, Leiter des Fachgebiets Kunststofftechnik.

"Kunststoff ist einer unserer wichtigsten Werkstoffe", sagte Prof. Dr. Heinz-Walter Große, Vorstandsvorsitzender der B. Braun Melsungen AG. "Von entsprechend großer Bedeutung ist für uns die anwendungsorientierte Forschung in diesem Bereich. Unser Ziel ist es, die Forschung mit der Produktion in der Medizintechnik stärker zu verknüpfen. Wir freuen uns, dass wir mit dem neuen Anwendungszentrum Kunststoffverarbeitung die wissenschaftliche Arbeit in direkter Nachbarschaft stärken, Kompetenzen in der Region vernetzen und gemeinsam zu innovativen Entwicklungen beitragen können. Denn UNIpace wird ein Ort sein, an dem sich junge kreative Köpfe und Richtungsgeber austauschen – in ihnen entstehen die Lösungen von morgen."

Universitäts-Präsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep ergänzte: "Die Entwicklung leistungsfähiger Materialien ist für ein Industrieland wie Deutschland von zentraler Bedeutung; das Institut für Werkstofftechnik der Universität Kassel bearbeitet hier also ein absolutes Zukunftsfeld. Die strategische Kooperation mit einem innovativen Unternehmen wie B. Braun bietet auch die Möglichkeit, Forschungsfragen aus der betrieblichen Anwendung heraus zu generieren und stärkt somit das Forschungspotenzial der Universität."

Prof. Dr.-Ing Hans-Peter Heim sagte: "Wir pflegen seit Jahren Kooperationen und es hat sich herausgestellt, dass man auf Augenhöhe mit den Partnern zusammenarbeitet. Die Vereinbarung für das Anwendungszentrum wurde so getroffen, dass wir als Universität Kassel Freiheit in Forschung und Entwicklung genießen – jedoch auf der anderen Seite eine Vielzahl an Impulsen aus der Praxis bekommen." UNIpace ("pace" steht für "polymer application center") befindet sich auf dem Campus Holländischer Platz der Universität. Zu den bearbeiteten Feldern gehört die Verarbeitung von Silikonen und speziell von Flüssigsilikonkautschuken, das Mehrkomponentenspritzgießen und das Upscaling von Laborversuchen (also das Überführen in größere Fertigungsmengen), weitere Forschungsfelder sind geplant. Das Zentrum wurde in den vergangenen Monaten mit Verarbeitungs- und Prüfmaschinen ausgestattet und hat sukzessive seine Arbeit aufgenommen, am Montag erfolgte nun die offizielle Einweihung. Investiert wurden und werden bis 2015 rund 2,6 Mio. Euro: rund 200.000 Euro durch die Universität (vor allem in die Infrastruktur), rund 1,5 Millionen Euro durch B. Braun (vor allem in die Ausstattung der Labore). Darüber hinaus gab und gibt das Unternehmen für die Jahre 2013 bis 2015 Forschungs- und Entwicklungsaufträge im Umfang von 300.000 Euro pro Jahr. UNIpace hat zehn Mitarbeiter (drei wissenschaftliche Mitarbeiter, zwei technische Angestellte, fünf studentische Hilfskräfte). Das Anwendungszentrum ist offen für die Zusammenarbeit mit weiteren Firmen.

Mehr Informationen unter:
Presseinformationen zur Eröffnungsveranstaltung als PDF
www.unipace.de
B. Braun und Universität Kassel gehen strategische Partnerschaft ein

Kontakt:

Dipl.-Ing. Ralf-Urs Giesen
Anwendungszentrum Kunststoffverarbeitung UNIpace
Universität Kassel
Tel.: + 49 561 804 3667
E-Mail: giesen@uni-kassel.de

Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Heim
Universität Kassel
Institut für Werkstofftechnik
Tel.: +49 561 804 3670
E-Mail: heim@uni-kassel.de

Mechthild Claes
B. Braun Melsungen AG
Stabsabteilung Unternehmenskommunikation und Wissensmanagement
Tel.: +49 56 61 71-16 35
E-Mail: mechthild.claes@bbraun.com


ANTEC 2014 in Las Vegas (Nevada), USA

Es sind Prof. Heim, sowie die wissenschaftlichen Mitarbeiter Annette Rüppel und Mike Tromm zu sehen.

Die jährlich stattfindende weltgrößte Kunststofftechnikkonferenz ANTEC wurde dieses Jahr in der Zeit vom 28. bis 30.04.2014 in Las Vegas (Nevada) ausgerichtet. Die Konferenz wird von der Society of Plastics Engineering (SPE) organisiert und findet an wechselnden Veranstaltungsorten in den USA statt. Auf der diesjährigen Veranstaltung wurden den erwarteten 2500 Besuchern ca. 600 begutachtete Fachvorträge aus allen Bereichen der Kunststoffbranche präsentiert.

Die Fachgruppe Kunststofftechnik war durch den Fachgebietsleiter Prof. Heim (links) und die wissenschaftlichen Mitarbeiter Annette Rüppel (Mitte) und Mike Tromm (rechts) vertreten. In ihren Vorträgen präsentierten Sie die aktuellen Ergebnisse Ihrer Forschungsprojekte. Annette Rüppel berichtete über die Herstellung, Verarbeitung und Eigenschaften von naturfaserverstärkten Polypropylenverbunden ("HYBRID COMPOSITE MATERIALS MADE OF POLYPROPYLENE WITH WOOD AND POLYETHYLENE TEREPHTHALATE FIBERS"). Mike Tromm zeigte die Beeinflussbarkeit der Schaummorphologie beim Schaumspritzgießen mit besonderen Werkzeugtechnologien ("FORMATION OF MORPHOLOGY AS A FUNCTION OF PROCESS CONTROL BY FOAM INJECTION MOLDING OF A FUNCTIONALLY GRADED COMPONENT"). Die Anzahl der Besucher und die Fragen aus dem Auditorium zeigten großes Interesse an den Forschungsthemen.


Olfaktometrie: "Wenn das Produkt dem Käufer stinkt"

Die regionale Tageszeitung HNA berichtete am 14.05.14 über ein Forschungsthema im Bereich Emissionen von Kunststoffen. In dem von Frau Viola Sauer und Herrn Simon Kleinhans betreuten Projekt wird digitale Elektroenzephalographie (EEG) verwendet um sowohl bewusst wahrgenommene, überschwellige als auch unterbewusst wahrgenommene, unterschwellige Geruchsreize zu detektieren und zu analysieren.

Den Artikel aus der HNA finden Sie hier als Bild / oder als PDF

Weitere Informationen zum Projekt.


„Schaumtagung“ bei Wittmann Battenfeld – 10.04.14

Am 10. April richtete Wittman Battenfeld eine Informationsveranstaltung zum Thema physikalisches Schaumspritzgießen am Werk in Meinerzhagen aus. Neben Maschinen-vorführungen und der Vorstellung des Cellmould-Verfahrens wurden den rund 100 Teilnehmern Fachvorträge zur Thematik aus unterschiedlichen Blickwinkeln geboten. Der wissenschaftliche Mitarbeiter Mike Tromm berichtete in diesem Zusammenhang über das Schäumen aus Sicht der Universität und zeigte Ergebnisse des pull and foam – Verfahrens.

Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier.


16. Workshop Geruch und Emissionen bei Kunststoffen 24. und 25. März 2014, in Kassel

Zum 16. Mal haben sich an der Universität Kassel Vertreter aus Industrie und Forschung getroffen, um sich über aktuelle Themen aus dem Bereich Geruch und Emissionen von Kunststoffen zu informieren und auszutauschen. Der vom Fachgebiet Kunststofftechnik der Universität Kassel ausgerichtete Workshop „Odour and Emissions of Plastic Materials“ findet seit 1999 regelmäßig statt und richtet sich an ein internationales Fachpublikum.

Auf dem zweitägigen Workshop wurden unter anderem moderne Messinstrumente zur Evaluation von Gerüchen und Emissionen präsentiert, sowie neue Entwicklungen zur Geruchs- und Emissionsreduzierung in insgesamt 17 technisch-wissenschaftlichen Fachvorträgen in 6 Sektionen dargestellt und diskutiert. Die 130 Teilnehmer aus verschiedenen europäischen Ländern, Asien und der USA konnten sich darüber hinaus in der angegliederten Fachausstellung und Poster-Präsentation informieren, neue Kontakte knüpfen und bestehende pflegen. Wie in den Jahren zuvor, bildete der Workshop damit eine gute Plattform zur Kommunikation zwischen Industrie und Forschung.

Bei der Begrüßung der Teilnehmer durch den Leiter des Fachgebiets Kunststofftechnik Herr Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Heim wurden Herr Dr. Hans-Peter Schlegelmilch (IMAT-UVE GmbH), Herr Helmut Schrader (H.G. Schrader GmbH) und Herr Dr. Haiko Schulz (Forschungsinstitut für Leder und Kunststoffbahnen gGmbH) für ihr jahrelanges Engagement als Teilnehmer, Referenten und Mitglieder des Organisationskomitees des Workshops geehrt.

Auch dieses Jahr wurde das Programm aus Fachvorträgen durch einen praktischen Teil ergänzt: Herr Dr. Lohrbach (CS-Chromatographie Service GmbH, Langerwehe) leitete das Thema durch seinen Vortrag „Der menschliche Geruchssinn zur Unterstützung der instrumentellen Analytik am Beispiel von industrieüblichen Lösemitteln“ ein. Im Anschluss bekamen die Teilnehmer in dem im Vortrag angesprochenen Geruchstest Geruchsproben aus Diesel in Ethanol in verschiedenen Konzentrationen dargeboten und mussten entscheiden, ab welcher Konzentration sie keinen Dieselgeruch mehr wahrnehmen konnten.

Zur Abendveranstaltung traf man sich, wie bereits in den vergangenen Jahren, im Restaurant "Gleis 1" im Kulturbahnhof Kassel. Nach dem Hauptgang des Buffets rundete Herr Dr. Martin Steinhaus (Deutsches Forschungszentrum für Lebensmittelchemie, Freising) den Abend mit einer Degustation von Tropischen Früchten (Ananas, Mango, sehr geruchsintensive Cempedack und Durian und als Püree Mora und Guave) ab, die neben den gustatorischen vor allem die olfaktorischen Sinne anregte und sich somit passend in das Gesamtkonzept des Workshops einfügte.

Ansprechpartnerin Geruchs- und Emissionsmessverfahren:
Dipl.-Ing. Viola Sauer
(+49) 561 804-3669
sauer@uni-kassel.de

Ansprechpartnerin Organisation Workshop und Bestellung des Tagungsbandes:
Dipl.-Ing. Susanne Wolff
(+49) 561 804-3687
susanne.wolff@uni-kassel.de


Gastprofessor am Fachgebiet

Im Rahmen eines Alexander von Humboldt (AvH)-Programms ist Prof. Dr. Mubarak Ahmad Khan drei Monate Gast am Fachgebiet Kunststofftechnik der Universität Kassel. Khan ist Professor für Nuclear Engineering an der "University of Dhaka" in Dhaka, Bangladesch. Weiterhin ist er Chief Scientific Officer (CSO) und Direktor des "Institute of Radiation and Polymer Technology" der Bangladesh Atomic Energy Commission, Bangladesh.

Khan hat als Stipendiat des DAAD und später als Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung an dem Lehrstuhl "Polymerphysik", Institut für Nichtmetallische Werkstoffe der TU Berlin, und weiterhin am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP, Potsdam gearbeitet. Er ist einer der führenden Polymerwissenschaftler Bangladeschs, der bereits in zahlreichen Ländern - u.a. USA, Japan, Australien - als eingeladener Gastwissenschaftler gearbeitet hat.

Khans Hauptforschungsbereiche sind: Strahlungschemie, naturfaserverstärkte Kunststoffe, insbesondere die chemische Modifikation und Strahlungsmodifikation von Fasern und Bio-Kunststoffen.

Im Rahmen einer Kooperation mit dem Fachgebiet Kunststofftechnik wird die Arbeitsgruppe von Prof. Khan im Gebiet der naturfaserverstärkten Kunststoffe forschen. Die Verbundherstellung modifizierter Naturfasern sowie die Charakterisierung der resultierenden makromechanischen Verbundeigenschaften werden in den Laboren des Fachgebietes durchgeführt.


UNIpace vergrößert seinen Maschinenpark

Mikrospritzgießmaschine Babyplast 6/10P der Firma Christmann Kunststofftechnik GmbH
Zweikomponenten-Misch- und Dosieranlage „LSR Modular 200 ELA“ der Firma Reinhardt Technik GmbH

Das Anwendungszentrum Kunststoffverarbeitung UNIpace des Institutes für Werkstofftechnik der Universität Kassel vergrößert in Zusammenarbeit mit der B.Braun Melsungen AG seinen Maschinenpark um eine Mikrospritzgießmaschine.

Diese von der Firma Christmann Kunststofftechnik GmbH hergestellte Babyplast des Typs 6/10P ist mit einem wassergekühlten Aggregat mit Nadelverschlussdüse ausgestattet, welches das Anwendungszentrum Kunststoffverarbeitung UNIpace befähigt Flüssigsiliconkautschuk (LSR) zu verarbeiten. Die als Tischmaschine sehr kompakt gebaute Kolbenspritzgießmaschine realisiert höchst präzise Einspritzvorgänge. Aufgrund von variabel einbaubarer Kolbendurchmesser ist der Anwender in der Lage verschieden große Einspritzvolumen zu realisieren. Diese Vielfalt gepaart mit einer günstigen Werkzeugfertigung verbreitert das Anwendungsspektrum dieser Mikrospritzgießmaschine. Das Evakuieren der Werkzeugkavität durch eine Vakuumpumpe ermöglicht das Einspritzen von LSR ohne Lufteinschlüsse. Trotz der kompakten Bauweise erlaubt die Babyplast Mikrospritzgießmaschine leichte Werkzeugwechsel und andere Umbauarbeiten. Neben der serienmäßigen Materialdosierung mit Hilfe von Kartuschen kann die Materialversorgung der Babyplast durch die Zweikomponenten-Misch- und Dosieranlage „LSR Modular 200 ELA“ der Firma Reinhardt Technik GmbH durchgeführt werden.

Die passenden Formwerkzeuge wurden von der EDEGS Formenbau GmbH geliefert. Mit Hilfe dieser Formwerkzeuge können Prüfkörper (zum Beispiel Zugstab S2 u.a.) hergestellt werden, die alle gängigen Prüfverfahren abdecken, welche zur Untersuchung der Struktur-Eigenschafts-Beziehungen von elastomeren Werkstoffen dienen. Das Anwendungszentrum Kunststoffverarbeitung UNIpace ist somit in der Lage einfach und schnell neue Materialien zu verarbeiten und zu charakterisieren.


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