2015

Forschungsprojekt

"Energieoptimiertes Bauen: Grundlegende Untersuchungen zu einfachen und kostengünstigen Be- und Entladesystemen für große Brauch-Warmwasser (BWW)- Speicher"

In solaren und vielen anderen Wärmeanwendungen werden interne Wärmeübertrager häufig eingesetzt. Diese verwendeten Wärmeübertrager sind vorrangig aus metallischen Werkstoffen (Kupfer, Edelstahl). Aufgrund der leichten Montage in verschiedenen Speichergeometrien sind Edelstahlwellrohre oft im Einsatz. Um die Kosten zu reduzieren, bieten sich Materialien aus Kunststoff an.

Im Rahmen des BMWI-geförderten Forschungsvorhaben (07/2011- 12/2015) beteiligten sich neben den Fachgebieten Solar- und Anlagentechnik sowie Werkstofftechnik, Kunststofftechnik der Universität Kassel weitere Firmen (Fsave Solartechnik, Mondi, AKG, Roth Werke).

Im Projekt wurden alternative Wärmeübertragerkonzepte aus verschiedenen Materialien identifiziert. Es wurden Schläuche verschiedener Wandstärken und Materialien sowie mit und ohne leitfähige Zusatzstoffe extrudiert und in einem speziell entwickelten Prüfstand bzgl. ihres Wärmedurchgangsvermögens vermessen.

Es zeigten sich bei den hergestellten Kunststoffschläuchen ohne Füllstoffe mit sehr geringer Wandstärke (200-300 µm) ähnliche Wärmedurchgangskoeffizienten wie die der Metallrohre. Bei größeren Wandstärken ist ein Zusatz von wärmeleitfähigen Füllstoffen von Interesse. Hierbei müssen aufgrund der Perkolationsschwelle große Füllstoffmengen eingearbeitet werden. Dies kann allerdings zu Problemen bei der Verarbeitung und der Druckstabilität der Materialien führen. Aus theoretischen Berechnungen wurde ermittelt, dass ein Kunststoffwärmeübertrager eine Wärmeleitfähigkeit von mindestens 1 bis 2 W/(m K) haben sollte. Werden niedrigere Werte erreicht, müsste mehr Wärmeübertragungsfläche in den Speicher eingebaut werden.

http://www.enob.info/de/neue-technologien/projekt/details/kostenguenstige-be-und-entladesysteme-fuer-grosse-warmwasser-speicher/

Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. Annette Rüppel, annette.rueppel@uni-kassel.de

Dipl.-Ing. Ralf-Urs Giesen, giesen@uni-kassel.de


Workshop Mehrkomponentenspritzgießen

Am 23.11.2015 veranstaltete das Netzwerk Kunststoff Cluster Nordhessen in Kooperation mit dem Lehrstuhl Kunststofftechnik der Universität Kassel un dem Anwedungszentrum Kunststoffverarbeitung (UNIPACE) einen Workshop zum Thema Mehrkomponentenspritzgießen.Das Netzwerk Kunststoff Cluster Nordhessen ist bemüht, erfahrene Kunststoff-Fachleute in einem Kompetenzverbund zu vereinen und fördert unter anderem in Form von Seminaren und Workshops den technisch-wissenschaftlichen Austausch.

Der Workshop "Mehrkomponentenspritzgießen" richtete sich somit an Unternehmen, die sich mit dem Spritzgießen von Mehrkomponentensystemen befassen und an interessierte Unternehmen, die ihr Know How im Bereich dieser Thematik erweitern möchten. Mitarbeiter des Lehrstuhls Kunststofftechnik der Universität Kassel informierten die Teilnehmer in Vorträgen umfassend über über Grundlagen und Besonderheiten des Mehrkomponentenspritzgießens. 26 Teilnehmer aus 11 Unternehmen nahmen am Workshop teil.

Nach Begrüßung der Teilnehmer durch Herrn Professor Heim führte dieser die Anwesenden zunächst anhand einiger Produktbeispiele in die Thematik ein. Ergänzt wurden die Ausführungen im Anschluss durch die bereits angesprochenen Grundlagen sowie Maschinen- und Werkzeug bezogene Aspekte. Auch Sonderverfahren des Mehrkomponentenspritzgießens wurden angesprochen und erläutert.

Im Anschluss an den ersten Vortragsblock der Veranstaltung wurde eine Führung durch die Verarbeitungslabore des Fachgebierts Kunststofftechnik sowie durch das Anwendungszentrum UNIPACE angeboten.
An drei Anlagen wurden unterschiedliche Aspekte des Mehrkomponentenspritzgießens veranschaulicht: zum einen wurde das Thema wandlungsfähige Fertigungssysteme in Zusammenhang mit dem Spritzgießen mehrerer Komponenten gezeigt, das Mehrkomponentenspritzgießen thermoplastischer Polymere vor dem Hintergrund der Bewertung der Haftungseigenschaften wurde an einer weiteren Spritzgießmaschine vorgeführt sowie das Spritzgießen von LSR-Polyamid-Verbunden (Silikon/PA) im Verarbeitungslabor des Anwendungszentrum Kunststoffverarbeitung UNIPACE.

Im zweiten Themenblock wurden die zuvor an der Anlage angesprochenen Aspekte bzgl. wandlungsfähiger Fertigungssysteme in Verbindung mit dem Mehrkomponentenspritzgießen sowie die Aktivitäten im Bereich Thermoplast-LSR-Verbunde und das Spritzgießen von Kunststoff-Metall-Hybridverbunden vertieft.

Anschließend hatten die Teilnehmer bei einem Imbiss die Gelegenheit zu regen Informations- und Erfahrungsaustausch.

Auf Wunsch erhalten Sie weitere Informationen unter:

Kunststoff Cluster Nordhessen
kcn(at)uni-kassel.de
www.kunststoffe-nordhessen.de

Dipl.-Ing. Karsten Erdmann
Tel.: +49 561 804-3685
kerdmann(at)uni-kassel.de


PPS-Konferenz in Graz, Österreich

Dipl.-Ing. Ralf-Urs Giesen und Dipl.-Ing. Jan-Christoph Zarges vor einer Leinwand bei der PPS-Konferenz.
Dipl.-Ing. Ralf-Urs Giesen, Dipl.-Ing. Jan-Christoph Zarges

In der Zeit vom 21.-25.09.2015 fand die PPS-Konferrenz in Graz statt, die von der Polymer Processing Society ausgerichtet wurde.

Während der diesjährigen Tagung wurden den etwa 400 Teilnehmern ca. 300 Fachvorträge, 60 Keynote- und 3 Plenar-Vorträge sowie eine Posterausstellung aus 14 Themenbereichen der Kunststofftechnik geboten.

Die wissenschaftlichen Mitrabeiter Ralf-Urs Giesen (links) und Jan.-Christoph Zarges (rechts) vertraten Fachgebiet Kunststofftechnik mit jeweils einem Vortrag, in dem Sie die akteullen Ergebnisse Ihrer Forschungsprojekte präsentierten. Ralf-Urs Giesen berichtete über die Verbesserung der mechanischen Eigeschaften von Flüssigsilikonen durch die Verwendung von Füllstoffen ("Filled Liquid Silicone Rubber (LSR) to Increase the Mechanical Properties"). Jan-Christoph Zarges stellte die Viskositätsmessung von Naturfaserverstärkten Compositen während des Spritzgießprozesses vor ("In-Line Rheological Characterisation of Natural Fibre Reinforced Composites During the Injection Moulding Process").


23. Konferenz der Bio-Environmental Polymer Society (BEPS)

Teilnehmer Dipl.-Ing. Johannes Fuchs vor einem Plakat mit dem Konferenz-Programm.
Dipl.-Ing. Johannes Fuchs

Die 23. Konferenz der Bio-Environmental Polymer Society (BEPS) fand vom 12.-15. Oktober 2015 am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) statt. In diesem Jahr wurde die Veranstaltung von Herrn Prof. Michael A. R. Meier vom Institut für Organische Chemie (IOC) organisiert. Der Lehrstuhl für Kunststofftechnik wurde durch den Wissenschaftlichen Mitarbeiter Dipl.-Ing. Johannes Fuchs vertreten. In seinem Vortrag "Modification of Starch-Blends with PLA by using a novel one-step Compounding Process" stellte Herr Fuchs die aktuellen Ergebnisse seiner Forschungsarbeit vor. Durch zahlreiche Fragen aus dem Auditorium bekundeten die Teilnehmer der Tagung ihr Interesse an dem vorgestellten Thema.


Baltic Polymer Symposium 2015

Dr.-Ing. Maik Feldmann, Dipl.-Ing. Philipp Sälzer und Dipl.-Ing. Kai Faulhaber vor einem Plakat der Baltic Polymer Symposium 2015.
Dr.-Ing. Maik Feldmann, Dipl.-Ing. Philipp Sälzer und Dipl.-Ing. Kai Faulhaber

In der zweiten Septemberwoche fand zum 15. Mal das Baltic Polymer Symposium (BPS) tunusgemäß in Lettland statt. Organisiert wurde die Tagung vom Institute of Polymer Materials der Riga Technical University bei der ca. 150, vorwiegend osteuropäische Wissenschaftler, teilgenommen haben. In dem 50km von Riga entfernten Tagungsort, Sigulda, trugen zwei Mitarbeiter des FG Kunststofftechnik mit folgenden Titeln vor:

Integration of electrochromic devices by the injection moulding process
(K. Faulhaber, V. Sauer, S. Gövert, J. Schnieders, H.-P. Heim)
Wood-Polypropylene-Composites: Influence of particle size and shape on mechanical properties (P. Sälzer, M. Feldmann, H.-P. Heim)

Begleitet wurden Kai Faulhaber und Philipp Sälzer von Dr. Maik Feldmann, der sich um die langjährige internationale Zusammenarbeit kümmert.


Dr. Mohammad Dalour Hossen Beg als Gastwissenschaftler an der Universität Kassel

Ein Foto des Gastwissenschaftlers Dr. Mohammad Dalour Hossen Beg.
Dr. Mohammad Dalour Hossen Beg

Dr. Beg ist als Gastwissenschaftler im Rahmen des LOEWE-Schwerpunkts "Safer Materials" in den Monaten August und September im FG Kunststofftechnik tätig. Er ist ein bekannter Wissenschaftler mit zahlreichen Veröffentlichungen im Bereich der Biokunststoffe und -verbundwerkstoffe. Zur Zeit ist er Associate Professor an der "Faculty of Chemical and Natural Resources Engineering" an der Universität Pahang, Malaysia. Neben dem wissenschaftlichen Austausch mit den Teilprojekten im LOEWE-Schwerpunkt untersucht er während seiner Zeit in Deutschland Verbunde aus Mikro-Cellulosefasern und Polymilchsäure (PLA). Durch den Aufenthalt soll die internationale Vernetzung des Schwerpunkts gefördert werden und mittelfristig eine ständige Kooperation entstehen.


Disputation Angela Ries

Ein Bild von Dipl.-Ing. Angela Ries während ihrer Disputationsfeier mit ihrem "Doktor-Hut" auf dem Kopf.

Als Abschluss des Promotionsverfahrens von Dipl.-Ing. Angela Ries fand am 09.07.2015 die Disputation statt. Im Rahmen ihrer Tätigkeit am Institut für Werkstofftechnik - Kunststofftechnik forschte Frau Ries insbesondere im Bereich der eigenverstärkten Kunststoffe im Rahmen des Sonderforschungsbereichs Transregio 30, dessen Geschäftsführung sie auch vom April 2011 bis zu ihrem Ausscheiden vom Institut im April 2014 innehatte. Die Dissertation trägt den Titel "Thermo-mechanische Gradierung eigenverstärkter Polypropylen-Composite".


Pressemitteilung - 31. PPS - 2015

Auf der Abbildung sind Herr Fabian Verheyen M.Sc., Frau Dipl.-Ing. Viola Sauer, Herr Fabian Jakob M.Sc. und Herr Dr.-Ing. Maik Feldman vor dem Banner der 31. Internationale Konferenz der "Polymer Processing Society".
Abbildung: Herr Fabian Verheyen M.Sc., Frau Dipl.-Ing. Viola Sauer, Herr Fabian Jakob M.Sc. und Herr Dr.-Ing. Maik Feldman (von links nach rechts)

Die 31. Internationale Konferenz der "Polymer Processing Society" fand in diesem Jahr vom 7. bis zum 11. Juli 2015 auf der Insel Jeju in Südkorea statt. Weit über 600 Teilnehmer nahmen an der fünftägigen Veranstaltung teil. Das Institut für Werkstofftechnik – Kunststofftechnik war mit insgesamt vier Vorträgen vertreten.    


Herr Dr. Maik Feldmann referierte über die unterschiedlichen Effekte von Schmelzetemperaturen auf die mechanischen Eigenschaften von biobasierten Werkstoffverbunden während des Spritzgießprozesses. Frau Dipl.-Ing. Viola Sauer zeigte dem interessierten Publikum Einflüsse von verschiedenen Montagemöglichkeiten auf das thermische Management von Kunststoff-Aluminium-Verbindungen am Beispiel einer LED-Beleuchtung. Herr Fabian Jakob M.Sc. berichtete über die Charakterisierung von Scharnieren auf der Basis von Polypropylen-Vlies. Die Auswirkung des Temperprozesses auf ausgewählte mechanische Eigenschaften von Flüssigsilikonkautschuk war Inhalt des Vortrages von Herrn Fabian Verheyen M.Sc..  

Zwischen den Vorträgen tauschten sich die Teilnehmer in zahlreichen Gesprächen intensiv aus. 


WAK Nachwuchsforschertreffen am 2. und 3. Juli in Kassel

Ein Foto der versammelten Wissenschaftler von links nach rechts: Christof Schlitt (B.Braun), Leif Steuernagel (Clausthal), Ines Kühnert (Dresden), Andreas Seefried (Erlangen), Torben Fischer (Aachen), Tobias Hallmann (Paderborn), Leyu Lin (Kaiserslautern), Viola Sauer (Kassel), Michaela Kersch (Bayreuth), sowie Thomas Erb (Stuttgart)
Von links nach rechts: Christof Schlitt (B.Braun), Leif Steuernagel (Clausthal), Ines Kühnert (Dresden), Andreas Seefried (Erlangen), Torben Fischer (Aachen), Tobias Hallmann (Paderborn), Leyu Lin (Kaiserslautern), Viola Sauer (Kassel), Michaela Kersch (Bayreuth), Thomas Erb (Stuttgart)

Am 2. und 3. Juli 2015 fand am IfW-Kunststofftechnik das Nachwuchsforschertreffen des Wissenschaftlichen Arbeitskreises der Universitätsprofessoren der Kunststofftechnik (WAK) statt. In diesem Rahmen treffen sich etwa halbjährlich Vertreter ("Oberingenieure") der Universitätsprofessoren und anderer Forschungseinrichtungen mit dem Themenschwerpunkt Kunststoffe, um sich in entspannter Atmosphäre über Neuigkeiten und Entwicklungen an den Instituten auszutauschen und jeweils das einladende Institut und eine Firma im lokalen Umfeld zu besichtigen. Gastgeber war dieses Jahr die Leitende Ingenieurin des Fachgebiets Kunststofftechnik am IfW, Dipl.-Ing. Viola Sauer. Zu Gast waren Dr. Leif Steuernagel (TU Clausthal), Dr.-Ing. Ines Kühnert (IPF Dresden), Dr.-Ing. Andreas Seefried (Uni Erlangen-Nürnberg), Dipl.-Ing. Torben Fischer (RWTH Aachen), Dr.-Ing. Tobias Hallmann (Uni Paderborn), Dr.-Ing. Leyu Lin (TU Kaiserslautern), Michaela Kersch, M. Sc. (Uni Bayreuth) und Dipl.-Ing. Thomas Erb (Uni Stuttgart).

Am ersten Tag stellte Frau Sauer den Gästen zunächst in einem Vortrag die Uni Kassel, das IfW und die Forschungsschwerpunkte des Fachgebiets Kunststofftechnik vor, bevor sie in einem Fachvortrag über die Möglichkeiten der Geruchsmessung an Kunststoffen informierte. Anschließend folgte eine Führung durch die Labore der Kunststofftechnik. Abgerundet wurde der Tag mit einem Besuch des Herkules, einem gemeinsamen Abendessen und einer kleiner Stadtführung bei, nach einem heißen Tag mit über 35°C, endlich erträglichen Temperaturen.

Für den zweiten Tag erklärte sich die B.Braun Melsungen AG freundlicherweise bereit die Nachwuchsforscher willkommen zu heißen und in einer umfangreichen Werksführung ihr Unternehmen vorzustellen. Zunächst gab Dr.-Ing. Andreas Herold, Leiter Technology Center, einen Überblick über die Fertigungstiefe des hauseigenen Sondermaschinenbaus, bevor ein professioneller Guide, immer wieder unterstützt von Dr. Oliver Grönlund, Vice President R&D Center of Excellence IV-Systems, durch das Besucherzentrum, die Medical-Fertigung und das Werk LIFE (Herstellung und Abfüllung von Infusionsbeuteln) führte. Zum Abschluss lud die B.Braun Melsungen AG die Nachwuchsforscher zum gemeinsamen Mittagessen in der LIFE-Kantine ein. Organisiert und begleitet wurde der Tag von Christof Schlitt, externer Doktorand am IfW-Kunststofftechnik.


Disputation Christian Berger

Ein Bild von Dipl.-Ing. Christian Berger bei seiner Disputationsfeier mit seinem Doktor-Hut auf dem Kopf.

Am 25.06.2015 fand die Disputation von Dipl.-Ing. Christian Berger statt.
Zum Thema  Faserverbundwerkstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen forschte Herr Berger als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut. Herr Berger verließ das Institut im Mai 2014 für eine Stelle in der freien Wirtschaft. Seine Dissertation trägt den Titel "Epoxidharze und faserverstärkte Composite auf der Basis von nachwachsenden Rohstoffen".


Disputation Markus Murr

Prof. Dr.-Ing. Christoph Barth, Prof. Dr.-Ing. Andrzej Bledzki, Dr.-Ing. Markus Murr, Prof. Dr. habil. Hans-Peter Fink, Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Heim

Ebenfalls am 25.06.2015 fand die Disputation von Dipl.-Ing. Markus Murr statt. Zum Thema  Polypropylen Composite aus natürlichen und polymeren Fasern forschte Herr Murr mehrere Jahre am Institut. Herr Murr arbeitet bereits mehrere Jahre in der freien Wirtschaft. Seine Dissertation trägt den Titel "Hybride PP Composite PP basierte Composite aus natürlichen und polymeren Fasern".


Biopolymer-Kolloquium

Am 22.01.2015 fand im Rahmen der "Grünen Woche" in Berlin das vom Fraunhofer IAP organisierte 7. Biopolymer-Kolloquium statt. Die diesjährige Veranstaltung war in erster Linie den Ergebnissen des, von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V., geförderten Forschungsverbundes "Biopolymere - Biokunststoffe zur stofflichen Verwertung von Biomasse" gewidmet.

Dr.-Ing. Maik Feldmann, Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Heim, Dipl.-Ing. Johannes Fuchs, Dipl.-Ing. Jan-Christoph Zarges

Das Fachgebiet Kunststofftechnik war mit zwei Vorträgen vertreten. Der Leiter der Abteilung Materialentwicklung und Verbundwerkstoffe Dr.-Ing. Maik Feldmann stellte in seinem Vortrag "Prozess- und Materialoptimierung von Biokunststoffen und compositen" ausgewählte Ergebnisse aus 5 Jahren Forschung vor. In ihrem Vortrag mit dem Titel "(Schaum-)Spritzguss von Stärkeblends-Verfahren und Eigenschaften" zeigten der Lehrstuhlinhaber Prof. Dr.-Ing Hans-Peter Heim sowie der wissenschaftliche Mitarbeiter Dipl.-Ing. Johannes Fuchs Verfahren zur Verarbeitung von Stärkeblends auf. Begleitet wurden die Vortragenden vom wissenschaftlichen Mitarbeiter Dipl.-Ing. Jan-Christoph Zarges, der innerhalb des Forschungsverbundes mit der Bearbeitung des Projektes "Energieeffiziente Verarbeitung von innovativen Konstruktionswerkstoffen auf Basis von Cellulosefaser verstärktem biobasiertem Polyamid-Eigenschafts- und Prozessoptimierung von Naturfaser verstärktem biobasiertem PA" vertraut war.

Die zahlreichen Vertreter aus dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V., der Industrie und Forschungseinrichtungen bekundeten durch zahlreiche Fragen ihr Interesse an den vorgestellten Forschungsergebnissen.


Kunststofftechnik Cluster Nordhessen und Anwendungszentrum UNIpace veranstalten Workshop zum Thema "Silikon-Spritzgießen"

Am 29. Januar 2015 luden Kunststoff Cluster Nordhessen (KCN) und das Anwendugszentrum Kunststoffverarbeitung UNIpace zu einem Workshop im Themenbereich "Silikon-Spritzgießen" ein.

Das Netzwerk Kunststoff Cluster Nordhessen ist bemüht, erfahrene Kunststoff-Fachleute in einem Kompetenzverbund zu vereinen, und fördert unter anderem im Forum von Seminaren und Workshops den technisch-wissenschafltichen Austausch.

Der Workshop "Silikon-Spritzgießen" richtete sich somit an Unternehmen, welche sich unmittelbar mit der Verarbeitung von Silikonkautschuken befassen, oder an interessierte Unternehmen, die ihr Wissen im Bereich der Kunststoffverarbeitung in Bezug auf Silikone erweitern möchten. Hierzu brachten die Mitarbeiter des UNIpace den Teilnehmern in Form von Vorträgen die Besonderheiten der Silikonverarbeitung näher.

Die Themen reichten von einer allgemeinen Einführung in die Besonderheiten bei der Verarbeitung und Prüfung von Elastomeren und speziell der Silikonkautschuke bis hin zu Fachvorträgen im Hinblick auf mögliche Einflüsse auf z.B. Druckverformungsrest und weitere mechanische Eigenschaften. Darüber hinaus wurde den interessierten Teilnehmern die vorhandene Maschinen- und Prüftechnik vorgeführt und näher gebracht.

Bei einem abschließenden Imbiss wurden neue Kontakte geknüpft und zahlreiche Diskussionen geführt.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.innovationszentrum-kunststofftechnik.eu


Kick-off Meeting IGF-projekt ""pull and foam"

Das Netzwerk Kunststoff Cluster Nordhessen veranstaltete am 30. Januar 2015 in Kooperation mit dem Lehrstuhl Kunststofftechnik der Universität Kassel das Kick-Off-Meeting zu dem vom Lehrstuhl beantragten und positiv beschiedenen IGF-FOrschungsprojekt "Thermoplast-Schaumspritzgießverfahren pull and foam" (IGF 18254 N/1). Es konnten elf interessierte Teilnehmer aus neun Unternehmen der Wertschöpfungskette Kunststoffverarbeitung im Senatssaal derUniversität Kassel begrüßt werden. Sowohl Vertreter der Bereiche Werkzeug- und Formenbau wie auch Verarbeiter und Hersteller von Additiven folgten der Einladung. Im Rahmen des Forschungsprojektes ist die Industrie, überwiegend kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), in Form eines projektbegleitenden Ausschusses eingebunden, welcher die Forschungseinrichtung als Steuerungs- und Beratungsgremium unterstützen soll.

Im Rahmen des Kick-Off-Meetings wurden die Mitglieder des projektbegleitenden Ausschusses zunächst über Details des Projektes informiert. Neben den technischen Informationen zum Verfahren wurden bisher erarbeitete Ergebnisse und Erkenntnisse sowie die zukünftige inhaltliche und zeitliche Planung vorgestellt. Im Anschluss daran wurde ein grundlegendes Konzept für ein neues Prototypenwerkzeug präsentiert und zur Diskussion gestellt. Hierbei konnten zahlreiche Hinweise und Anregungen aus den Reihen der anwesenden Unternehmensvertreter notiert werden.


Mitgliederversammlung Innovationszentrum Kunststofftechnik e.V.

Die 17. Mitgliederversammlung des Vereins Innovationszentrum Kunststofftechnik e.V. fand am 09. Februar 2015 im Senatssaal der Universität Kassel statt.

Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch den Vorsitzenden des Vereins, Herrn Professor Heim, informierte dieser die Anwesenden über die Aufnahme bzw. den Vereinsbeitritt der Unternehmen Fels Kunststofftechnik GmbH, Schedetal Folien GmbH und Drukc- und Spritzgußwerk Hettich GmbH & Co. KG.

Die organisatorischen Strukturen des Fachgebietes Kunststofftechnik der Universität Kassel in Verbindung mit den Aktivitäten des Förderverein Innovationszentrum Kunststofftechnik e.V. wurden im Anschuss von Herrn Heim angesprochen. Hierbei berichtete Herr Heim u.a. über die Gestaltung von Stipendienprogrammen, die Organisation des Ehemaligennetwerkes, die Realisierung und Gestaltung von Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit sowie die Aktivitäten des Kunststoff Cluster Nordhessen.
Aktivitäten des Vereins im Jahr 2014 und zu Beginn des Jahres 2015 wurden ebenfalls erläutert. Neben der monetären Unterstützung des Lehrstuhls in Form von Stipendien und bei der Durchführung von Seminaren und innerbetrieblichen Informations- und Bildungsmaßnahmen war der Verein u.a. auch aktiv an der Organisation und Durchführung von Tagungen von Workshops sowie Vortragsveranstaltungen und Seminaren beteiligt. Die Aktivitäten in diesem Zusammenhang waren:

  • Vortragsreihe im Anschluss an die Mitgliederversammlung
  • Beteiligung am Workshop Geruch und Emissionen bei Kunststoffen
  • Organisation und Durchführung von Ehemaligentreffen
  • Organisation und Durchführung von Firmen-Foren
  • Organisation und Durchführung themenspezifischer Workshops in Kooperation mit dem Lehrstuhl
  • Organisation bei Kick-Off-Meetings
  • Zusammenstellung und Herausgabe der Newsletter

Auch die Aktivitäten des Kunststoff Cluster Nordhessen, die im Wesentlichen durch Herrn Erdmann koordiniert und realisiert werden, waren Gegenstand der Berichterstattung von Herrn Professor Heim. In diesem Zusammenhang berichtete Herr Heim über die z.T. auch aktive Teilnahme an Veranstaltungen anderer Netzwerke. So wurde und wird beispielsweise im Rahmen sog. Gechäftsreisen des Netzwerkes CCA (Competence Center Aerospace Kassel Caleden) bei Unternehmen der Luftfahrtbranche über die Themen und Aktivitäten des Lehrstuhls berichtet und informiert, zudem nimmt Herr Erdmann regelmäßig an Fachgesprächen des Netzwerkes teil, innerhalb derer Aktuelles aus dem Bereich Interierus angesprochen wird.

Auch den Besuch von Veranstaltungen des Netzwerkes Kunststoffe in OWL sprach Herr Heim an.  Ergänzt wurden die Netzwerkaktivitäten des KCN durch den regelmäßigen Austausch von Informationen während Treffen mit weiteren Cluster-/Netzwerkmanagern der Region, dem sog. Cross-Clustering.

Die Schwerpunkte des Lehrstuhls Kunststofftechnik sind naturgemäß in der Lehre und der (Grundlagen-)Forschung angesiedelt und werden ergänzt durch Angebote im Bereich von Dienstleistungen und z.B. bilateraler (Auftrags-)Forschung. Speziell dieser Bereich bildet folgerichtig die Hauptschnittstelle zwischen Lehrstuhl und Industrie und bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten für Kooperationen und für die gemeinsame Bearbeitung von Themen und Aufgabenstellungen.
Die Schwerpunkte der Lehrstuhlaktivitäten. so führte Herr Professor Heim weiter aus, bildeten im zurück liegenden Zeitraum die mit großem Aufwand betriebenen Vorbereitungen sowie die Organisation und Durchführung der Begutachtung und Bewertung des Sonderforschungsbereiches Transregio 30 und des LOEWE-Projekts Safer Materials (LOEWE: Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-Ökonomischer Exzellez).

Dipl.-Ing. Karsten Erdmann


Projekt- und Cluster-Manager der Netzwerke der Region treffen sich zum Erfahrungsaustausch

Am 25. Feburaur 2015 trafen sichen Projekt- und Clustermanager von sechs Netzwerken der Region Kassel zum informellen Erfahrungsaustausch. Der Einladung und Initiative des Kunststoff Cluster Nordhessen (KCN) und des Competence Center Aerospace (CCA) folgend trafen sich die Projektmanager im Anwendungszentrum Kunststoffverarbeitung der Universität Kassel - UNIpace.

Nach einer kurzen Vorstellung der Anwesenden und deren Aktivitäten in den Clustern stellte Technologiescout und Projektkoordinator Karsten Erdmann das  Netzwerk Kunststoff Cluster Nordhessen vor. Hierbei berichtete Herr Erdmann sowohl über die Entstehung und Entwicklung des seit 2008 existierenden Clusters wie auch über aktuelle organisatorische Aspekte. In diesem Zusammenhang wurden u. a. die Akivitäten des Netzwerkes angesprochen, wie z.B. die Durchführung von Firmen-Foren und die Organisation von Workshops und Vortragsreihen.

Im Anschluss an die Vorstellung des KCN diskutierten die Teilnehmer rege über unterschiedliche Aspekte ihrer täglichen Arbeit und die Aktivitäten innerhalb der Netzwerke. Erneut waren sich die Teilnehmer einig, zukünftig den Kontakt auf der Ebene der Cluster-Manager und Prjektleiter zu intensivieren und auf der Grundlage von Kooperationen mögliche Synergien, die sich innerhalb der Aktivitäten der einzelnen Netzwerke ergeben, definieren und nutzen zu wollen, um somit den Mitgliedern der Cluster einen Mehrwert anbieten zu können.
Als weiterer wichtiger Aspekt, der zukünftig clusterübergereifend und somit kooperativ gestaltet werden sollte, wurde das Thema Außendarstellung und, verbunden damit, die Entwicklung der Clusterarbeit in der Region definiert. Perspektivisch sollen hier für die in den Clustern organisierten Unternehmen und weitere interessierte Parnter themenübergreifende Veranstaltungen angeboten und organisiert werden, die auch eine (Diskussins-)Plattform für regionalpolitische Sachverhalte bieten sollen.

Zum Abschluss der Veranstaltung führte Herr Erdmann die Teilnehmer durch die Labore des Lehrstuhls Kunststofftechnik und erläuterte den Interessierten bei dieser Gesellschaft Themen und Vorgehensweisen in der Forschungsarbeit.

Folgende Cluster waren vertreten:
Competence Center Aerospace, Herr Michael Wieners
DIE MASCHINENBAUPARTNER, Herr Volker Nicolai
IT-NETZWERK e.V., Herr Armin Merle
Kompetenznetzwerk dezentrale Energietechnologien, deENet, Herr Jannis Haack
MoWiN.net, Herr Markus Oeste
Netzwerk, Hessen-China, Frau Nicole Holzapfel und Frau Larissa Most


Pressemitteilung zum 17. Workshop "Odour and Emissions of Plastic Materials" 2015

Zum 17. Mal haben sich an der Universität Kassel Vertreter aus Industrie und Forschung getroffen, um sich über aktuelle Themen aus dem Bereich Geruch und Emissionen von Kunststoffen zu informieren und auszutauschen. Der vom Fachgebiet Kunststofftechnik der Universität Kassel ausgerichtete Workshop "Odour and Emissions of Plastic Materials" findet seit 1999 regelmäßig statt und richtet sich an ein internationales Fachpublikum.

Auf dem zweitägigen Workshop wurden unter anderem moderne Messinstrumente zur Evaluation von Gerüchen und Emissionen präsentiert, sowie neue Entwicklungen zur Geruchs- und Emissionsreduzierung in insgesamt 21 technisch-wissenschaftlichen Fachvorträgen dargestellt und diskutiert. Herr Dr. Feldmann und Herr Kleinhans vom IfW-Kunststofftechnik der Universität Kassel stellten in ihrem Gemeinschaftsvortrag die Geruchs- und Emissionsmessung von thermoplastbasierten Lignin-Blends vor. Die Ergebnisse zeigten, dass Lignin bzw. dessen Abbauprodukte die hauptsächlich geruchsverursachenden Komponenten in den Compounds darstellen – ein Unterschied durch die verschiedenen Matrixwerkstoffe konnte weder in der Intensität noch in der Qualität festgestellt werden. Die Zugabe von Weißöl führte zwar zur Reduzierung einzelner geruchsintensiven Emissionen, konnte aber den Gesamtgeruch der Proben nicht signifikant verändern.

Die 145 Teilnehmer aus verschiedenen europäischen Ländern, Asien und Neuseeland konnten sich darüber hinaus in der angegliederten Fachausstellung und Poster-Präsentation informieren, neue Kontakte knüpfen und bestehende pflegen. Wie in den Jahren zuvor, bildete der Workshop damit eine gute Plattform zur Kommunikation zwischen Industrie und Forschung. Folgende Firmen waren in diesem Jahr an der Ausstellung beteiligt: Aero Laser GmbH, Alpha MOS Camoleon knowledge brokerage, Axel Semrau GmbH & Co. KGH, Certech (Belgien), Chematec Aps (Dänemark), EDAG Engineering AG, Gerstel GmbH & Co. KG, imat-uve GmbH, Markes International GmbH, Odournet GmbH, SPC Seitz Chromatogra-phie Produkte GmbH, Testa GmbH, Weiss Umwelttechnik GmbH – Vötsch Industrietechnik GmbH und die Universität Kassel (FG Kunststofftechnik). Während der Pausen hatten die Besucher außerdem die Möglichkeit an einem Workshop zur Bestimmung der Geruchs- und Akzeptanzschwelle von alpha-Pinen, der von Herrn Matthias Schmidt (Anbus Analytik GmbH) geleitet wurde, teilzunehmen.

Die Begrüßung der Teilnehmer fand am 16. März 2015 durch den Leiter des Fachgebiets Kunststofftechnik Herr Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Heim statt. Der einleitende Vortrag "Die Macht des Riechens! Kann Duft den Produktabsatz steigern und die Kommunikation sinnvoll erweitern?" wurde von Herrn Peter Hampel (CEO der et-projekt AG, Hannover) gehalten und stimmte bereits auf die in der Abendveranstaltung folgende Duftpräsentation ein. Dafür traf man sich in diesem Jahr in der Weinkirche. Die sakral anmutenden Räumlichkeiten wurden Mitte des 19. Jahrhunderts von der Kasseler Architekturlegende Prof. Georg Gottlob Ungewitter im Stil der Neogothik erbaut und gelten in der Region als eines der wichtigsten Zeugnisse dieser Epoche.

Mit einer originalgetreuen Restaurierung wurde das beeindruckende Kreuztonnengewölbe dieses lange vergessenen Ortes im Dezember 2013 wieder eröffnet und bietet einen außergewöhnlichen Event-Ort unter der Stadt. Während der Abendveranstaltung wurde in gemütlicher Atmosphäre weiter diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht.

Nach dem zweiten Tag mit zahlreichen, interessanten Vorträgen mit dem Schwerpunkt Materialien und Messmethoden, übernahm Herr Prof. Heim die abschließenden Worte. Er bedankte sich bei allen Beteiligten, die zum Gelingen des Workshops beigetragen haben und hob die inhaltliche Qualität der Vorträge hervor.

Ansprechpartnerin Geruchs- und Emissionsmessverfahren:

Dipl.-Ing. Viola Sauer

 Ansprechpartnerin Organisation Workshop und Bestellung des Tagungsbandes:

Dipl.-Ing. Susanne Wolff

Die 145 Teilnehmer aus verschiedenen europäischen Ländern, Asien und Neuseeland konnten sich darüber hinaus in der angegliederten Fachausstellung und Poster-Präsentation informieren, neue Kontakte knüpfen und bestehende pflegen. Wie in den Jahren zuvor, bildete der Workshop damit eine gute Plattform zur Kommunikation zwischen Industrie und Forschung. Folgende Firmen waren in diesem Jahr an der Ausstellung beteiligt: Aero Laser GmbH, Alpha MOS Camoleon knowledge brokerage, Axel Semrau GmbH & Co. KGH, Certech (Belgien), Chematec Aps (Dänemark), EDAG Engineering AG, Gerstel GmbH & Co. KG, imat-uve GmbH, Markes International GmbH, Odournet GmbH, SPC Seitz Chromatogra-phie Produkte GmbH, Testa GmbH, Weiss Umwelttechnik GmbH – Vötsch Industrietechnik GmbH und die Universität Kassel (FG Kunststofftechnik). Während der Pausen hatten die Besucher außerdem die Möglichkeit an einem Workshop zur Bestimmung der Geruchs- und Akzeptanzschwelle von alpha-Pinen, der von Herrn Matthias Schmidt (Anbus Analytik GmbH) geleitet wurde, teilzunehmen.

Die Begrüßung der Teilnehmer fand am 16. März 2015 durch den Leiter des Fachgebiets Kunststofftechnik Herr Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Heim statt. Der einleitende Vortrag "Die Macht des Riechens! Kann Duft den Produktabsatz steigern und die Kommunikation sinnvoll erweitern?" wurde von Herrn Peter Hampel (CEO der et-projekt AG, Hannover) gehalten und stimmte bereits auf die in der Abendveranstaltung folgende Duftpräsentation ein. Dafür traf man sich in diesem Jahr in der Weinkirche. Die sakral anmutenden Räumlichkeiten wurden Mitte des 19. Jahrhunderts von der Kasseler Architekturlegende Prof. Georg Gottlob Ungewitter im Stil der Neogothik erbaut und gelten in der Region als eines der wichtigsten Zeugnisse dieser Epoche.

Mit einer originalgetreuen Restaurierung wurde das beeindruckende Kreuztonnengewölbe dieses lange vergessenen Ortes im Dezember 2013 wieder eröffnet und bietet einen außergewöhnlichen Event-Ort unter der Stadt. Während der Abendveranstaltung wurde in gemütlicher Atmosphäre weiter diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht.

Nach dem zweiten Tag mit zahlreichen, interessanten Vorträgen mit dem Schwerpunkt Materialien und Messmethoden, übernahm Herr Prof. Heim die abschließenden Worte. Er bedankte sich bei allen Beteiligten, die zum Gelingen des Workshops beigetragen haben und hob die inhaltliche Qualität der Vorträge hervor.

Ansprechpartnerin Geruchs- und Emissionsmessverfahren:

Dipl.-Ing. Viola Sauer

Leitende Ingenieurin
Abteilungsleiterin Funktionenintegration
Universität Kassel
Institut Kassel
Institut für Werkstofftechnik
Kunststofftechnik
Mönchebergstraße 3
34125 Kassel
Tel.: +49 (561) 804 - 3675
E-Mail: viola.sauer(at)uni-kassel.de

 

Ansprechpartnerin Organisation Workshop und Bestellung des Tagungsbandes:

Dipl.-Ing. Susanne Wolff

Projekt-Ingenieurin
Universität Kassel
Institut für Werkstofftechnik
Kunststofftechnik
Mönchebergstraße 3
34125 Kassel
Tel.: +49 (561) 804 - 3687
E-Mail: susanne.wolff(at)uni-kassel.de

 

 


ANTEC 2015 - Orlando 23.03.- 25.03.2015

Bereits traditionell findet die ANTEC der Society of Plastics Engineers alle 3 Jahre zusammen mit der NPE, der größten Messe zum Thema Kunststoffverarbeitung in Nordamerika, in Florida statt. Im Orange County Convention Center Orlando wurden dem Publikum zahlreiche Vorträge aus Wissenschaft und Industrie geboten. Die große Zahl an Parallelsessions deckte dabei ein weites Feld an Themen rund um Kunststoffe, ihre Aufbereitung und ihre Verarbeitung ab. Neben klas-sischen Themen wie dem Spitzgießen oder der Extrusion wurde sich auch spezielleren Themen wie dem Blasformen oder elektrisch leitfä-higen Materialien gewidmet.
Das Fachgebiet Kunststofftechnik des IfW war durch Prof. Dr.-Ing. H.-P. Heim und Florian Mieth M. Sc. vertreten. In seinem Vortrag mit dem Titel "Changeable Thermal Management for LED-Lighting" berichtete Herr Mieth über die Möglichkeiten zur Veränderung thermischer Widerstände in LED Leuchten durch die Modifikation von Materialien und Verarbeitungsverfahren. Im Anschluss nutzten die Vertreter des IfW die Ge-legenheit sich auf der Messe NPE über die neusten Entwicklungen und Trends zu informieren.


Hannover Messe 2015, 13. - 17. April

Das Institut für Werkstofftechnik war auf der diesjährigen Hannover Messe mit zwei wissenschaftlichen Mitarbeitern vertreten. Die Leitthemen Digitalisierung und Industrie 4.0 standen im Fokus der Messe. Es wurde deutlich, dass diese Trends und Entwicklungen auch vor der Kunststoffverarbeitung nicht Halt machen. Die Arburg GmbH zeigte beispielsweise wie in einer Kombination aus klassischem Spritzgießen und additiver Fertigung eine Produktindividualisierung bei gleichzeitiger Verwendung von Großserienfertigungstechnologie möglich ist. Man darf gespannt sein, inwieweit Konzepte wie die Cloud, die Nutzung von big data oder die vertikale Integration in den folgenden Jahren auch bei kunststoffverarbeitenden Unternehmen Einzug halten. 


Werkzeug für die Herstellung von LSR-TP-Prüfkörper im 2K-Spritzgießprozess

Bild 1: Probekörper aus Silikon und PA 6 nach VDI Richtlinie 2019

Das Anwendungszentrum UNIpace der Universität Kassel hat in Zusammenarbeit mit dem Medizintechnikhersteller B. Braun Melsungen AG und dem Werkzeug- und Formenbauer EDEGS GmbH (Freiberg am Neckar) ein Zweikomponentenspritzgießwerkzeug zur Herstellung eines Probekörpers für Flüssigsilikon (LSR) - Thermoplastverbindungen in Anlehnung an die VDI-Richtlinie 2019 entwickelt und in Betrieb genommen, siehe Bild. 

Ein besonderer Vorteil ist hierbei, dass bei diesem Prozessablauf der Thermoplast spritzfrisch mit dem LSR überspritzt werden kann. Somit kommt die Herstellung des Probekörpers dem in der Praxis angewendeten 2K-Spritzgießprozess gleich. Bei dem verwendeten Werkzeug, Bild 2, wird der Thermoplast in L-Stellung gespritzt und dann in die Werkzeughälfte für das Silikonspritzgießen umgesetzt. Vorteil dieser Variante ist, dass der Thermoplast variabel temperiert werden kann. Zusätzlich kann im Werkzeug eine Oberflächenvorbehandlung des Thermoplasten erfolgen, um bessere Hafteigenschaften durch eine Oberflächenmodifikation zu erreichen. Hierfür steht UNIpace eine Zweikomponenten-Spritzgießmaschine des Typs Arburg Allrounder 370A ALLDRIVE zur Verfügung. Die Spritzgießmaschine ist zusätzlich mit einem Arburg Multilift Select Roboter ausgestattet, der für die Teileentnahme sowie die Oberflächenvorbehandlung eingesetzt werden kann. Um schnellstmöglich viele Materialkombinationen zu testen, wird mit einem kleinen Thermoplastspritzgießaggregat und einer Kartuschendosierung für das LSR-Aggregat gearbeitet.


Neues Mitglied im Kunststoff Cluster Nordhessen

Das Netzwerk Kunstsoff Cluster Nordhessen im Verein Innovationszentrum Kunststofftechnik e.V. begrüßt die Firma Druck- und Spritzgusswerk Hettich GmbH und Co. KG im Kreis der Mitglieder.

Hettich ist einer der größten Hersteller von Möbelbeschlägen mit mehr als 6000 Mitarbeitern weltweit. Mehr als 500 Mitarbeiter sind am Standort Frankenberg bei der Druck- und Spritzgusswerk Hettich GmbH & Co. KG beschäftigt.

Hettich betreibt Produktionsstandorte in Deutschland, in den USA, Spanien, Tschechien, Indien und China und ist mit 40 Tochtergesellschaften auf der ganzen Welt nahe am Kunden. Die Unternehmensgruppe entwickelt, produziert und vertreibt unter anderem Scharniere, Schubkastenund Führungssysteme sowie Schiebetürsysteme. Mit seinen innovativen Produkten setzt Hettich Maßstäbe bei Funktion, Qualität und Komfort von Küchen-, Bad-, Büro-, Wohn- und SchlafraumMöbeln. Kunden sind die Möbelindustrie, der Fachhandel mit dem Handwerk und die DIYBranche. Als Spezialist auf den Gebieten der Druck- und Spritzgusstechnik ist die Druck- und Spritzgusswerk Hettich GmbH & Co. KG Partner für Systemlieferanten der Automobil- und Elektroindustrie und für die Hettich Unternehmensgruppe im Bereich Technik für Möbel. Am Standort in Frankenberg werden einbaufertige Artikel und Baugruppen in Mittel- und Großserien aus Kunststoffspritzguss, Zink- und Magnesiumdruckguss entwickelt, produziert und vertrieben. Dämpfungssysteme für Schubkästen, Scharniere und Schiebetüren bilden einen Produktschwerpunkt. Dabei ist die unternehmenseigene Ausbildung für Hettich ein wichtiger Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebestandes. Die jungen Menschen nutzen die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten des Unternehmens. Ausgebildet wird in den Berufen Werkzeug-, Industrie-, Verfahrens-, Gießereimechaniker und Mechatroniker. Außerdem bietet das Unternehmen das duale Studium Bachelor of Engineering an. Das Unternehmen begrüßt dabei ausdrücklich die technische Ausbildung von Frauen. Hettich ist ein Familienunternehmen. Familienfreundliche Maßnahmen sind daher eine Selbstverständlichkeit. Das Unternehmen setzt auf die Flexibilität von Mitarbeitern, Teams und Führungskräften und bietet viele Möglichkeiten für die Vereinbarkeit der zwei Lebenswelten Familie und Beruf. Verfolgt wird der Ansatz, dass sich eine familienbewusste Personalpolitik langfristig auszahlt. Das Ziel ist die Förderung eines positiven Betriebsklimas, um gut qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten. 


Veröffentlichungen / Vorträge

  • F. Verheyen, A. Rüppel, H.-P. Heim
    LSR Analysis and comparison with reference to process parameters
    Silicone Elastomers - World Summit 2014, Wien, 03. - 04.12.2014

  • H.-P. Heim, M. Feldmann, J. Fuchs
    (Schaum-)Spritzguss von Stärkeblends -  Verfahren und Eigenschaften
    7. Biopolymer-Kolloquium, 22.01.2015, Berlin

  • H.-P. Heim, M. Feldmann
    Welt der Kunststoffe: Bio...aber sicher!? (Leitartiekl)
    Chemie&more, 01.15, 2-3

  • J. Ganster, M. Feldmann
    Renaissance der Biopolymere -  Nachwachsenden Rohstoffe für den Kunststoffsektor zur Geruchs- und Emissionsmessung von thermoplastbasierten Lignin- Blends 17. Workshop of "Odour and Emissions of Plastic Materials", 16. - 17-03-2015, Kassel

  • H.-P. Heim, F. Mieth
    Changeable Thermal Management for LED-Lighting
    ANTEC, 23.03.2015, Orlando (Florida)


Bestimmung der Temperaturleitfähifkeit und Wärmeleitfähigkeit

Die Wärmeleitfähigkeit von Materialien ist eine wichtige Eingangsgröße für Materialsimulationen, hat aber auch z.B. bei Dämmstoffen oder Elektronikbauteilen eine direkte technische Relevanz. Bei der Bestimmung nach dem Flashverfahren wird eine Probe an der Unterseite mittels eines Lichtblitzes einem definierten Energieimpuls ausgesetzt. Ein Infrarotdetektor erfasst den zeitlichen Verlauf der Temperatur an der Probenoberseite.

Über verschiedene Modelle kann aus diesem die Temperaturleitfähigkeit des Werkstoffes bestimmt werden. Eine Berechnung der Wärmeleitfähigkeit ist anschließend unter Einbeziehung der Dichte und der spezifischen Wärmekapazität möglich. Letztere kann auch basierend auf Referenzmessungen im Laserflashverfahren bestimmt werden. Basierend auf verschiedenen mathematischen Modellen ist auch die Bestimmung der Wärmeleitfähigkeit einzelner Schichten in Mehrschichtsystemen möglich.

Messbereich und Probengeometrie

  • Messung an Festkörpern (Schmelzen oder Flüssigkeiten nach Rücksprache)

  • Standard Probengeometrien:
    • 25,4 mm Quadratisch oder Rund
    • 10 mm Quadratisch
    • Andere Geometrien nach Rücksprache

  • Temperaturleitfähigkeitsbereich: 0,01 bis 1000 mm²/s

  • Bereich für spezifische Wärmekapazität: 0,01 bis 5 J/(g*K)

  • Wärmeleitfähigkeitsbereich: 0,01 bis 2000 W/(m*K)

  • Temperaturbereich: RT bis 500°C


Einfluss der Geometrie biobasierter Füllstoffe

Füllstoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe sind in der Kunststofftechnik eine vielversprechende Möglichkeit nachwachsende Rohstoffe energie- und kosteneffizient werkstofflich zu nutzen. Aufgrund des natürlichen Ursprungs sind ihre Eigenschaften jedoch nicht konstant, sondern können abhängig von der Bezugsquelle, also Anbaugebiet, Zeitraum oder Hersteller stark schwanken und somit unterschiedliche Größen oder Formen aufweisen. Daraus ergeben sich unterschiedliche Verarbeitungsbedingungen und auch Bauteileigenschaften, die sich negativ auf die Sicherheit eines Bauteils auswirken können. 

Der LOEWE-Schwerpunkt Safer Materials will Methoden und technisches Know-how schaffen, um neuartige Werkstoffe sicher und zuverlässig zu machen. Vor diesem Hintergrund sollen die Zusammenhänge zwischen Partikelgeometrie der Füllstoffe und den mechanischen Eigenschaften des Werkstoffs ermittelt werden. Ein besonderer Schwerpunkt soll dabei auch auf den Einfluss des Menschen bei Rohstoffbeschaffung, Verarbeitung und somit auf die Eigenschaften des späteren Bauteils gelegt werden.

Weitere Informationen: "Einfluss der Geometrie biobasierter Füllstoffe"

Ihr Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Philipp Sälzer
E-Mail: saelzer(at)uni-kassel.de
Tel: +49 561 804-2773