Rahmenprogramm

Rakugo-Meister Sanyūtei Kenkō präsentiert "Der Gevatter Tod"

Am Sonntag, 16.12.12 um 16:00 Uhr, tritt der Rakugo-Meister Sanyūtei Kenkō im Konzertsaal des Instituts für Musik der Universität Kassel auf (Mönchebergstraße 1, 34125 Kassel). Rakugo ist eine japanische Erzähltradition, die verschiedene Geschichten und Märchen zur Grundlage hat. An diesem Abend steht "Der Gevatter Tod" im Zentrum der Aufführung. Die Rezeption dieses Grimmschen Märchens zeigt die internationale Bedeutung und Bekanntheit der Kinder- und Hausmärchen.

Weitere Informationen zur Aufführung des Rakugo-Meisters

Die Heimkehr des Gevatter Tod

Rakugo ist die traditionelle Kunst des japanischen Geschichtenerzählens. Der Rakugo-Meister sitzt, im Kimono gekleidet, auf einem Kissen und gibt alte und neue, witzige und bewegende Geschichten zum Besten. Eine dieser Geschichten basiert auf dem Märchen „Der Gevatter Tod“ - es wurde vermutlich im Jahr 1862 nach Japan exportiert und dort vom Begründer des modernen Rakugo, Sanyutei Encho, in ein japanisches Umfeld gebracht. „Shinigami“, so der japanische Titel, gehört zum Rakugo-Kanon und wird täglich auf einer der vielen Rakugo-Bühnen in Tokyo dargeboten.

Nach 150 Jahren kehrt „Der Gevatter Tod“ in japanischem Gewand wieder nach Deutschland zurück. Wo könnte er ein besseres Zuhause finden als beim Brüder-Grimm-Kongress 2012?

Meister Sanyutei Kenko stammt in siebter Generation in direkter Linie von Sanyutei Encho ab.

Begleitet wird er von Onda Eri, einer Meisterin des Shamisen, die die Musik der Rakugo-Theater vorstellen wird.

Informationen zum Rakugo-Meister Sanyūtei Kenkō:

  • 1970    geboren in Aizu-Wakamatsu, Fukushima, Japan
  • 1988    Zieht nach Tokyo
  • 1998    Tritt bei Sanyutei Koraku in die Lehre
  • 2002    Beförderung zum Futatsume (Rakugo-Geselle)
  • 2009    Beförderung zum Shin-uchi (Rakugo-Meister)
  • 2011    Erste Deutschlandreise und Auslandstournee
  • 2012   Zweite Auslandstournee und Auftritt auf dem Brüder-Grimm-Kongress  

 

Vorstellung auf Japanisch mit deutschen Untertiteln

Einführung durch Herrn Prof. Dr. Takashi Hashimoto



Ganz schön Grimm - ein Erzählabend mit den 3 Schwestern Grimm

Unter dem Titel "Ganz schön Grimm" befreien die Schwestern Grimm Gabi Altenbach, Cordula Carla Gerndt und Katharina Ritter am Montag, 17.12.12. um 20:00 Uhr im Konzertsaal des Instituts für Musik der Universität Kassel Märchen der Brüder Grimm erzählender Weise aus den Buchdeckeln der Märchensammlungen.

Weitere Informationen zum Erzählabend der Schwestern Grimm

Weltweit einzigartig ist ihr Projekt GANZ GRIMM: In einem kleinen Theater in München haben die Schwestern Grimm drei Jahre lang alle Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm der Reihe nach frei und mündlich erzählt.

Am 17. Dezember sind die 3 Schwestern Grimm anlässlich der Eröffnung des Brüder-Grimm-Kongresses an der Universität Kassel mit einem „Best of” zu Gast – mit „Klassikern“  aber auch mit gänzlich unbekannten Märchen aus der Sammlung. Lassen Sie sich überraschen von schrägen, lustigen, gruseligen Geschichten, frei erzählt von den Schwestern Grimm!

Weitere Informationen über die Schwestern Grimm: www.ganzgrimm.de


Märchenklang und Zauberstimme (Dienstag, 18. Dezember um 20:00 Uhr im Konzertsaal der Mönchebergstraße 1)

Christine Uhde (Erzählerin) und Beate Masopust (Konzertgitarre) präsentieren Grimms Märchen

 Die erzählend-musikalische Aufführung des Duos Christine Uhde und Beate Masopust folgt zwar streng dem Wortlaut der Grimmschen Märchen, aber statt sie lediglich auswendig zu rezitieren oder sie aufwendig szenisch aufzuführen, werden sie von Christine Uhde wirklich noch aus scheinbar uralt mündlicher Tradition vorgetragen. Mit ihrer wandelbaren Stimme erzählt sie die Märchen ohne übertriebenes Pathos und doch mit jener Hingabe, die uns sogleich am Schicksal der Figuren Anteil nehmen lässt. Im Wortsinne mit unterschiedlichen Gewändern angetan hat sie stets Blickkontakt mit ihrem Publikum, illustriert Ihre Erzählung sparsam aber eindrücklich mit Gestik und Mimik. Und die gelegentlich von ihr hervorgezauberten kleinen Requisiten bündeln unsere Aufmerksamkeit auf jenes magische Ding, das uns auf den Wogen ihrer warmen Stimme direkt in die Märchenwelt zieht. Den musikalischen Mit- und Gegenpart bietet Beate Masopust mit ihrer Gitarre. Kein Klangteppich wird hier unterlegt, nicht das Pausenfüllsel zwischen zwei Märchen wird hier geboten. Vielmehr schaffen die Stücke eine ganz besondere Atmosphäre des Märchenhaften, Magischen und Entrückten, windet sich die Melodie manchmal verstärkend, manchmal auch widersprechend um die Stimme der Erzählerin. So entsteht in einem ganz besonderen künstlerischen Zusammenspiel von Wort und Klang, von Stimme und Melodie ein zeitenthobener Imaginationsraum, in dem die Welt der Grimmschen Märchen für uns in seinen vielfachen Facetten, Widersprüchen und Wandlungen mit allen Sinnen erfahrbar wird

 

Weitere Information zu Beate Masopust und Christine Uhde

Christine Uhde, Schauspielerin, wurde in München geboren. Nach abgeschlossener Schauspiel- und Ballettschule Engagements u. a. in Würzburg, Krefeld, Aachen, Düsseldorf, Berlin und Bonn. Seit Jahren beschäftigt sich Christine Uhde mit Märchen und Mythen und gastierte mit ihren eigenen Programmen, begleitet von Musik (Harfe, Violine, Cello, Gitarre, Klavier, Oud) in vielen Städten.

 

Beate Masopust, Gitarristin, Musikstudium an der Hochschule für Musik Leipzig/Magdeburg, 1994-2003 Lehrbeauftragte am Institut für Musik der Universität Magdeburg. Zahlreiche Konzerte als Solistin, in Kammermusikbesetzungen (Gitarrenduo „Sans Souci“) und mit philharmonischen Orchestern (Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt/Oder, Philharmonisches Staatsorchester Halle/Saale, Magdeburgische Philharmonie).


Filmvorführung: Rotkäppchen

Am Mittwoch, 19.12.2012, um 18:30 Uhr präsentiert der Hessische Rundfunk seine Märchenfilmproduktion "Rotkäppchen" exklusiv als Vorschau für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Brüder-Grimm-Kongresses im Cineplex Capitol (Wilhelmsstraße 2a, 34117 Kassel).

Weitere Informationen zur Filmvorführung des Hessischen Rundfunks

HR verfilmt „Rotkäppchen" für die ARD-Märchenreihe mit Felix Klare, Marie Gruber und Edgar Selge als böser Wolf

Heute beginnen die Dreharbeiten für die Neuverfilmung des Märchenklassikers „Rotkäppchen". Noch bis zum 25. Mai 2012 lässt der Hessische Rundfunk die bekannte Erzählung der Brüder Grimm für die ARD-Märchenreihe „Sechs auf einen Streich" neu in Szene setzen. An märchenhaften Schauplätzen in der Rhön und in Nordhessen stehen u.a. Edgar Selge, Felix Klare und Marie Gruber vor der Kamera.

Zum Inhalt: Ein gerupftes Huhn lässt das kleine Dorf am Waldrand aufhorchen. Kann das ein Wolf gewesen sein? Wohl kaum, denn Wölfe hat es hier noch nie gegeben! Auch der Jäger (Felix Klare, „Tatort") ist sich sicher, dass ein Fuchs der Hühnerdieb gewesen sein muss. Rotkäppchen (Amona Aßmann, „Uns trennt das Leben") macht sich sowieso keine Sorgen: Für sie ist der Wald nicht bedrohlich, sondern ein Ort voller wunderbarer Abenteuer. So lernt sie es von ihrer liebevoll-eigenwilligen Großmutter (Marie Gruber, „Drei"), die in einem kleinen Häuschen mitten im Wald wohnt. Was Rotkäppchen nicht ahnt: Ein böser, alternder Wolf (Edgar Selge, „Poll") streift hungrig im Wald umher. Einzig der kleine Anton (Chiron Krase, „Little Thirteen") weiß um die Gefahr: Doch niemand will glauben, dass er den Wolf mit eigenen Augen gesehen hat. Als Rotkäppchen von ihrer Mutter Annemarie (Zora Thiessen, „Sommer in Orange") losgeschickt wird, um der kranken Großmutter Kuchen, Wein und Medizin zu bringen, trifft auch sie auf den bösen Wolf. Das unheimliche Wesen ist von ihrer Unbekümmertheit völlig überrascht. Als Rotkäppchen fröhlich ihren Weg fortsetzt, fasst der Wolf einen gemeinen Plan: „Erst hol‘ ich mir die Großmutter, dann schnapp ich mir das Kind."

Die Kinderfilm GmbH (Produzentin: Ingelore König) produziert die Neuverfilmung im Auftrag der ARD unter Federführung des Hessischen Rundfunks (Redaktion: Patricia Vasapollo) für Das Erste. Regie führt Sibylle Tafel nach einem Drehbuch von Anja Kömmerling und Thomas Brinx.

An den Weihnachtsfeiertagen 2012 erwartet das Fernsehpublikum die Premiere von vier neuen Märchenfilmen: „Rotkäppchen" (HR/ARD), „Allerleirauh" (NDR/ARD), „Hänsel und Gretel" (rbb/SR/ARD) und „Schneeweißchen und Rosenrot" (MDR/ARD). Bis zu drei Millionen Zuschauer verfolgten die einstündigen Fernsehfilme nachmittags im Weihnachtsprogramm des vergangenen Jahres.

Kontakt:

HR Pressestelle, Christian Bender
Tel.: 069/1552290, E-Mail: cbender@hr-online.de



Opernaufführung des Staatstheaters Kassel: "Hänsel und Gretel" von Engelbert Humperdinck

János Ocsovai (Knusperhexe) Bildrechte: N. Klinger

Als ein besonderes Highlight führt das Staatstheater Kassel am Donnerstag, 20. Dezember 2012, um 20:00 Uhr die Oper Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck auf.

In diesem Rahmen lädt die Stadt Kassel alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch zu einem Empfang im Staatstheater ein.



Literarische Spaziergänge



Besuch des Brüder-Grimm-Museums Kassel