Meldung

18.12.2018 09:12

Moderne LED-Technik senkt Energiekosten an der Uni Kassel - Unterstützung durch Förderung aus der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI):

Energieverbrauch zu reduzieren und gleichzeitig die Beleuchtungsqualität auf dem Campus und ihren Einrichtungen zu verbessern: das ist ein Ziel, das die Universität Kassel seit einigen Jahren verstärkt verfolgt.

Neue LED-Beleuchtung im Gebäude Ingenieurwissenschaften III (Campus Holländischer Platz). Foto: Uni Kassel

Energieverbrauch zu reduzieren und gleichzeitig die Beleuchtungsqualität auf dem Campus und ihren Einrichtungen zu verbessern: das ist ein Ziel, das die Universität Kassel seit einigen Jahren verstärkt verfolgt. Zum Einsatz kommt dabei moderne LED-Technik, die beide Aspekte hervorragend in sich vereinigt. Unterstützt wird die Universität Kassel durch eine Förderung aus der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI). Damit unterstützt das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Diese Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen.

So saniert die Universität Kassel derzeit die Außenbeleuchtung um das Gießhaus am Campus Holländischer Platz, wobei Energieeinsparungen von bis zu 83 Prozent erwartet werden. Dieser hohe Wert ergibt sich nicht nur durch die Nutzung von LED’s als Leuchtmittel, sondern auch durch den Einsatz moderner Regel- und Steuertechnik. Eingebaut werden zudem Bewegungsmelder und Dämmerungsschalter. Die neuen LED-Leuchten melden Betriebs- und Störmeldungen auf eine übergeordnete Fernbedienung, so dass die Einstellung und Auswertung der Beleuchtungsanlage von einem Computerarbeitsplatz erfolgen können.

Derzeit werden auch in den Hallen und Werkstätten im Gebäude Ingenieurwissenschaften III (Campus Holländischer Platz) alte Deckenstrahler gegen LED-Hallenstrahler ausgewechselt. Neben einer Reduzierung des Energieverbrauches um fast 78 Prozent ergeben sich noch weitere Vorteile. So wird die flächenspezifische Ausleuchtung gleichmäßiger. Auch das Flackern und Flimmern der alten Leuchten entfällt, ein Effekt der gerade beim Umgang mit Maschinen und Geräten in den Laboren und Werkstätten positiv ins Gewicht fällt. Darüber hinaus können die neuen Leuchten sofort nach dem Ausschalten wieder eingeschaltet werden, was bei den alten Dampfstrahlern nicht möglich war.

Auch die Beleuchtung im Tropengewächshaus in Witzenhausen steht zur Sanierung an. Dabei ergeben sich besondere Anforderungen an die zu installierende Technik. So müssen die Leuchten hohe Lichtintensitäten und ein breitbandiges Lichtspektrum erzeugen, um Pflanzen die Photosynthese zu ermöglichen. Die neuen Leuchten müssen zudem den tropischen Bedingungen mit hoher Luftfeuchtigkeit und hohen Temperaturen trotzen. Die Einsparung gegenüber der alten Beleuchtungsanlage wird etwa bei 53 Prozent liegen.

Insgesamt werden für alle drei Maßnahmen Einsparungen von rund 31.600 Euro jährlich erwartet. Das NKI unterstützt die drei Maßnahmen mit insgesamt 27.000 Euro. Die für die Universität Kassel verbleibenden Investitionskosten in Höhe von 73.000 Euro werden über das Intracting-Pilotprojekt finanziert, das von der Forschung mit dem Ziel begleitet wird, die Energieeffizienz an der Universität Kassel zu steigern. Das Besondere ist dabei, dass die eingesparten Energiekosten dem Projekt über die folgenden Jahre wieder gutgeschrieben werden. Anschließend können diese in weitere Effizienzmaßnahmen investiert werden.