Lehrangebote

Heterogenisierung und Soziale Ungleichheit - Differenzsensibles Lehren und Lernen in der Grundschule, Teil 1. Kurs H

Für die Zusammensetzung jeder Grundschulklasse gilt Heterogenität als kennzeichnend. In diesem Seminar soll verdeutlicht werden, dass soziokulturelle Differenzkategorien keine objektiv individuellen Eigenschaften darstellen, sondern Resultat sozialer Konstruktionen sind. Insbesondere sollen die Differenzkategorien betrachtet werden, die auf soziale Ungleichheitsverhältnisse abheben mit ihren möglichen negativen Folgen: Ausschluss, Fremdbestimmung, Stigmatisierung und Diskriminierung.
Ziel der Veranstaltung soll die Sensibilisierung des Blicks für Kategorisierungen und Stereotypenbildung beim Lehren und Lernen in der Grundschule sein im Spannungsfeld zwischen Dramatisierung und Entdramatisierung von Differenzen.

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Dozentin:     Frau Amelie Krug

Beginn:        21.10.2019, 16.00 – 20.00 Uhr                     

Ort:            Nora-Platiel Straße 9, Raum 0403

 

 

Interkulturelle Bildung und Umgang mit Mehrsprachigkeit im Grundschulunterricht. Teil 1. Kurs E

Ein Drittel der Kinder unter fünf Jahren in Deutschland besitzen einen Migrationshintergrund. Sehr viele dieser Kinder wachsen mehrsprachig auf und verfügen über interkulturelle Erfahrungen. Für Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer ist es deshalb wichtig, sich mit Konzepten der interkulturellen Bildung auseinanderzusetzen.  Die Bildungsbenachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund im deutschen Schulwesen ist ein weiterer Schwerpunkt des Seminars. Ein Schwerpunkt der Veranstaltung liegt im Umgang m­it der Mehrsprachigkeit im Grundschulunterricht. Hierbei soll gezielt auf den Nutzen der Erstsprache im mehrsprachigen Kontext eingegangen und mit unterschiedlichen Theorieansätzen, Forschungsergebnissen und Praxiskonzepten diskutiert werden. Weiterhin wird auf die Herausforderungen und Aufgaben Interkultureller Schulentwicklung eingegangen.

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Dozentin:     Frau Durdane Zeybek

Beginn:        21.10.2019, 16.00 – 20.00 Uhr                     

Ort:            Arnold-Bode 8 - Raum 0113/0114

 

 

Soziale Ungleichheit in der Schule

Ziel des Projektseminars ist die Auseinandersetzung mit verschiedenen Erklärungsmodellen (der Reproduktion) sozialer Ungleichheit im Schulsystem sowie deren Auswirkungen auf Schüler/innen.

Diesbezüglich erfolgt zunächst eine Auseinandersetzung mit den Erklärungsmodellen des Habituskonzepts (nach Bourdieu) sowie der Theorie der rationalen Bildungsentscheidungen.

Daran anschließend haben die Studierenden die Möglichkeit, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wie sich das Geschlecht, der Migrationshintergrund sowie die sozialen Herkunft bzw. der sozialen Status auf die Bildungsverläufe von Schüler/innen von der Primarstufe bis zum Abschluss der Sekundarstufe II auswirkt und welche Schulentwicklungsprozesse eingeleitet wurden bzw. einzuleiten sind, um die zuvor dargestellten Auswirkungen zu verändern.

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Dozentin:     Herr Christopher Müller          

Beginn:        23.10.2019, 10.00 – 14.00 Uhr                     

Ort:            Universtität Kassel, Campus Center, Raum 1118

 

 

Kultur Kids Nordstadt – ein Patenschaftsprojekt

Im Rahmen des "Projekt KKN" übernehmen Studierenden für die Dauer von einem Jahr eine Patenschaft für ein Kind mit Migrationshintergrund und eröffnen diesem bei wöchentlichen Treffen Zugänge zu gesellschaftlichen, kulturellen und bildungsbezogenen Bereichen, die diesem Kind sonst eher verschlossen bleiben würden. Die Studierenden kooperieren dabei mit Schulen der Kasseler Nordstadt, über die die Kinder an das Projekt vermittelt werden. Für die angehenden Lehrer*innen bietet die Teilnahme an dem Projekt die Möglichkeit Einblicke zu erhalten in Kinderwelten, die nicht unbedingt den eigenen Kindheitserfahrungen entsprechen. Dadurch eröffnet sich den Studierenden ein neuer Blick auf die Problemlagen und die heterogenen Lebenswelten heutiger Kinder, speziell mit Migrationshintergrund. Die Studierenden können Erfahrungen in einem kontinuierlichen, eigenverantwortlichen Praxisfeld sammeln und die Kooperation mit anderen pädagogischen Einrichtungen, Eltern und Lehrern einüben. Die Studierenden sind dazu angehalten sich mit einem ethnographischen, forschendem Blick die Lebenswelt des Kindes zu erschließen. 
Das Projekt wird durch ein wissenschaftliches Seminar und eine Supervisionsveranstaltung begleitet.
Das Seminar beschäftigt sich mit der Theorie und Praxis der Inklusion, mit Bildungs- und Chancenungleichheit, mit Heterogenitätsdimensionen, sowie mit Reflexions- und Kooperationkompetenz. Nicht zu Letzt zielt das Seminar auf die Habitussensbiliesierung der Studierenden. Darüber hinaus werden die Erfahrungen aus der Praxis der Patenschaften mit Theorien in Verbindung gesetzt und hinterfragt.
Im Rahmen der Supervision habe die Studierende die Möglichkeit Herausforderungen, die im Zuge der Patenschaften entstehen können, in Gruppen- und Einzelsitzungen zu bearbeiten und zu reflektieren.

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Dozentinnen:     Frau Christina Heise, Frau Ute Sauerzapf

Beginn:            16.10.2019, 10.00 – 12.00 Uhr                     

Ort:                 Henschelstraße 6, Grundschulwerkstatt

 

 

Mehr Sprachen - Mehr Kulturen (flankierendes Seminar zum Praxissemester)

Berfin spricht Türkisch, Kian versteht Farsi, Amir träumt auf Suaheli, Mia kann sich auf Nordfriesisch verständigen und alle sprechen deutsch - mehr oder weniger. Seit mehr als 50 Jahren ist die Grundschule eine mehrsprachige und interkulturelle Einrichtung des Lehrens und Lernens. Die monolinguale Grundschule hat es im Grunde nie gegeben, denn auch die Sprachvarietäten, Dialekte und Soziolekte prägen die Sprachlichkeit des Unterrichts seit je her. Sprachliches Können wird jedoch zumeist auf die deutsche Sprache bezogen betrachtet, die Aufmerksamkeit in Schule und Forschung richtet sich vornehmlich auf Defizite und Fördermaßnahmen für mehrsprachige Kinder. Für eine interkulturell ausgerichtete Sprachdidaktik hingegen ist bedeutsam, dass die Spracherfahrungen in mehrsprachigen Lernkontexten auf der Anerkennung unterschiedlicher sprachkultureller Identitäten beruhen. Begreift man sprachliche Heterogenität als Ressource, stellt sich die Frage, wie Deutschunterricht dem gerecht werden kann.

In dieser flankierenden Veranstaltung zum Praxissemester wollen wir grundschulpädagogische und deutschdidaktische Perspektiven auf Mehrsprachigkeit aufeinander beziehen. Durch eine theoretische und praktische Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Sprachen, Fallbeispielen und Szenen aus der Schule, Unterrichtsmaterialien und Aufgabenstellungen in einem sprachsensiblen Deutschunterricht, sollen die eigenen interkulturellen sprachlichen Fähigkeiten gestärkt und sensibilisiert werden mit dem Ziel, dass im Unterricht die sprachlichen Fähigkeiten der Kinder ausgebaut und entwickelt werden können. Ein Lernformat wird in der Praktikumsklasse erprobt, dokumentiert und im Seminar vorgestellt.

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Dozentinnen:     Frau Saskia Becker, Frau Kristina Strozyk

Beginn:             22.10.2019, 16.00 – 18.00 Uhr                     

Ort:                 Kurt-Wolters Straße 3, Raum 1121

 

 

Migration und Internationale Beziehungen

Migration ist eines der wesentlich Phänomene fortschreitender Globalisierung. Die Mobilität von Menschen über Grenzen hinweg fordert dabei das herkömmliche Verständnis voneinander getrennter Staaten heraus. Vor allem aber erfahren Migrantinnen und Migranten im internationalen Kontext unterschiedliche, mitunter widersprüchliche Zuschreibungen: werden sie einerseits als Sicherheitsproblem wahrgenommen, gelten sie andererseits als individuelle Akteure im Dienste internationaler Entwicklung im Angesicht doppelter Staatsbürgerschaften und Netzwerkstrukturen ist drittens zu fragen, inwieweit der einzelne Nationalstaat überhaupt noch bestimmende Kategorie im internationalen Gefüge sein kann. 

Ziel des Seminars ist es, die zentralen Theorien der Internationalen Beziehungen zu wiederholen und zu vertiefen. Sie werden sodann auf dominierenden Debatten zur internationalen Migration angewendet, um zugrundeliegende Argumente nachzuvollziehen und kritisch zu reflektieren. 

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Dozent:       Herr Anton Walsch

Beginn:        25.10.2019, 12.00 – 16.00 Uhr                     

Ort:            Arnold-Bode Straße 2, Raum 0408