Projekt B3: Mensch-Tier-Beziehung bei Milchkühen

Mensch-Tier-Beziehung bei Milchkühen – der Effekt von Mensch, Haltungsumwelt und Selektion.

Verantwortliche: Prof. Dr. Ute Knierim, Prof. Dr. Sven König
Projektbearbeiterinnen: Asja Ebinghaus M.Sc., Laura Santos M.Sc.

Im Kontext der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung geht es konkret um die Qualität und Ausprägung der Interaktionen zwischen Mensch und Tier. Insbesondere bei Milchkühen mit regelmäßigen intensiven Mensch-Tier-Interaktionen haben diese wesentliche Auswirkungen auf Arbeitsqualität, -aufwand und -sicherheit für den Menschen sowie auf das Wohlergehen und die Leistung der Tiere. Mittels verschiedener Selektionsstrategien (direkt oder indirekt) hat der Mensch auf Tierverhalten und Mensch-Tier-Beziehung eingewirkt. Der Effekt verschiedener Selektionsstrategien kann anhand der phänotypischen Ausprägung der Mensch-Tier-Beziehung quantifiziert werden. Zuchtmerkmale des Milchkuhverhaltens wurden unter variierenden Umweltbedingungen (u.a. Umweltkomponente „Mensch“) validiert und neue Messgrößen der Mensch-Tier-Beziehung erarbeitet. Die Datenbasis wurde für genetisch-statistische Assoziationsstudien und Zuchtplanungsrechnungen genutzt.

Projektziele:

  1. Validierung der routinemäßigen Merkmalserfassung zur Mensch-Tier- Beziehung bzw. Definition innovativer Phänotypen.
  2. Identifikation wesentlicher „Umwelteffekte“ (Betriebscharakteristika) auf Merkmale der Mensch-Tier-Beziehung und Quantifizierung des menschlichen Beitrags an der Merkmalsausprägung.
  3. Quantifizierung von Langzeiteffekten (Enthornen von Kälbern) auf die Mensch-Tier-Beziehung.
  4. Identifikation des genetischen Hintergrunds für Merkmale der Mensch-Tier-Beziehung.
  5. Finden der optimalen Selektionsstrategie zur Verbesserung der Mensch-Tier-Beziehung.
  6. Bewertung zuchtplanerischer Aktivitäten (Biotechnologien) im ethischen Kontext.