Projekt D2: Bevölkerungseinstellungen zu Tieren

Einstellungen der Bevölkerung zu (Nutz-)Tieren.

Verantwortlicher: apl. Prof. Dr. Werner Troßbach
Projektmitarbeitende: Ulrike Heitholt M.A., Benedikt Jahnke M.Sc.

Kooperation mit dem Lehrstuhl für Nachhaltige Gesellschaftsentwicklung Universität Bern (Prof. Dr. Ulf Liebe)

Das Projekt untersuchte die Einstellungen der Bevölkerung in Deutschland zu Tieren in verschiedenen Bereichen (z.B. Landwirtschaft, Forschung und Freizeit) und nahm dabei vor allem die schichtspezifischen Unterschiede in den Blick: Inwieweit unterscheiden sich Personen in ihrer Einstellung zu Tieren bemessen an Bildung, Einkommen, Beruf und Lebensstil? 

Zur Messung der Einstellung gegenüber Tieren, unter anderem Nutztieren, gibt es bereits bewährte theoretische Modelle und Skalen, wie bspw. Typologien zur Erfassung der grundlegenden Einstellungen oder Mess-Skalen wie die „Animal Attitudes Scale“ oder die „Animal Rights Scale“. Belastbare Aussagen über systematische klassen- und schichtspezifische Unterschiede in der Einstellung zu Tieren und zum Tierwohl konnten bisher aber noch nicht gemacht werden, da die wenigen quantitativen Studien oftmals Studierende untersuchen oder einen anderen Forschungsschwerpunkt wählen. Insgesamt gibt es keine Studie, die systematisch schichtspezifische Unterschiede analysiert. Im Projekt wurden deshalb die bewährten Instrumente der Einstellungsmessung wie Typologien und Skalen systematisch erweitert um identitäts- und verhaltensbezogene Aspekte unter besonderer Berücksichtigung der schichtspezifischen Unterschiede. Die empirischen Daten wurden in narrativen Interviews (qualitative Sozialforschung) und einer bundesweiten Bevölkerungsbefragung im Online-Modus (quantitative Sozialforschung) erhoben. Die Projektergebnisse sind nicht nur für Wissenschaftler/innen von Interesse, sondern liefern auch wichtige Informationen für „Anwender“ und Entscheidungsträger (Politik, Verbände etc.).