Meldung

05.07.2017 11:46

Die Uni baut – immer weiter

Zum zweiten Mal lud die Bauabteilung zu einer Informationsveranstaltung über die Bauaktivitäten der Universität ein.

Klaus Sausmikat, Leiter der Abteilung Bau, Technik und Liegenschaften, erläutert die Bauprojekte der Universität Kassel. Foto: Uni Kassel/Gebhardt

Klaus Sausmikat, Leiter der Abteilung Bau, Technik und Liegenschaften, und Gruppenleiter Immobilienmanagement Karl Haase führten durch den Vortrag.

Rund 100 Besucherinnen und Besucher kamen zu der Veranstaltung am 3. Juli in den Campus Center. Sausmikat und Haase gaben einen Überblick über beendete, laufende und künftige Bauaktivitäten.

Insgesamt betreut das Team der Bauabteilung acht Hochschulstandorte mit derzeit 112 Bestandsgebäuden und 11.900 Räumen bei einer Gesamtraumfläche von rund 323.000 Quadratmetern. Dabei fallen jährlich rund 1000 Bau- und Unterhaltungsmaßnahmen an. Im Mittelpunkt des Interesses standen die derzeitigen und bald beginnenden Maßnahmen. Eine Übersicht nach Bauausführung:

Torhaus B (Fertigstellung: Dezember 2017): In dem Gebäude der ehemaligen Gottschalk-Fabrik werden vier Fachgebiete der Fachrichtung Architektur, ein Atelier sowie studentische Arbeitsflächen eingerichtet. Baubeginn war im September 2015 (Kosten 5,62 Mio. Euro).

Umnutzung Zentralbibliothek (Fertigstellung: Herbst 2019): Die Umnutzung und Sanierungsmaßnahmen erfolgen in drei Bauabschnitten seit 2015. Gravierende Brandschutzmängel werden beseitigt, Flächen und Barrierefreiheit optimiert. Aktuell finden Abbrucharbeiten im zweiten Bauabschnitt (Bauteil C) statt (Kosten: ca 22 Mio. Euro).

Murhardsche Bibliothek (Baubeginn Juli 2017): Das historische Gebäude wird umfassend saniert und erhält einen neuen Anbau als angemessenen architektonischen Rahmen für die wertvollen Bestände. 2020 soll die Maßnahme beendet sein (Kosten: 13,2 Mio. Euro).

Hörsäle (Baubeginn Juli 2017): Vier Hörsäle am HoPla werden umfassend saniert und barrierefrei umgebaut. Im Oktober 2018 soll die Maßnahme abgeschlossen sein (Kosten: 1,5 Mio. Euro).

Studierendenhaus (Baubeginn: August 2017): Das Projekt hat Modellcharakter, da einzigartig in der deutschen Hochschullandschaft. Unter dem Motto „Studenten planen für Studenten“ werden die Studierenden als künftige Nutzer und als Planer direkt am Umsetzungsprozess beteiligt. Die prämierten Entwürfe des studentischen Wettbewerbes aus dem Jahr 2015 im Fachbereich ASL bilden die Grundlage der weiteren Bearbeitung. Die Referate des AStA und das Veranstaltungszentrum K19 werden in den sog. Kopfbauten der ehemaligen Gottschalk.Fabrik eine neue Bleibe finden. Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2019 geplant (Kosten: ca. 5. Mio. Euro).

IT-Servicenter (Baubeginn: Oktober 2017): Der Maschinensaal des Gebäudes am Blauen Tor wird zukunftssicher gemacht und der Brandschutz optimiert. Die Maßnahme soll im Oktober 2018 abgeschlossen sein (Kosten: 3,54 Mio. Euro).

Ehemalige Villa Rühl: Bis Herbst 2017 wird mit der Hochschulleitung die künftige Nutzung abgestimmt. Schwerpunktmäßig sollen in dem Gebäude nach der Sanierung Büroflächen geschaffen werden, um dem hohen Bedarf Rechnung zu tragen, aber auch den Umfang externer Anmietungen am Campus Holl. Platz zu verringern.

Kunsthochschule ‑ Neubau einer Ausstellungshalle „KunstRaum“ (Baubeginn: Mai 2018): Die Halle im Innenhof des Nordbaus soll sowohl als studentisches „Ausstellungslabor“ genutzt werden können als auch zur Herstellung von großformatigen Kunstwerken. Zudem sollen die Flächen im Bereich der Cafeteria/Mensa optimiert werden (Kosten: 4,6 Mio. Euro).

Ehemalige Produktionshalle (Baubeginn: Juni 2018): In diesem denkmalgeschützten Gebäude sind studentische Arbeitsplätze und Projektflächen für den FB ASL vorgesehen. Der Umbau soll im Februar 2020 beendet sein (Kosten: 7,1 Mio. Euro.).

Ingenieurwissenschaften III (Baubeginn 2018): Auch der nördliche Gebäudeteil wird aufgestockt, um weitere Seminar- und Praktikumsräume und Büroflächen zu schaffen. Die Fertigstellung ist für 2019 vorgesehen (Kosten 4,9 Mio. Euro.).

Freiflächengestaltung, 2. Bauabschnitt, Moritzstraße (Baubeginn 2018): Die Moritzstraße soll so umgestaltet werden, dass Fußgänger und Radfahrer Vorrang vor dem Autoverkehr bekommen. Universität und Stadt Kassel sind diesbezüglich im Gespräch. Die Stadt Kassel lehnt eine Sperrung der Moritzstraße für den Autoverkehr ab (Kosten: ca. 3,2 Mio. Euro).

Nach der Darstellung der Bauaktivitäten hatten die Zuhörerinnen und Zuhörer, Gelegenheit, Fragen zu stellen. Dabei ging es insbesondere um Möglichkeiten der Mitbestimmung bei der Freiraumgestaltung. Die Bauabteilung zeigt sich hier offen und betonte, dass sie gerne Anregungen bei Gestaltung und Planung entgegennehme. So seien für den dritten Bauabschnitt der Freiraumgestaltung z. B. Nutzerworkshops vorgesehen. Der Planungsbeginn könne aber noch nicht abgesehen werden, da dieser auch mit dem Bau der Komplexe Mathematik Naturwissenschaften auf dem Campus Nord zusammenhängen (Maßnahmen in Vorbereitung, Baubeginn frühestens 2020). In diesem Zusammenhang wurde auch die Parksituation angesprochen, da die Interimsparkfläche auf der nord-östlichen Seite des Campus Nord im Zuge der Freiraumplanung wegfallen werde. Ein Parkhaus ist am Nordrand des Campus Nord vorgesehen, ein weiteres könnte an der Kurt-Wolters-Straße entstehen. Insgesamt muss die Universität laut einer gutachterlichen Bedarfsbemessung 660 Parkplätze nachweisen.

Alle Informationen zur baulichen Entwicklungsplanung sind auch im Baustrukturkonzept ("Momentaufnahme" nachzulesen, das auf der Webseite „Die Uni baut“ (http://www.uni-kassel.de/projekte/die-universitaet-kassel-baut/startseite.html) zum Download bereitsteht.

Kontakt:
Klaus Sausmikat
Abt. Bau, Technik und Liegenschaften
Tel. 804-2259