Forschungsschwerpunkte des Projektes

Die Fürstenbibliothek Arolsen als Kultur- und Wissensraum vom 16. bis zum frühen 19. Jahrhundert und ihre Einflüsse auf Genese, Formung und Identität des Fürstenstaats

Das Bild zeigt Raum eins der Fürstlich Waldeckschen Hofbibliothek Arolsen.
Raum I der Fürstlich Waldeckschen Hofbibliothek Arolsen; Foto: Matthias Zipp

Die Fürstlich Waldecksche Hofbibliothek in Bad Arolsen, in der ca. 35.000 Bände sowie verschiedene historische Quellen und Kunstobjekte untergebracht sind, stellt insbesondere im 18. Jahrhundert einen ausgesprochen anregungsreichen Kulturort dar. Ziel des DFG-Projektes war es, diese Bibliothek und den sie beherbergenden Wissens- und Kulturraum zu erschließen, d.h. im open access-Verfahren zugänglich zu machen. Unter anderem ging es darum, die Bedeutung der Fürstenbibliothek für alle Handlungen innerhalb des kleinen Staates, für die Schaffung wechselnder kultureller Identitäten und ihre Vernetzung mit dem Kultur- und Kunstbetrieb zu erforschen. Im Zusammenspiel mit den zahlreich erhaltenen Archivalien, dem ebenfalls noch weitgehend erhaltenen Ensemble von Stadt und Schloss sowie vielfältigen Kunstobjekten lässt sich prototypisch ein Raum konturieren, der die politischen und topographischen (Landes)Grenzen bei weitem sprengt und sich nicht nur einschreibt in einen europäischen Kultur- und Wissensraum, sondern umgekehrt, diesen auch en miniature nachbildet, je neu gestaltet und den eigenen Vorstellungen und Bedingungen anpasst, um daraus neue Sammelschwerpunkte in der Bibliothek und damit gleichzeitig im Denken, Handeln und Leben zu setzen. Dieser wechselseitige Kulturtransfer zwischen Bücherwelten von großen zeitlichen und räumlichen Dimensionen und einem kleinen, realen, vermessbaren Ort ist dank einer außergewöhnlich günstigen Quellenlage in Arolsen besonders gut zu erforschen.

Ausführlichere Informationen zur inhaltlichen Ausrichtung des Projekts finden Sie links in der Menuleiste unter dem Punkt Projektbeschreibung.