Aktuelles

Sommersemesterprogramm 2019

Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, Eingang zum Richtergebäude, Foto: Rainer Lück 1rl.de - CC BY-SA 3.0 DE

Für das Sommersemester 2019 plant das Kolleg am 27./28. September das regelmäßige Kolloquium. Für den 20. August ist außerdem eine Exkursion zum Bundesverfassungsgericht nach Karlsruhe geplant, wo die Stipendiat*innen mit BVRin Prof. Dr. Susanne Baer ins Gespräch kommen.

Workshop: Migration, politische Autonomie und universelle Moral

Im Rahmen des Forschungsschwerpunkts "Ethik der Globalisierung" des Instituts für Philosophie organisiert die Stipendiatin Franziska Paulmann einen Workshop mit dem Titel "Migration, politische Autonomie und universelle Moral" am 28. und 29. Juni an der Universität Kassel.

In dem Workshop sollen Erkenntnisse verschiedener Disziplinen zur Migration sowie zur Bedeutung der Einwanderung für Konzepte politischer Autonomie und universeller Moral diskutiert werden.

Im Zentrum werden zwei Fragen stehen:

  • Wie ist die Spannung zwischen politischer Autonomie und universellen menschenrechtlichen Ansprüchen normativ aufzulösen?

  • Welche Probleme und Chancen ergeben sich für Gesellschaften, die Ziel politischer und ökonomischer Migration werden?

Zur Behandlung dieser Fragen sollen Vertreter*innen verschiedener Fachrichtungen in einen interdisziplinären Dialog treten, der zugleich für die Studierenden dieser Disziplinen erkennbar werden lässt, vor welchen Herausforderungen eine interdisziplinäre Forschung steht.

Programm

Freitag, 28. Juni
14:00-14:15 Begrüßung
14:15-15:30 Susanne Mantel (Saarbrücken): Der Flüchtlingsbegriff und die
moralische Aufnahmepflicht
15:30-16:00 Kaffeepause
16:00-17:15 Franziska Paulmann (Kassel): Kollektive Hilfspflichten – eine Frage der (fairen) Verteilung?
17:15-18:30 Matthias Hoesch (Münster): Kulturelle Selbstbestimmung durch Migrationsbeschränkungen?
19:15 Gemeinsames Abendessen

Samstag, 29. Juni
09:00-10:15 Corinna Mieth (Bochum): Migration, Stabilität und Solidarität
10:15-10:45 Kaffeepause
10:45-12:00 Elisabeth Tuider & Olaf Tietje (Kassel): Ethnosexismus und Rassismus in der Willkommenskultur? Unterstützungsarbeit seit 2015 im Fokus
12:00-13:15 Oliviero Angeli (Dresden): Rechtspopulismus und die Grenzen demokratischer Migratonssteuerung


Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos, bitte melden Sie sich per Mail
für die Teilnahme an.

Workshoporganisation:
Franziska Paulmann

Podium: Driftet Lateinamerika nach rechts?

Bolsonaro (vorne rechts) als Kongressabgeordneter, 2016, vorne links Maria do Rosário, Marcelo Camargo/Agência Brasil, CC BY 3.0 br, https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/br/deed.en

Mit Jair Bolsonaro ist in Brasilien ein Prasident mit Potenzial zum Rechtsextremusmus an der Macht. Erste Maßnahmen haben den Ausbau der Polizei, eine Liberalisierung der Waffengesetze und eine massive finanzielle Beschneidung der Universitäten zur Folge. Auch in anderen lateinamerikanischen Ländern sind vergleichbare gesellschaftliche Entwicklungen feststellbar.

Wie sieht die aktuelle politische Situation in der Region aus? Welche Faktoren sollte eine seit kurzem von offizieller Seite propagierte Neugestaltung der politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Lateinamerika im Blick behalten?

Diese und andere Fragen diskutieren Oliver Precht, Carolina Vestena, Gerd Wiegel und Raul Zelik.

Datum: 6. Juni, 16 Uhr
Ort: Campus Center, Universität Kassel (Moritzstr. 18), Raum 6

Fachtagung: Interdisziplinäre Perspektiven auf Soziale Menschenrechte

Ökonomische, sozialstrukturelle und sozialkulturelle Entwicklungen der Globalisierung, Privatisierung und Global Governance tangieren soziale Menschenrechte ebenso wie die Aktivitäten internationaler Organisationen und Nichtregierungsorganisationen.

Die Promovierenden des Kooperativen Promotionskollegs „Soziale Menschenrechte“ der Universität Kassel und der Hochschule Fulda erforschen die sozialen Menschenrechte daher aus verschiedenen Perspektiven und interdisziplinär. Ausgangspunkt aller Arbeiten sind der eigenständige Stellenwert sozialer Menschenrechte und deren Interdependenzen mit bürgerlichen und politischen Menschenrechten.

Auf der Tagung präsentieren die Promovierenden ihre Forschung und diskutieren sie mit der Fachöffentlichkeit.

11. und 12. April 2019, Universität Kassel,
Campus Center, Seminarräume 1111/1112 (Moritzstr. 18)
und Zentrum für Umweltbewusstes Bauen (Gottschalkstr. 28a) 

 

Anmeldung

Die Tagung ist öffentlich. Um Anmeldung bei sarah.schulz@uni-kassel.de wird gebeten. Die Universität Kassel bietet eine Kinderbetreuung an, die wir bei Bedarf kontaktieren können. Die Veranstaltungsräume sind barrierefrei. Weitere besondere Bedürfnisse bitten wir bis spätestens 15. März 2019 anzumelden.

Das ganze Programm in aktualisierter Fassung als PDF.

 

 

Das Kolleg im Magazin der IHK Fulda

IHK-Magazin
Screenshot, IHK-Magazin

Das monatliche Magazin der Industrie- und Handelskammer Fulda hat im Dezember den Schwerpunkt "Die Menschenrechte werden 70". Die Stipendiat*innen Anna Weber, Nizar Shbikat und Yannick Poullie haben in einem Artikel über das Kolleg ihre Dissertationen zum Thema sozialen Menschenrechte vorgestellt.

Lesen Sie selbst: Menschenrechte in der Wissenschaft

Semesterprogramm Winter 2018/19

Im Wintersemester setzen wir unsere Vortrags- und Workshopreihe fort. Am 27. November 2018 befragen wir Simon Paulenz zu seinen Erfahrungen als Sozialrichter im Lichte seiner wissenschaftlichen Arbeit zur Rechtstheorie und am 17./18. Januar 2019 diskutieren wir in Zusammenarbeit mit der GEW Hochschulgruppe und attac Fulda mit Prof. Dr. Markus Wissen (Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin) über die "Imperiale Lebensweise".

Das ganze Programm als PDF.

Workshop für Politische Philosophie

Die Kolleg-Stipendiatin Franziska Paulmann trägt am 13. Dezember 2018 zum Workshop für Politische Philosophie an der Freien Universität Berlin bei. Unter dem Titel "Migration und kollektive Hilfspflichten" stellt sie den theoretischen Ansatz ihrer Dissertation vor.

Das gesamte Programm des Workshops findet sich unter workshopfuerpolitischephilosophie.weebly.com

Brasilien nach den Wahlen: Rückkehr zur Militär-Diktatur?

Am 5. Dezember 2018 diskutiert die Stipendiatin des Promotionskollegs Carolina Alves Vestena mit Kristina Hinz (FU Berlin/State University of Rio de Janeiro) und Guilherme Leite Gonçalves (Universität Kassel) über die Folgen der Wahlen in Brasilien.

Brasilien hat gewählt. Schon im Wahlkampf zeigte sich eine enorme politische Polarisierung zwischen reaktionären und progressiven Parteien. So wurde von Anhänger*innen des rechtextremen Kandidaten Jair Messias Bolsonaro der deutsche Nationalsozialismus als ‚linkeIdeologie‘ dargestellt, um progressive Parteien zu diskreditieren.

Gleichzeitig ist Brasilien von wirtschaftlicher und sozialer Instabilität gezeichnet und durch politische und juristische Krisen geprägt. Diese wurden nicht zuletzt durch die Inhaftierung des früheren Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva der Arbeiterpartei (PT), als auch durch unzählige Streiks im öffentlichen Dienst, den Ölarbeiter*innen, sowie den landesweiten Blockaden der LKW-Fahrer*innen deutlich. Mittlerweile ist Jair Bolsonaro zum Präsidenten des Landes gewählt worden. Er hat bereits angekündigt verschiedene Ministerien mit Offizieren des Militärs, Vertreter*innen der evangelikalen Gruppen und bereits in Korruptionsfälle verwickelte Politiker*innen zu besetzen. Eine Welle von Hass, Angst und Gewalt geht um in Brasilien während Anhänger*innen von Bolsonaro ihre Hoffnung auf die wirtschaftliche Erholung des Landes setzen.

Ø Wie geht es nach den Wahlen weiter?
Ø Kann sich Brasilien tatsächlich wirtschaftlich stabilisieren?
Ø Welche Perspektiven haben Gewerkschaften und soziale Bewegungen in diesen Kontext?

Wir wollen diese Fragen gemeinsam mit euch diskutieren! Dazu haben wir drei Referent*innen auf dem Podium:

· Guilherme Leite Gonçalves, Professor für Rechtssoziologie an der Staatlichen Universität von Rio de Janeiro (z. Z. Humboldt Fellow im Fachgebiet für Politische Theorie an der Universität Kassel)

· Carolina Vestena, Mitglied des Kollegs “Soziale Menschenrechte” und LfBA im Fachgebiet für Politische Theorie an der Universität Kassel

· Kristina Hinz, Doktorandin im Fach Politikwissenschaft an der FU Berlin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Center for Studies on Inequalities and Gender Relations (NUDERG), State University of Rio de Janeiro (UERJ)

Moderation: Anne Engelhardt, Doktorandin im Fachgebiet Globalisierung und Politik an der Universität Kassel

Organisation: Anne Engelhardt (Fachgebiet Globalisierung und Politik) und Carolina Vestena (Fachgebiet Politische Theorie).

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 18 Uhr
Universität Kassel, Moritzstr. 18 Campus Center
Raum 1124, Seminarraum 6


Eine Anmeldung ist nicht erfordelich. Die Veranstaltung ist kostenlos.

Bibliography Global Social Rights

Cover Global Social Rights Annotated Bibiography
Foto: Cover

Im Auftrag der Rosa-Luxemburg-Stiftung hat die ProSoM-Stipendiatin Carol Vestena die Bibliografie "Global Social Rights" erstellt.

Die Bibliographie versammelt den aktuellen Stand der Diskussionen zum Thema "Soziale Menschenrechte" und dazu, wie soziale Bewegungen sich dieses Thema zu eigen gemacht haben. Mittels dreier inhaltlicher Achsen wurde der sehr heterogene Diskurs strukturiert und die Texte ausgewählt:

1. Institutionelle und rechtliche Grundlage von Ansprüchen auf soziale Rechte: normative Grundlagen, Legitimation und Kritik auf lokalen und transnationalen Ebenen.
2. Soziale Bewegungen und Erfahrungen der Auseinandersetzung: theoretische und praktische Fragen zur Organisation von Bewegungen und ihren Ansprüchen.
3. Mobilisierung und Bündnisse für globale soziale Rechte: lokale und transnationale Mobilisierung für soziale Rechte, spezifische Rechte und Kämpfe.