Informationen zum Projekt

Deutsch-Russischer Kooperationsverbund Biotechnologie

Aktuell ist die Biotechnologie noch immer eine der am schnellsten und stärksten wachsenden Branchen der Weltwirtschaft. Im Gegensatz zu anderen Sparten überstand der Biotechnologie-Bereich in Deutschland das Krisenjahr 2008 relativ unbeschadet und zeigt vielmehr in den Folgejahren einen deutlichen Wachstumsschub (BIOTECHNOLOGIE.DE 2010).
Vor diesem Hintergrund und basierend auf der zwischen Deutschland und Russland vereinbarten strategischen Zusammenarbeit in Bildung, Forschung und Innovation (BMBF 2010), wurde im April 2005 der Deutsch-Russische Kooperationsverbund Biotechnologie ins Leben gerufen.
Auf deutscher Seite wird der Verbund gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie anteilig von den beteiligten Bundesländern, auf russischer Seite übernahm das Ministerium für Wissenschaft und Bildung die Finanzierung.

Erklärtes Ziel  war der Aufbau eines Verbunds zwischen den Regionen Moskau / Moskauer Gebiet und St. Petersburg / Leningrader Gebiet und den Bundesländern Berlin-Brandenburg, Hessen und Sachsen.

Als offizielle Partner in Russland wurde ab 2008 das A.N. Bach Institute für Bioorganische Chemie der Russischen Akademie der Wissenschaften vertraglich eingebunden. Gleichzeitig fungiert das Bach-Institut als National Contact Point (NCP) Russlands für das 7. ForschungsRahmenprogramm der Europäischen Union im Bereich „Food, Agriculture, Fisheries and Bio-technology“.
Seit Beginn des Jahres 2011 übernimmt das Ost-West-Wissenschaftszentrum der Universität Kassel die Gesamtkoordination der deutschen Seite. Das Cluster Industrielle Biotechnologie (CLIB2021) stellt die Koordinierungsstelle für F&E-Kooperationen zwischen Unternehmen. Weitere deutsche Partner sind die Universität Bielefeld als Sprecher für den Bereich Bioinformatik und das Laser- und Immunologie-Forschungs-Zentrum (LIFE-Zentrum) der Universität München als Ansprechpartner für die medizinische Forschung.