Allgemeine Informationen

Die Realisierung von Bauprojekten im Infrastruktursektor ist im Wesentlichen durch das  „2-Parteien-System“ aus Auftraggeber (AG) und Auftragnehmer (AN) geprägt.
Einerseits verfolgen die Beteiligten eine erfolgreiche  Realisierung des gemeinsamen  Projektes, andererseits  ihre unterschiedlichen Einzelinteressen.

Strebt der AG an, sein Bauwerk in maximaler Qualität, zu minimalen Kosten und in kürzester Zeit zu verwirklichen, ist oft die Prämisse des AN das selbe Projekt in ausreichender Qualität, mit maximalem Gewinn, und in angemessener Zeit zu realisieren.

Im Laufe der Projektabwicklung ergibt sich ein oft sehr konfliktbehaftetes und wenig partnerschaftliches Verhältnis zwischen AG und AN.
Werte einer erfolgreichen Zusammenarbeit wie:

• Vertrauen

• Partnerschaftliches Verhalten

• Kooperation

• Offene Kommunikation

• Projektkultur

Eine deutliche Verbesserung dieser unbefriedigende Situation soll die im ersten Teil des  Forschungsvorhabens im Zeitraum 2005 – 2008 entwickelte Leitlinie schaffen.
Sie setzt den partnerschaftlichen Ansatz schon in der Ausschreibungsphase  voraus und bei Vertragsabschluss einigen sich beide Seiten auf grundlegende  Elemente partnerschaftlicher Zusammenarbeit.

Die Leitlinie besteht aus einer Präambel und 7 Hauptmodulen, welche in einem Forschungsprojekt gemeinsam mit Vertretern der öffentlichen Auftraggeber, der Bauverbände und der Bauindustrie erarbeitet wurde.

Im Zeitraum 2009 – 2012 wurde im zweiten Teil des Forschungsvorhabens die Anwendung der Leitlinie in Pilotprojekten erprobt.

Ziel der Anwendung ist eine Win-Win-Situation der Vertragspartner, welche gekennzeichnet sind durch:

✔ weniger Konflikte, besseres Projektklima

✔ Kosteneinsparung (weniger Aufwand, höhere Effizienz, Synergien, schnelle Zahlungen)

✔ Zeiteinsparungen (weniger Störungen, frühere Entscheidungen, Synergien)

✔ bessere Lösungen und höhere Arbeitsqualität (Konsens, Zusammenarbeit)

✔ Effizienzsteigerung bei der Projektabwicklung

✔ Vermeidung von Gerichtsverfahren