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Entwicklung einer Methodik zur Planung und Steuerung logistischer Prozesse bei der Realisierung und termingerechten Inbetriebnahme kundenindividueller Anlagen

Im Anlagenbau ist die termingerechte Inbetriebnahme der kundenindividuellen Unikate wettbewerbsentscheidend. Die Planung der logistischen Prozesse ist wesentlich, weil die Liefertermine mit Unsicherheiten versehen sind und Umsetzungsrisiken bergen (abhängig z. B. von lokalen Gegebenheiten beim Kunden). Das heutige Projektmanagement mit Standardtools oder Netzplantechnik ist unzureichend, da es zeitliche Unsicherheiten der Logistik kaum abbildet, diesbezüglich kritische Ketten nicht erkennt und die Robustheit von Projektplänen nicht bewertet. Die Ablaufsimulation wird bei der Realisierung von kundenindividuellen Einmalprodukten zwar erfolgreich, aber nur vereinzelt eingesetzt. Den KMU fehlt heute eine praktikable Methodik, um auf vorhandenen Daten Ablaufsimulation, Visualisierung und Analyse in der Projektplanung zu nutzen, um so eine bessere Planungsqualität zu erreichen.

Entwickelt wird eine Methodik zur semi-automatischen Erzeugung von initialen Projektplänen, abhängig von Anlagenkomponenten, Liefertermin und –ort. Diese leistet eine Ablaufsimulation logistischer Prozesse zur Bewertung von Unsicherheiten im Projektplan sowie eine Visualisierung des Projektfortschritts in den 3D-Modellen der zukünftigen Anlagen. Ihre Evaluation erfolgt anhand eines Demonstrators. Bezüglich der zu integrierenden Einzelmethoden werden bestehende Werkzeuge für den KMU-Einsatz angepasst. Die Konzeption der Methodik erfolgt über einen werkzeugunabhängigen Integrationsansatz. Als Ergebnis liegt ein lauffähiger Demonstrator für die Methodik vor, mit dem vorhandene Ablaufpläne hinsichtlich Robustheit analysiert und ggf. umgeplant werden können. Der aktuelle Baufortschritt wird in 3D visualisiert und der Projektplan jeweils aktuell bewertet. Die Innovation liegt in der praktikablen Vernetzung aller Methoden zur operativen Entscheidungsunterstützung für und durch KMU.