Mentoring für Lehramtsstudierende mit Migrationshintergrund

Ansprechpartner Prof. Dr. Friederike Heinzel (FB01), Elif Demir, Özlem Odabasi, Sahra Nell, Duygu Yapmis, Oliwia Iwanicki (studentische Hilfskräfte)
Laufzeit seit Oktober 2011
Projektwebseite www.mentoring-mig.uni-kassel.de und www.facebook.com/MentMig

Kurzbeschreibung:

Seit Oktober 2011 existiert das Projekt „Mentoring für Lehramtsstudierende mit Migrationshintergrund an der Universität Kassel“. Unter der Leitung von Prof. Dr. Friederike Heinzel unterstützen engagierte studentische Hilfskräfte - ebenfalls mit Migrationshintergrund - Kommilitoninnen und Kommilitonen bei der Herausforderung „Lehramtsstudium“. 

„Wer soll meine schriftlichen Arbeiten Korrektur lesen? In der Familie ist niemand, den ich fragen kann.“, „Es gab im Praktikum Eltern, die abweisend auf mein Aussehen und meinen Akzent reagiert haben.“ oder „Schon im Praktikum war ich immer die Vermittlerin, weil niemand die Eltern verstanden hat. Ob das später auch so ist?“: Das sind einige der spezifischen Herausforderungen, denen sich (zukünftige) Lehrkräfte mit Migrationshintergrund im studentischen und später auch im beruflichen Alltag stellen müssen. 

Da der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund an deutschen Schulen ca. 25% beträgt, demgegenüber jedoch nur etwa 5% Lehrende mit Migrationshintergrund angestellt sind, möchte das Team des Projekts dazu beitragen, dass ein größerer Anteil von erfolgreichen Lehramtsabsolventen mit Migrationshintergrund in den Schuldienst eintreten kann. Da sie einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung interkulturell orientierter Bildungsprozesse übernehmen und als Rollenvorbilder für die Schülerinnen und Schüler dienen. 

Neben dem Mentorenprogramm (Mentees erhalten Unterstützung durch Mentorinnen und Mentoren) werden auf die Bedürfnisse der Studierenden abgestimmt Angebote zur Verfügung gestellt. Zudem findet an jedem ersten Mittwoch des Monats um 18 Uhr ein offenes Treffen in der Grundschulwerkstatt zum Austausch mit Gleichgesinnten und den studentischen Hilfskräften statt. Durch diese Treffen und auch über die Homepage des Projektes wird ein Netzwerk aufgebaut