Stadtregion

Im Mittelpunkt stehen neue Verflechtungen zwischen Stadt und Umland durch neue Mobilitätssysteme und deren Auswirkungen auf Siedlungsstrukturen sowie umfassende Veränderungen von Handel und Zentralität durch Digitalisierung, Onlinehandel und neue Logistiksysteme. Daran anschließend werden zentrale Herausforderungen der suburbanen Stadtentwicklung in den Blick genommen, nämlich die Ansätze des Wohnungsbaus zur Entlastung von Kernstädten bei gleichzeitiger städtebaulicher und infrastruktureller Nachbesserung alternder Standorte mit demographisch wie immobilienwirtschaftlich bedingten Attraktivitätsverlusten, die städtebauliche Ausgestaltung des Strukturwandels in alternden Gewerbegebieten und Gemengelagen unter Berücksichtigung von Nachverdichtung und Nutzungsmischung sowie schließlich die Qualifizierung alternder suburbaner Zentren mit ökonomischer Stabilisierung, städtebaulicher Integration und Aufwertung der öffentlichen Räume. Untersucht werden zudem die Auswirkungen von 30-ha-Ziel, Innenentwicklungsvorrang und stadtökologischen Belangen auf die stadtregionale Standortwahl sowie das Spannungsfeld zwischen vermeintlichen Attraktivitätsgewinnen und St.-Florians-Prinzip, die vorstädtische Gemeinden bei ihrer Ansiedlungs- und Wachstumspolitik treiben. Analysiert werden überdies Governance-Arrangements und stadtregionale Zusammenarbeitsformen bei der Koordination von Flächenansprüchen sowie ihr Beitrag zur Steuerung der Siedlungsentwicklung.

Ansprechpartner: Prof. Dr. habil. Frank Roost, frank.roost@uni-kassel.de