Projekt D3: Tierschutzbewegung

Tierschutz und Tierwohl als soziale Bewegung

Verantwortlicher: apl. Prof. Dr. Werner Troßbach
Projektmitarbeitende: Ulrike Heitholt M.A., Benedikt Jahnke M.Sc.

Kooperation mit dem Lehrstuhl für Nachhaltige Gesellschaftsentwicklung Universität Bern (Prof. Dr. Ulf Liebe)

Das Projekt untersuchte im Rahmen der Forschung zu sozialen Bewegungen, warum sich Personen im Bereich Tierschutz und -wohl in Organisationen engagieren sowie an legalen und illegalen (Protest-)Aktivitäten beteiligen. Ein Schwerpunkt des Projektes lag auf dem Übergang von legalem zu illegalem Protestverhalten bzw. radikalen sozialen Bewegungen. 

Während die Herausbildung und Entwicklung der Tierschutz- und Tierwohlbewegung vergleichsweise gut dokumentiert sind, fehlt eine systematische Forschung zu den Motiven der Beteiligung an unterschiedlichen Protestformen, die verschiedene theoretische Erklärungsansätze (z.B. Framing, Möglichkeitsstrukturen) in den Blick nimmt und empirische Daten erhebt, die sich auf größere Teile der sozialen Bewegung erstrecken und verallgemeinerbar sind. Mittels leitfadengestützter Interviews mit und einer standardisierten Befragung von Aktivisten wurde daher ein systematischer Theorien-Vergleich und ein Vergleich der Beweggründe für legale und illegale Protest-Aktivitäten im Bereich Tierschutz und -wohl angestrebt. Insbesondere zu prüfen waren bei den Beweggründen für Protest und Engagement auch die Einstellungen der Aktivisten zu Tieren, Tierschutz und -wohl in konkurrierender Perspektive. Wie wichtig ist das Ziel der sozialen Bewegung im Vergleich zu anderen Motiven wie zum Beispiel sozialen Normen – die soziale Belohnung oder Bestrafung von Protestverhalten?