Teilprojekt 14: Mehr Sprache(n) – mehr Kultur(en) im Grundschulunterricht: inklusiver Ausbau sprachl. Fähigkeiten

„Mehr Sprachen - mehr Kulturen“ finden die Studierenden im Praxissemester in jeder Grundschulklasse vor. Die sprachlichen Ressourcen der Schüler_innen werden in Schule und Forschung jedoch noch immer überwiegend an der deutschen Sprache gemessen, was zur Feststellung von Defiziten und kompensatorischen Fördermaßnahmen führt. Im inklusiven, diversitäts- und sprachensensiblen Deutschunterricht gilt Mehrsprachigkeit jedoch als Ressource – für alle Kinder.

Die Reflexion der Trias Kind – Grundschule – Sprache/Schrift wird im zum Projekt gehörigen Seminar als Grundlage für die Sensibilisierung von mehrsprachigen Lehr- und Lernsituationen betrachtet, die die Interaktionen schriftsprachlichen Lernens im schulischen Unterricht in ihrer Sprachlichkeit und Interkulturalität prägt. Lehramtsstudierende sollen Bedingungen analysieren und Möglichkeiten zum Ausbau des (schrift-) sprachlichen Handlungsvermögens mehrsprachiger Kinder im Grundschulunterricht entwickeln. Hierfür werden unterschiedliche Sprachen thematisiert, Beobachtungen aus den Praxissemesterklassen im Hinblick auf identitätsstiftende und differenzmarkierende Aspekte besprochen, mehrsprachigkeitsdidaktische Konzepte präsentiert und erprobt sowie institutionelle und sprachenpolitische Hintergründe kritisch betrachtet. Die gestaltungsorientierte Begleitforschung fokussiert schließlich, wie mit den erprobten Lehrformaten umgegangen wird und ob sie tatsächlich geeignet sind, um die Bedeutung der Mehrsprachigkeit und -schriftigkeit im Deutschunterricht in den Blick der Studierenden zu rücken.

 

Kontakt

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Norbert.kruse@uni-kassel.de

Prof. Dr. Friederike Heinzel
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Dr. Lis Schüler
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