Teilprojekt 35: Theologische Interdisziplinarität und Interreligiöse Bildung in der Ausbildung von Religionslehrerinnen

Das grundlegende Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Erprobung eines interdisziplinär vernetzten Lehrkonzeptes innerhalb der theologischen Lehrer_innenausbildung. In PRONET2 sollen die geschaffenen Strukturen weiter etabliert und mit dem Schwerpunkt auf interreligiöse Bildung vertieft werden. Dementsprechend tragen 5 Säulen das Projekt: 1. Interdisziplinäres Jahresthema mit fachlichen Veranstaltungen und Studientag; 2. Interdisziplinärer, religionspädagogisch-theologischer Studientag zur Vernetzung der drei Phasen der Lehrer_innenbildung; 3. Curriculare Ausgestaltung des Moduls „Theologie interdisziplinär/interreligiös“; 4. Regelmäßige Ringvorlesung mit interreligiöser Perspektive und transdisziplinärer Ausrichtung; 5. Angebot eines Zertifizierungskurses „Interreligiöse Kompetenz“.

In der ersten Projektphase (2015-2018) wurde das interdisziplinär vernetzte Lehrkonzept der Religionslehrer_innenausbildung mit einem Schwerpunkt auf transdisziplinäre Kompetenzen entwickelt. Dazu zählen sowohl die Vernetzungskompetenzen innerhalb der methodisch höchst divergenten theologischen Disziplinen (Bibelwissenschaften, Historische Theologie, Systematische Theologie, Religionspädagogik) als auch darüber hinausgehende Kompetenzen, die darauf zielen, theologische Fragestellungen mit Themen, wie sie in anderen geistes-, kultur- und gesellschaftswissenschaftlichen Disziplinen verhandelt werden, zu verknüpfen.

Eine neue ergänzende Perspektive der zweiten Projektphase ist die interreligiöse Kompetenz, welche die Fächergrenzen der traditionell im Lehramtsstudium vertretenen theologischen Disziplinen überschreitet. Die gesellschaftliche Situation erfordert mehr denn je eine solche interreligiöse Kompetenz von Religionslehrer_innen. Dazu zählt einerseits das Wissen um theologische Inhalte und religiöse Praktiken anderer Religionen, andererseits die in der Begegnung mit den Anderen angeregte Selbstreflexion christlich-konfessioneller Inhalte und Positionen, die zu einer reflektierteren Sicht des eigenen Standpunkts beiträgt. Beide Bewegungen sollen in den Maßnahmen dieses Projekts gefördert und reflexiv begleitet werden. Teil des interreligiösen Lehrkonzepts ist eine alle drei Semester öffentlich stattfindende interreligiöse und transdisziplinäre Ringvorlesung. Die Ringvorlesungsreihe begann bereits im WS 2018/19 mit dem Thema „Heilige Schriften“, die von den Themen „Heilige Räume“ (SoSe 2020) und „Heilige Zeiten“ (WS 2021/22) fortgeführt wird. Zudem soll ein Zertifikatskurs „Interreligiöse Kompetenz“ ab dem WS 2019/2020 etabliert werden, um den neuen Schwerpunkt inhaltlich auszugestalten.

 

Kontakt

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