Open Access Publikationsfonds

Einige Open-Access-Zeitschriften erheben zu ihrer Finanzierung Autorengebühren für die Veröffentlichung eines Beitrags (Article Processing Charges). Es ist sinnvoll, hierfür bereits bei der Beantragung von Forschungsgeldern einen entsprechenden Posten zu berücksichtigen. Stehen eigene Mittel nicht zur Verfügung, kann der Open-Access-Publikationsfonds genutzt werden, den die Universität Kassel seit Mitte 2013 zur Unterstützung ihrer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Veröffentlichung in Open-Access-Zeitschriften unterhält. Der Fonds wird von der UB verwaltet und übernimmt anfallende Autorengebühren in voller Höhe.

Die Ausstattung des Fonds wird zu 60 Prozent von der DFG gefördert. Der Rest stammt aus Eigenmitteln der UB. Für 2016/17 wurden 45.240 Euro bereitgestellt. Sollte dieser Betrag vor Ende 2017 erschöpft sein, wird die UB Kassel weitere Autorengebühren komplett aus Eigenmitteln finanzieren.

Voraussetzungen für die Nutzung des Fonds

Die DFG macht folgende Vorgaben für Artikel, deren Gebühr aus dem Fonds bezahlt werden soll:

  • Der Artikel muss in einer reinen Open-Access-Zeitschrift mit einem im jeweiligen Fach anerkannten Qualitätssicherungsverfahren (i.d.R. Peer Review) erscheinen. Das Modell von Hybrid-Zeitschriften, die eigentlich subskriptionspflichtig sind, einzelne Artikel aber gegen Gebühr als Open Access freischalten, wird von dem Fonds nicht unterstützt.
  • Die Publikationsgebühr für einen Aufsatz darf 2.000 Euro nicht überschreiten. Höhere Gebühren können auch anteilig nicht aus dem Fonds beglichen werden.
  • Der "submitting / corresponding author" des Artikels muss Angehöriger der Universität Kassel sein.

Beantragung

Zeitpunkt

Anträge zur Übernahme von Autorengebühren können gestellt werden, sobald der Artikel zur Veröffentlichung in einer Open-Access-Zeitschrift angenommen worden ist. Eine Reservierung von Mitteln zum Zeitpunkt der Artikeleinreichung ist leider nicht möglich. Die Ausstattung des Fonds wird aber stetig an den aktuellen Bedarf angepasst, so dass von ausreichenden Mitteln für alle zu erwartenden Anträge eines Jahres ausgegangen werden kann. Sollte der Fonds dennoch vor Jahresende erschöpft sein, wird die UB weitere Artikelgebühren möglichst aus Eigenmitteln bezahlen. Gerne können Sie sich bereits bei Einreichung Ihres Artikels bei uns über den aktuellen Ausgabenstand des Fonds informieren.

Form

Richten Sie bitte eine formlose Mail an den Open-Access-Beauftragten Dr. Tobias Pohlmann und machen Sie folgende Angaben:

  • Titel der Zeitschrift
  • Titel des Artikels
  • „corresponding author“
  • weitere Autoren
  • Höhe der anfallenden Autorengebühr

Die eingehenden Anträge werden zur Bewilligung auf Einhaltung der o. g. Bedingungen geprüft. 

Einreichung von Rechnungen

Die Autorengebühren werden für bewilligte Anträge direkt aus dem Fonds bezahlt. Liegt bei der Beantragung bereits eine Rechnung vor, so kann sie direkt mit dem Antrag eingereicht werden. Eine spätere Nachreichung ist ebenfalls möglich. Bitte stellen Sie folgende Punkte sicher:

  • Die Rechnungsadresse kann die Ihres Fachgebiets / Instituts oder auch der Universität allgemein als übergeordnete Institution sein. Es muss jedoch klar ersichtlich sein, dass die Universität Kassel der Rechnungsempfänger ist.
  • Achten Sie bitte insbesondere bei Verlagen innerhalb der EU darauf, dass auf der Rechnung die USt-IdNr. (bzw. VAT no.) der Universität Kassel ausgewiesen ist, damit keine Steuer berechnet wird. Sie lautet DE 113057055.

Besondere Vereinbarungen mit MDPI und Frontiers

Beim Verlag MDPI besteht eine institutionelle Mitgliedschaft der Universität Kassel. Während des Einreichungsprozesses bei Journals dieses Verlags können Sie Ihre Zugehörigkeit zur Universität Kassel angeben. Die Rechnungsstellung erfolgt dann zentral an die UB, und MDPI gewährt einen Rabatt von 25 Prozent. Wir informieren Sie, sobald wir die Rechnung erhalten und die Zahlung veranlasst haben.

Mit dem Verlag Frontiers besteht ein Invoicing Agreement. Auch hier können Sie bei der Einreichung die Universität Kassel als Ihre Institution angeben. Die Rechnungsstellung erfolgt dann nach Prüfung ebenfalls zentral. Die maximale Artikelgebühr beträgt für die Universität Kassel 1.850 USD, auch für Artikel in Journals mit eigentlich höheren Gebühren. Im Rahmen dieses Agreements können wir somit Artikel in allen Journals von Frontiers aus dem Fonds bezahlen.

Sonstiges

Ein Kopie der geförderten Artikel wird von uns in einer Sammlung auf dem Publikationsserver KOBRA bereitgestellt.

Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.