Hans Jürgen von der Wense

Hans Jürgen von der Wense

Der Schriftsteller, Komponist und Universalgelehrte Hans Jürgen von der Wense (1894-1966) veröffentlichte zeitlebens nur wenige kurze Texte, Essays und Musikstücke. Er hinterließ jedoch einen umfangreichen Nachlass mit Briefen, Übersetzungen, literarischen und musikalischen Skizzen, Kleinbildfotografien sowie landes- und völkerkundlichen Textsammlungen.

Dieser Nachlass wird seit 2009 wird in der Handschriftenabteilung der Universitätsbibliothek Kassel unter der Signatur 2° Ms. Hass. 856 aufbewahrt und wurde 2012 in das Verzeichnis national wertvollen Kulturguts eingetragen.

Hans Jürgen von der Wense lebte zwischen 1932 und 1940 überwiegend in Kassel, danach (bis zu seinem Tod) in Göttingen. Von hier aus brach er zu zahlreichen Wanderungen auf, die er meist mit Hilfe von Kartenmaterial und Sachbüchern penibel vorbereitet hatte. Seine Eindrücke dokumentierte er auf diesen Touren durch Fotografien und in den Berichten an seine Briefpartner wie auch in seinen Tagebüchern.

Kiste mit von Wense geordneten Fotonegativen

Wenses Nachlass umfasst etwa 30.000 Blätter mit Notaten, Übersetzungen und eigenen literarischen Texten. Außerdem Sammlungen zu Ländern, Landschaften, Völkern, Familiengeschichte und Dingen. Dieses Material ist in über 300 Mappen thematisch zusammengestellt. Hinzu kommen tausende Fotos, Briefe und Postkarten, Tagebücher, Kartenmaterial, Notizhefte, Astrologica und Horoskope sowie Musikalien.

In diesem Bestand finden sich zudem Gegenstände aus seiner letzten Wohnung wie Steine und Mineralien, Figuren, Bilder, einige Döschen und sein Metronom. Ebenso werden große Teile von Wenses nicht sehr umfangreicher privater Büchersammlung durch die Abteilung Sondersammlungen verwahrt.

Die Sammlungen Wenses sind durch ein vorläufiges Findbuch erschlossen. Es ist im Lesesaal der Sondersammlungen zugänglich. In Bearbeitung befindet sich das Briefmaterial, dessen Ordnung und Erschließung baldmöglichst abgeschlossen werden soll. Etwa ein Drittel des Bestandes kann bereits über KALLIOPE recherchiert werden.