Aufsatzlieferdienst Elsevier

Die seit 2016 andauernden erfolglosen Verhandlungen zwischen dem Verlag Elsevier und dem Projekt DEAL wurden Anfang Juli 2018 unterbrochen. Elsevier hat daraufhin die Zugänge zu den Zeitschriften, auf die trotz des vertragslosen Zustands seit Anfang 2018 noch Zugriff bestand, abgeschaltet.

Die Universitätsbibliothek Kassel bietet ihren Nutzerinnen und Nutzern einen Service für die kostenfreie Bestellung von nicht mehr zugänglichen Elsevier-Zeitschriftenartikeln.
Dadurch kann auch im Falle der Abschaltung eine adäquate Versorgung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Elsevier-Publikationen sichergestellt werden. 

Bitte nutzen Sie für die kostenfreie Bestellung von benötigter Zeitschriftenliteratur des Verlags Elsevier, auf die kein Zugriff mehr besteht, das Online-Formular.

Bestellte Artikel werden direkt an Ihre Adresse versandt. Fragen zu Bestellungen richten Sie bitte per Mail an fl@bibliothek.uni-kassel.de

Was ist das DEAL-Projekt?

Über das Projekt DEAL, initiiert von der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen, werden bundesweite Lizenzverträge für das elektronische Zeitschriften-Portfolio großer Wissenschaftsverlage (Elsevier, Wiley, Springer-Nature) verhandelt. Zentrale Ziele sind die Verbesserung der Literaturversorgung durch dauerhaften Zugriff der Institutionen auf das gesamte Portfolio, die Implementierung einer Open-Access-Komponente und eine angemessene Preisgestaltung. Da in den Verhandlungen mit Elsevier bislang kein Erfolg erzielt werden konnte, haben zahlreiche wissenschaftliche Institutionen von ihrem Kündigungsrecht Gebrauch gemacht. Auch die Konferenz Hessischer Universitätspräsidien hat die Kündigung des bestehenden Konsortialvertrags zum Jahresende 2017 beschlossen.

Wie ist der Stand der Verhandlungen mit Elsevier?

Die Verhandlungen mit Elsevier sind festgefahren, die Verhandlungspositionen sind seit Beginn der Verhandlungen 2016 unvereinbar. Bereits zum Ende 2016 hatten mehr als 60 Wissenschaftseinrichtungen ihre Verträge mit Elsevier gekündigt, zum Ende 2017 waren es etwa 200 Einrichtungen, die mit ihrer Vertragskündigung ihren Willen zu einer DEAL-Lizenz bekräftigten.

Wegen der nach wie vor überhöhten Forderungen des Verlags Elsevier war ein vorläufiger Abbruch der Verhandlungen Anfang Juli 2018 unumgänglich. 
Eine grundsätzliche Einigung über die finanziellen Rahmenbedingungen und den Leistungsumfang eines künftigen DEAL-Vertrags ab Mitte 2019 war nicht möglich. Leider hat sich herausgestellt, dass Elsevier weiterhin nicht dazu bereit ist, einen wissenschaftsadäquaten Leistungsumfang unter den Grundsätzen des Open Access anzubieten, der nachhaltig finanzierbar ist.

Welche Auswirkungen hat die Kündigung?

Die Volltexte der bei Elsevier erscheinenden Zeitschriften im Netz der Universität Kassel stehen ab Jahrgang 2018 nicht mehr zur Verfügung.

Die bisherigen Lizenzvereinbarungen mit Elsevier regeln für 88 gut genutzte Zeitschriften den gesicherten Zugriff auf die Zeitschriftentitel ab Lizenzbeginn bis zum Ende der Lizenzperiode, also bis 31.12.2017. Es besteht Archivrecht für die Universität Kassel.

Mit Elsevier besteht eine Nationallizenz, die den größten und wichtigsten Teil des Zeitschriftenportfolios (1.535 Titel) umfasst, in vielen Fällen ab dem ersten Jahrgang bis einschließlich 2002. Die Nationallizenz ermöglicht den freien Zugriff auf diese älteren Jahrgänge.

Worauf besteht Zugriff?

Titel mit Archivrecht oder mit Nationallizenz finden Sie in den nachfolgenden Listen:

Titel mit Archivrecht bis einschließlich 31.12.2017
Titel mit Nationallizenz der DFG

Welche Zugriffsmöglichkeiten gibt es noch?

Recherchieren Sie auch nach Open-Access-Versionen von Artikeln. Diese können in Suchmaschinen wie Google Scholar und der Bielefeld Academic Search Engine (BASE) gefunden werden. Weitere Möglichkeiten bieten Repositorien wie arxiv.org oder PubMed Central. Empfehlenswert ist auch das Browser-Plugin unpaywall. Hier wird Ihnen die Suche nach einer frei verfügbaren Version eines Artikels abgenommen, ebenso beim Dienst DOAI.

Spezifische Informationen zu Open Access in verschiedenen Fächern finden Sie auf der Website der Plattform open-access.net.