Urbanirgendwas

Urbanirgendwas - Quartiere durch Zwischennutzung wiederbeleben

Das Projekt „urbanirgendwas“ nahm im Jahr 2010 am Ideenwettbewerb teil. Das sechsköpfige Projektteam, bestehend aus den Stadtplanungsstudenten Maren, Nico, Matthias, Pascal und Tobi sowie dem Architekturstudenten Moritz, hatte es sich zur Aufgabe gemacht, den hohen Leerstand in Quartieren nahe der Kasseler Innenstadt durch Zwischennutzungen zu bekämpfen. Schwerpunkt war das Kasseler „Schillerquartier“ (zwischen Wolfhager Straße und Grüner Weg). Die Idee zu dem Projekt entstand durch die Möglichkeit bei dem Projektstudium des Fachbereichs Architektur Stadtplanung Landschaftsplanung eigene Projekte zu bearbeiten. Startschuss war das Sommersemester 2010.

Zwischennutzungen sind Nutzungen, die sich durch zwei Kernaspekte von
„klassischen“ Nutzungen unterscheiden. Zum einen wird bei einer Zwischennutzung nicht der marktübliche Mietpreis gezahlt, zum anderen sind die Nutzungen nur für einen
bestimmten Zeitraum vorgesehen oder eine Kündigung ist relativ kurzfristig möglich. Zwischennutzungen ermöglichen somit vor allem Existenzgründern und noch nicht Etablierten die Möglichkeit ihre Ideen auszuprobieren und zu verwirklichen. urbanirgendwas sah sich hierbei in der Rolle einer Agentur, die
zwischen Nutzern und Eigentümern vermittelte. In der Rolle des Vermittlers war es die Aufgabe des Projektteams, die Eigentümer für Zwischennutzungen zu sensibilisieren und sie von den Vorteilen zu überzeugen. Dazu wurden mit potentiellen Nutzern gemeinsam Konzepte für ihre Nutzung erarbeitet, um diese Gebäudeeigentümern vorzustellen.

Nachdem das Team während des Sommersemesters 2010 einen Projektraum am Fachbereich nutzen konnte, wurde im Spätsommer ein eigenes Projektbüro in einem leer stehenden Laden in der Sickingenstraße 16 in Kassel eröffnet, direkt im Schillerquartier gelegen. urbanirgendwas wurde damit selbst zum Zwischennutzer und konnte durch die Lage des Büros im Schillerquartier direkt und besser mit potenziellen Nutzern in Kontakt kommen. Durch eine Analyse des Leerstandes innerhalb Kassels wurde deutlich, dass besonders in diesem zentral gelegenem Quartier viele Leerstände vorhanden sind. Im Fokus standen mittlerweile leer stehende Ladenflächen.

Der „Laden“ in der Sickingenstraße wurde sowohl als Quartiersbüro als auch als Ausstellung- und Veranstaltungsfläche genutzt. Der Laden wurde somit transparente Anlaufstelle für alle Interessierten. Es wurden regelmäßige Veranstaltungen durchgeführt, welche das Ziel verfolgten, zum einen die Thematik Zwischennutzung zu beleuchten und zum anderen möglichst viele Menschen zu mobilisieren und auf das Quartier aufmerksam zu machen. Unterstützung erhielt das Projektteam unter anderem vom Kulturamt der Stadt Kassel sowie vom Fachbereich.

Im Laufe der Zeit löste sich urbanirgendwas von dem bisher verfolgten Agenturgedanken und wurde eine zentrale Anlaufstelle für die Quartiersentwicklung allgemein, insbesondere aber als Netzwerk für Fragen kreativer Stadtentwicklung innerhalb und außerhalb des Schillerquartiers.

Das Projekt wurde im weiteren Verlauf ehrenamtlich weitergeführt, auch als das ursprüngliche Uniprojekt längst vorbei war. 2011 fand ein Eigentümerwechsel der Immobilie statt, in der sich der Laden von urbanirgendwas befand. Da der neue Eigentümer das Projekt sehr interessant fand und die Kompetenzen der Teammitglieder wertschätzte, beauftragte er urbanirgendwas mit der Neukonzeption der Immobilie.

Mittlerweile sind die Teammitglieder aus beruflichen Gründen auf ganz Deutschland verteilt: Matthias und Nico sind weiterhin in Kassel, Tobi ist in Hamburg, Maren in Karlsruhe, Moritz in Frankfurt und Pascal in Berlin.


Das Team

Matthias
Moritz
Maren
Tobi
Nico

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