Domäne Frankenhausen

Viel zu erleben gibt es auf der Hessischen Staatsdomäne Frankenhausen, dem Lehr-, Versuchs-und Transferzentrum für Ökologische Landwirtschaft und Nachhaltige Regionalentwicklung der Universität Kassel.  

Der 320 Hektar große Betrieb wurde im Juli 1998 von der Universität Kassel gepachtet und wird seitdem nach den Richtlinien des Ökologischen Landbaus bewirtschaftet. Die Domäne soll als "gläserner" Betrieb ein Modell für ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiges Wirtschaften in der Region darstellen. Dabei wird sie in die universitäre Forschung und Lehre eingebunden und gleichzeitig der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 

Verschiedenste Angebote wie die „GemüseSelbstErnte“ oder das Ökologische Maislabyrinth sollen Menschen die Agrikultur wieder näher bringen und ein neues Bewusstsein für den Wert gesunder Nahrung schaffen. Das Labyrinth ist jährlich für die Besucher in den Monaten Juli bis September zugänglich. 

Eine Projektgruppe von Studierenden hat zudem zahlreiche Informationen zur Zwangsarbeit auf der Domäne Frankenhausen während der NS-Zeit zusammengetragen. Material aus Archiven und Gedenkstätten, noch vorhandene Spuren auf der Domäne selbst sowie Angaben mit Zeitzeugen wurden sorgsam aufgearbeitet. Anhand von sechs bebilderten Stationen lässt sich das Leben der Zwangsarbeitenden auf der Domäne nun nachvollziehen und regt so zu einer kritischen Auseinandersetzung an.

 

www.wiz.uni-kassel.de/dfh/

Foto: Mais- und Amarathanbau in Frankenhausen
Bewusstsein schaffen für Ökologie...
Foto: Im Scheunenboden sind noch Einritzungen von Zwangsarbeitern während der NS-Zeit zu sehn
...und Geschichte: Einritzungen von Zwangsarbeitern der NS-Zeit am Scheunenboden