16.12.2011 13:32

Kasseler Studierende präsentieren Ergebnisse der Ideenwerkstatt „MACHEN!“

Herausforderungen in kreativen, interdisziplinären Teams lösen – dies könnte für die Uni Kassel ein Lernformat der Zukunft sein. Erprobt wurde es beim Workshop „Machen!“ des Uni Kassel Transfer in der Nachrichtenmeisterei im Alten Zollamt. Bei einer Abschlussveranstaltung wurden jetzt die Ergebnisse der Ideenwerkstatt präsentiert.

Foto: Harry Soremski

Kreatives Selbstvertrauen wecken, disziplinübergreifende Teamarbeit lernen und Lösungen für kniffelige Probleme finden – in der Ideenwerkstatt wurden Studierende völlig verschiedener Fachrichtungen vor Aufgaben jenseits des theoretischen Unialltags gestellt. Um Techniken zur Ideenfindung zu erlernen, lag der Fokus auf einer Beispielfragestellung: Wie lassen sich die Fachbereiche und Einrichtungen an der Universität Kassel untereinander besser vernetzen? Für dieses Problem galt es, eine kreative und machbare Lösung herauszuarbeiten. Dazu wurde eine spezielle Ideenfindungsmethode angewendet, die von den beiden Dozenten Carmen Luippold und Dr. Julian Gebhardt entwickelt wurde.

Die Ergebnisse der Teams, die bei der Abschlussveranstaltung präsentiert wurden, waren ganz unterschiedlich. Ein Team entwickelte einen Prototypen für eine elektronische Anzeigetafel, die an zentralen Standorten über Raumänderungen, Seminarausfälle, aber auch Sport- und Kulturangebote informiert und auch als Uni-App programmiert werden könnte. In einer anderen Gruppe entstand die Idee eines Vernetzungsbüros. Auf einem Brett konnten Studierende bestehende und gewünschte Vernetzungen zu anderen Fachbereichen sichtbar machen. So entstand ein visueller Eindruck, welche Verbindungen beispielsweise durch studentische Projekte bestehen und welche Verbindungen zusätzlich gewünscht werden. Der „Tausch aus- Garten“, den ein weiteres Team entwickelte, könnte Studierenden einen Raum bieten, in dem sein nach Bedarf allein oder in Gruppen arbeiten oder andere Studierende treffen können. Die Idee eines anderen Teams war ein Infopunkt als Ort an der Universität vor, der alle Fragen rund um das studentische Leben beantwortet. Informationen der Uni und eine Themenwoche könnten über Aktuelles informieren. Der Ideenbus, der verschiedene Standorte der Uni ansteuert und Raum zum Informieren, Austauschen und Ideen entwickeln für die Studierenden bietet, war ein weiteres Konzept.

Jörg Froharth von UniKasselTransfer ist sicher, dass Studierende nicht nur innerhalb des Studiums, sondern auch im späteren Berufsleben von den Erfahrungen aus der Ideenwerkstatt profitieren. Durch die Kommunikation, das Brückenschlagen zu anderen Disziplinen und insbesondere durch die Arbeit im Team, würden die Studierenden in der Ideenwerkstatt ermutigt, eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen. „Ziel ist es, mit der Ideenwerkstatt einen Beitrag zu einer vielfältigen Ideenkultur an der Universität Kassel zu leisten und dass einige der Ideen als Projekte auch umgesetzt werden“, sagt Froharth.