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03.07.2015 13:37

Eine Präsidentschaft als „Erfolgsgeschichte“: Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep verabschiedet

Mit einem Festakt vor über 700 geladenen Gästen ist der bald scheidende, langjährige Präsident der Universität Kassel, Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep, am Freitagabend (3. Juli) offiziell verabschiedet worden. Dabei wurde seine Präsidentschaft als „Erfolgsgeschichte“ bezeichnet. Unter seiner Führung verzeichnete die Universität eine bemerkenswerte Entwicklung.

Foto: Nikolaus Frank.

Mit 15 Jahren ist Postleps Amtszeit die bei weitem längste in der Geschichte der 1971 gegründeten Hochschule, Postlep ist eine der prägendsten Figuren. In seine Amtszeit fallen mehrere markante Entwicklungen, darunter eine massive Ausweitung des Wissenstransfers in die Region Nordhessen, das starke Wachstum der Hochschule von knapp 17.000 Studierenden (WS 2000/01) auf fast 24.000 Studierende (WS 2014/15) sowie der Beginn der baulichen Erweiterung des Campus Holländischer Platz und anderer Standorte. Postlep (69) ist noch bis zum 30. September im Amt, dann scheidet er aus Altersgründen aus. Zu seinem Nachfolger wurde im Januar Prof. Dr. Reiner Finkeldey gewählt, bisher Vizepräsident der Universität Göttingen. 

„Die Universität Kassel ist in den zurückliegenden Jahren zu einer anerkannten Größe in der deutschen Universitätslandschaft und zu einem starken Motor der Region geworden“, bilanzierte Postlep am Rande des Festaktes. „Das ist das Verdienst harter Arbeit aller Beschäftigten der Hochschule. Ich gehe im September mit dem Gefühl, dass ich eine gut aufgestellte Universität übergebe.“  

Vizepräsidentin Prof. Dr. Claudia Brinker-von der Heyde nannte die Präsidentschaft Postleps am Freitag eine „Erfolgsgeschichte“: Er habe es immer verstanden, seine Ziele klar zu setzen, hartnäckig zu verfolgen und auf diesem Weg viele Mitstreiter zu gewinnen. Der große Stellenwert, den die Universität in Stadt und Region mittlerweile habe, sei zu einem großen Stück darauf zurückzuführen. An Postlep direkt gewandt sagte sie: „Danke, lieber Herr Postlep, für Ihre freundschaftliche Kollegialität und Ihre Menschlichkeit, danke für Ihre Visionen, Ihren Realitätssinn und so vieles mehr, was Sie tagtäglich, 15 Jahre lang für uns und unsere Universität getan haben.“ 

Neben den Studierendenzahlen wuchs in der Amtszeit Postleps auch das Drittmittel-Aufkommen, ein Indikator für die Forschungsleistung einer Universität, von knapp 14 Mio. Euro (2001) auf rund 53,5 Mio. Euro (2014). Die Zahl der Arbeitsplätze in der Region, die durch Ausgründungen aus der Universität geschaffen wurden, bezifferte eine Studie 2011 auf rund 10.000. Im Jahr 2013 erhielt die Universität für ihr Konzept zur Förderung von Unternehmergeist vom Bundeswirtschaftsministerium das Prädikat „Exist Gründerhochschule“. Eine weitere Studie bescheinigte der Hochschule 2013, dass sie im Ansehen der Bevölkerung in der jüngeren Vergangenheit deutlich zugelegt hat. In umfangreichen Befragungen gaben sowohl Bachelor- als auch Master- und Lehramtsstudierende der Universität Kassel in den vergangenen drei Jahren ausgesprochen gute Noten. 

Postlep übernahm 1996 eine Professur für Allgemeine Wirtschaftspolitik. Vier Jahre später wurde er erstmals zum Präsidenten der Universität Kassel gewählt. Mit ihm scheiden Ende September zwei weitere Mitglieder aus dem Präsidium aus, nämlich Vizepräsidentin Prof. Dr. Claudia Brinker-von der Heyde und Vizepräsident Prof. Dr. Martin Lawerenz. 

Links zu den genannten Studien:

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Sebastian Mense
Universität Kassel
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