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22.05.2014 15:39

Projekt ÖkoLandbauTour des Fachbereichs Ökologische Agrarwissenschaften erhält erneut UNESCO-Auszeichnung

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat das Projekt ÖkoLandbauTour als Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung erhalten Initiativen, die das Anliegen dieser weltweiten Bildungsoffensive der Vereinten Nationen vorbildlich umsetzen: Sie vermitteln Kindern und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln.

"Das Projekt ÖkoLandbauTour zeigt eindrucksvoll, wie zukunftsfähige Bildung aussehen kann. Das Votum der Jury würdigt das Projekt, weil es verständlich vermittelt, wie Menschen nachhaltig handeln“, so Prof. Dr. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees und der Jury der UN-Dekade in Deutschland.

Studierende des Bachelorstudiengangs Ökologische Landwirtschaft übernehmen Lehrveranstaltungen zur Ökologischen Landwirtschaft in der Oberstufe an Schulen. Dieses Jahr war bereits eine Gruppe an Schulen im Raum Hannover, eine weitere Gruppe plant Lehrveranstaltungen im Juni in München. Betreut werden die Studierenden von Studienkoordinator Holger Mittelstraß und weiteren Lehrenden. In den letzten Jahren waren dies Prof. Dr. Maria Finckh, Prof. Dr. Werner Troßbach sowie Doktorandin Kathi Zipp. Neu werden demnächst auch verwendete Unterrichtsmaterialien zur Ökologischen Landwirtschaft auf der Homepage zur Verfügung gestellt.

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat in Deutschland bereits über 1.800 Projekte ausgezeichnet: In Schülerfirmen etwa lernen Kinder, ökonomisch sinnvoll wie umweltverträglich und sozial gerecht zu handeln. Kindergärten und Schulen richten ihr Konzept an den Prinzipien der Bildung für nachhaltige Entwicklung aus, bauen Solaranlagen oder engagieren sich für fairen Handel. Außerschulische Träger organisieren Bildungsangebote rund um das Thema nachhaltige Entwicklung. Dies sind nur einige von vielen Beispielen.

Weitere Informationen: www.oekolandbau-tour.de


Hintergrundinformation:

UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014)
Nachhaltige Entwicklung funktioniert nur, wenn sich jeder für eine menschenwürdige Gesellschaft einsetzt. Die notwendigen Fähigkeiten dazu vermittelt Bildung für nachhaltige Entwicklung, kurz BNE. Mit der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014) haben sich die Staaten der Vereinten Nationen verpflichtet, diese Art des Lernens in ihren Bildungssystemen zu verankern. Auf Grundlage eines einstimmigen Bundestagsbeschlusses koordiniert die Deutsche UNESCO-Kommission die deutschen Aktivitäten zur UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Sie hat ein Nationalkomitee berufen und mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eine Dekade-Koordinierungsstelle eingerichtet.

Anforderungen an Dekade-Projekte
Eine Jury aus Experten entscheidet über die Auszeichnung der Bildungsprojekte. Voraussetzung ist die Ausrichtung der Arbeit an den Grundsätzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. So müssen Wissen und Kompetenzen aus den drei Nachhaltigkeits-Dimensionen Wirtschaft, Soziales und Umwelt vermittelt werden. Außerdem ist wichtig: Die Projekte haben einen innovativen Charakter, wirken in die Breite und bemühen sich um die Zusammenarbeit mit anderen Projekten.

Auch Kommunen können sich bewerben
Auch Städte, Gemeinden und Landkreise können eine Auszeichnung erhalten. Für außergewöhn-liches Engagement im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung erhalten sie die Auszeich-nung als Stadt oder  Gemeinde der UN-Dekade. Bis heute wurde dieser Titel an 21 Kommunen in Deutschland verliehen.