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25.09.2013 11:19

Richtfest für den Science Park Kassel

Die zentrale universitäre Ideenschmiede fördert den Dialog zwischen Gründerszene und Wirtschaft. Bereits über 50 Prozent der Räumlichkeiten sind belegt.

Ideen erfolgreich machen: Mit diesem Ziel im Blick wurde am 25. September das Richtfest für den Science Park Kassel gefeiert. Der Science Park wird nach seiner Fertigstellung Ende 2014 der zentrale Austauschpunkt zur Ideenentwicklung in Nordhessen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Hier werden aus der Forschung heraus marktfähige Produkte und Dienstleistungen entwickelt. Unternehmen treffen auf Absolventinnen und Absolventen sowie junge Start-ups und können deren Ideen und Produkte kennenlernen.

Mit dem Neubau feierte eines der größten Bauprojekte auf dem Gelände des neuen Campus Nord sein Richtfest. Eigentümer des Science Parks werden zu gleichen Teilen die Stadt Kassel sowie die Universität Kassel sein. Oberbürgermeister Bertram Hilgen betonte, dass der Park „die Attraktivität der Stadt als Unternehmensstandort weiter deutlich steigern wird und für Kassels aktuelle wirtschaftliche Erfolgsgeschichte neue starke Impulse geben wird.“ Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep, Präsident der Universität Kassel, ergänzte: „Der Science Park Kassel wird ein hochattraktiver Ort vor allem für Gründerteams, die hier ihre Ideen entfalten und tatkräftig umsetzen können. Für die positive Entwicklung von Stadt und Region in der jüngeren Vergangenheit haben solche Impulse aus der Universität bereits eine große Rolle gespielt – der Science Park wird diese Entwicklung künftig zusätzlich unterstützen.“

Der Science Park Kassel wird Studierenden, Wissenschaftlern, Start-ups sowie innovativen Unternehmen und Organisationen flexible und vielfältig gestaltbare Räume bieten. Im Ideen-Labor etwa können sich Studierende aus den unterschiedlichsten Fachdisziplinen mit Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft im Rahmen gemeinsamer Projekte vernetzen. Das Labor ist das Kreativzentrum des Parks und wird vom Legostein bis zur Wandtafel alles bieten, was kreatives Denken und Arbeiten unterstützt. Weiterhin wird in diesem Bereich ein Teil der unternehmerischen Ausbildung von Studierenden stattfinden, etwa das bereits erfolgreich etablierte interdisziplinäre Format „Machen – Experimente in der Ideenwerkstatt“. Dass solch ein Ideen-Labor funktioniert, zeigen Vorbilder an der berühmten kalifornischen Stanford University oder an der Potsdamer School of Design-Thinking.

Direkt in die neuen Gebäude des Science Park werden die universitäre Transferorganisation UniKasselTransfer, der Inkubator, die GINo mbH als Patentvermarktungsagentur und Patentinformationszentrum sowie die UNIKIMS Management School einziehen. Dazu Geschäftsführer Dr. Oliver Fromm: „Der Science Park Kassel versteht sich als ein zentrales Element des Konzepts zur Förderung unternehmerischen Denkens und Handelns. Dafür hat die Universität Kassel im vergangenen Januar vom Bundeswirtschaftsministerium das Prädikat
´Gründerhochschule´ erhalten.“

Der Science Park Kassel
Gelegen auf dem Campus Nord der Universität Kassel entsteht bis Ende 2014 ein Standort mit einer Fläche von mehr als 6.000 Quadratmetern. Ziel des Science Park ist es, sowohl interdisziplinäre Ideen- und Gründerschmiede wie auch zentraler Austauschpunkt zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu werden. Neben Laboren, Werkstätten, Werkhallen und Ateliers mit modernster Ausstattung bietet der Park flexible Büroräume von 15 bis 600 Quadratmetern. Außerdem wird ein Co-Working-Bereich geboten, den Gründer tages- und monatsweise nutzen können.

Insgesamt wird der Science Park Kassel Platz für 30 bis 60 junge Unternehmen bieten. Die Baukosten von rund 15 Millionen Euro tragen die Stadt Kassel, das Land Hessen sowie die Universität Kassel. Bauherr, Träger und Betreiber ist die eigens dafür gegründete Science Park Kassel GmbH, deren Eigentümer zu jeweils 50 Prozent die Stadt Kassel sowie die Universität Kassel sind. Zur Finanzierung tragen die Stadt Kassel rund sieben Millionen, das Land Hessen rund 7,5 Millionen (aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung EFRE) und die Universität rund 0,5 Millionen Euro bei. Realisiert wird der Bau durch das Stuttgarter Büro Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten.

Geschäftsführer sind Dr. Oliver Fromm, Leiter der Wissenstransfereinrichtung UniKasselTransfer, und Dr. Gerold Kreuter, Geschäftsführer des FiDT Technologie- und Gründerzentrums Kassel.


Unternehmenskontakt
Dr. Oliver Fromm
Geschäftsführer Science Park Kassel GmbH
Mönchebergstraße 7
34109 Kassel
Tel.: 0561 804-2734
E-Mail: ofromm@uni-kassel.de