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06.11.2015 11:59

Uni Kassel erhält Millionen für gute Studienbedingungen

Die Universität Kassel erhält ab 2017 eine millionenschwere Förderung, um die Bedingungen für ihre Studierenden weiter auf hohem Niveau zu halten. Das Geld fließt etwa in Beratung, Vorkurse oder die Weiterbildung der Lehrenden und stammt aus der Fortführung des „Qualitätspakts Lehre“ des Bundes und der Länder. Die genaue Fördersumme wird noch bekannt gegeben, dürfte aber bei rund zehn Mio. Euro liegen.

Foto: knut-wiarda.de

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern hat am 6. November mitgeteilt, dass die Universität Kassel im Rahmen der zweiten Phase des „Qualitätspakts Lehre“ (2017 bis 2020) weiterhin gefördert wird. Das Gremium und die von ihm beauftragten Gutachterinnen und Gutachter honorieren damit den Bericht über die bisherigen Aktivitäten und ein Konzept für die kommenden Jahre, das die Universität vorgelegt hatte. Werden alle Einzelmaßnahmen bewilligt, fließen pro Jahr rund 2,5 Mio. Euro. Mit einer Entscheidung über die konkrete Summe rechnet die Universität in den nächsten Wochen.

Vizepräsident Prof. Dr. Andreas Hänlein nannte die Entscheidung „eine wunderbare Nachricht für unsere jetzigen und künftigen Studierenden. Sie können weiterhin mit guten Rahmenbedingungen an der Uni Kassel rechnen. Freuen dürfen sich aber auch die Fachbereiche und zentralen Einrichtungen, denen aus den Mitteln nun weiterhin zusätzliche Kapazitäten zur Verfügung gestellt werden.“ Hänlein weiter: „Das Geld des Qualitätspakts ist in Kassel gut angelegt – wie gut, das haben die Ergebnisse unserer Studierenden-Befragungen gezeigt. Hier gab es ausgesprochen erfreuliche Entwicklungen, das war auch eine Folge unserer bisherigen Maßnahmen im Rahmen des Qualitätspakts Lehre. Für die kommenden Jahre haben wir uns vorgenommen, die Bedingungen für unsere Studentinnen und Studenten noch weiter zu verbessern – dabei helfen uns nun diese Mittel.“

Das Konzept der Universität Kassel, dessen Details noch von der konkreten Finanzierungszusage abhängen, sieht 36,75 Stellen für die Dauer von vier Jahren vor, und zwar vor allem in den Bereichen Vorbereitung auf das Studium, didaktische Qualität der Lehre sowie Qualitätsmanagement und Beratung. Es handelt sich dabei zumeist um Fortschreibungen bestehender Projekte, die durch die erste Phase des „Qualitätspakts Lehre“ seit 2011 und noch bis einschließlich 2016 finanziert werden.

Beispiele sind:

•    Vorkurse Mathematik: Seit Jahren bietet die Universität Kassel erfolgreich Mathematik-Kurse zur Vorbereitung auf Studium und Klausuren an, insbesondere für Studierende in den Technik- und Wirtschaftswissenschaften. Auch Mathematik-Tutorinnen und -Tutoren werden geschult. Hier will die Universität laut Konzept vier Stellen einsetzen.
•    Didaktische Weiterbildung der Dozentinnen und Dozenten: Das Service Center Lehre bietet ein umfangreiches Weiterbildungsprogramm für Lehrende, etwa ein begleitendes Coaching für neue Professorinnen und Professoren. In Zukunft soll u.a. eine Online-Methodendatenbank angelegt werden. Für den Bereich Didaktische Weiterbildung ist eine Stelle vorgesehen.
•    Beratung von Studierenden für einen Auslandsaufenthalt sowie von internationalen Studierenden: Die Universität Kassel ist attraktiv für ausländische Gast-Studierende und ermuntert ihre eigenen Studierenden zu einem Auslandsaufenthalt. Für propädeutische Angebote für internationale Studierende, für Mobilitäts-Beratung, aber beispielsweise auch für die leichtere Anerkennung von Prüfungsleistungen, die an ausländischen Hochschulen erbracht werden, sind 3,5 Stellen vorgesehen.

Die Universität Kassel ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und hat in diesem Semester rund 24.500 Studierende. Mit dem „Qualitätspakts Lehre“, einem Bund-Länder-Programm, sollen die Betreuung der Studierenden und die Lehrqualität an den Hochschulen angesichts deutschlandweit hoher Studierendenzahlen verbessert werden. Die Universität Kassel erhält in der ersten Phase des „Qualitätspakts Lehre“ seit 2011 und noch bis einschließlich 2016 pro Jahr 2,3 Millionen Euro.

Kontakt:
Sebastian Mense
Universität Kassel
Kommunikation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 561 804-1961
Email: presse@uni-kassel.de