Mündliche Ergänzungsprüfung

Nach § 18a der AB Bachelor/Master haben Studierende die Möglichkeit zu einer einmaligen mündlichen Ergänzungsprüfung, um das endgültige Nichtbestehen ihrer Fachprüfung abwenden zu können.

Wird der Antrag auf eine mündliche Ergänzungsprüfung nicht fristgemäß gestellt oder nicht genehmigt oder wird durch die mündliche Ergänzungsprüfung das Nichtbestehen bestätigt, so gilt die Prüfungsleistung weiterhin als nicht bestanden und damit die Fachprüfung als endgültig nicht bestanden.

Studierende sollten daher zusätzlich bereits vor dem zweiten Wiederholungsversuch die Beratungsangebote der Fachbereiche nutzen, um ein endgültiges Nichtbestehen und damit einen Studienabbruch abzuwenden.

Anspruch auf mündliche Ergänzungsprüfung

Studierende haben Anspruch auf eine mündliche Ergänzungsprüfung, wenn sie die zweite Wiederholungsprüfung einer Klausur (also den dritten Prüfungsversuch) nicht bestanden haben. Die mündliche Ergänzungsprüfung kann nur einmalig pro Studiengang und nur bei Klausuren in Anspruch genommen werden.

Der Anspruch auf eine mündliche Ergänzungsprüfung erlischt, wenn der zweite Prüfungsversuch mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet wurde, weil der/die Studierende am zweiten Prüfungsversuch

  • nicht teilgenommen/ohne wichtigen Grund gefehlt hat (Versäumnis gem. § 15 Abs. 1 AB Bachelor/Master)
  • ein leeres Blatt abgegeben hat oder
  • einen Täuschungsversuch oder Ordnungsverstoß gemäß § 16 AB Bacheloer/Master unternommen hat.

Antrag auf mündliche Ergänzungsprüfung

Die mündliche Ergänzungsprüfung muss von dem/der Studierenden schriftlich beim Prüfungsausschuss beantragt werden. Dabei ist zu berücksichtigen:

  • Der Antrag muss innerhalb einer Frist von vier Wochen nach Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses eingereicht werden.
  • Der/die Studierende darf im gleichen Studiengang noch keinen Antrag auf eine mündliche Ergänzungsprüfung gestellt oder eine mündliche Ergänzungsprüfung absolviert haben.

Termin und Dauer der Prüfung

  • Der Prüfungstermin wird vom Prüfungsausschuss festgesetzt und soll innerhalb von acht Wochen nach der Beantragung der Prüfung liegen. Der/die Studierende kann nach den Bedingungen des § 15 AB Bachelor/Master von der Prüfung zurücktreten. Bei Versäumnis der Prüfung ohne anerkannten Rücktritt gilt die Prüfung als nicht bestanden.
  • Die Dauer der mündlichen Ergänzungsprüfung soll sich an der fachüblichen Dauer von mündlichen Prüfungsleistungen orientieren und ist vom Prüfungsverlauf abhängig. Sie soll jedoch eine Mindestdauer von 10 Minuten nicht unter- und eine Höchstdauer von 30 Minuten nicht überschreiten.

Prüfer und Bewertung

  • Die mündliche Ergänzungsprüfung wird von zwei Prüfern/Prüferinnen abgenommen und bewertet.
  • Handelt es sich nicht um dieselben Prüfer/innen wie bei der Ausgangsprüfung, müssen vor der Festsetzung der Note die an der ursprünglichen Bewertung mitwirkenden Prüfer/innen angehört werden. Bei nicht übereinstimmender Beurteilung entscheidet der Prüfungsausschuss. Erst danach wird der/dem Studierenden das Ergebnis der Prüfung mitgeteilt.
  • Die mündliche Ergänzungsprüfung wird nicht eigenständig bewertet. Mit der Ergänzungsprüfung kann die Note der zweiten Wiederholungsprüfung auf „ausreichend“ (4,0) und damit bestanden verbessert oder das Nichtbestehen der Wiederholungsprüfung bestätigt werden.

Inhalt der mündlichen Ergänzungsprüfung

In der mündlichen Ergänzungsprüfung soll zunächst auf das Ergebnis der schriftlichen Prüfungsleistung (zweite Wiederholungsprüfung) eingegangen werden. Daran anschließend wird ein Prüfungsgespräch geführt, in dem überprüft wird, ob der Prüfling über einen Leistungsstand verfügt, der trotz der in der Klausur aufgetretenen Mängel noch den Anforderungen an eine ausreichende Prüfungsleistung genügt. D. h., dass nicht allein auf die in der Klausur fehlerhaft beantworteten Fragen, sondern darüber hinaus auch auf die angestrebten Lernergebnisse/Kompetenzen/Qualifikationsziele des gesamten Moduls eingegangen wird.